Naivität des BVB wird beim 1:3 eiskalt bestraft

Der Kommentar

Wembley bringt dem BVB kein Glück. Wie schon beim 1:2 im deutschen Finale 2013 kassierte Borussia Dortmund eine Niederlage in Englands Fußballtempel. Nach dem 1:3 gegen Tottenham Hotspur entbrannten die Diskussionen darüber, wie sehr sich die Schwarzgelben diese Niederlage selber zuzuschreiben hatten.

LONDON

, 14.09.2017 / Lesedauer: 2 min

Trotz Jarmolenko-Traumtor - Dortmund kommt bei Tottenham unter die Räder#SkyCL#THFCBVBpic.twitter.com/36jkYZDkNe

— Sky Sport News HD (@SkySportNewsHD)

Im fremden Stadion nach fünf Minuten ein Kontertor zu kassieren - da darf die Frage erlaubt sein, ob das aggressive Pressing und die hohe Positionierung auf dem Feld immer das richtige Mittel ist. Tottenham nutzte die vielen Freiräume in der Dortmunder Hälfte im gesamten Spielverlauf gnadenlos aus.

Naivität in der Spielanlage

Unstrittig ist: Gibt Schiedsrichter Gianluca Rocchi das reguläre 2:2, hätte die Partie wohl einen anderen Verlauf genommen. Doch eine gewisse Naivität in der Spielanlage und auch in den direkten Zweikämpfen vor allen Gegentoren kann schwer dem Unparteiischen zur Last gelegt werden. Das wird bestraft, in der Champions League allemal.

 

Rückschläge wie die Niederlage gegen Tottenham sind wohl Teil des Entwicklungsprozesses. Spiele mit Gegentoren würden kommen, hatte Bosz bereits vor dem Spiel bei den Spurs angekündigt. Dass er so bald und so schonungslos bestätigt würde, dürfte ihn jedoch auch enttäuscht haben. An seinem Credo vom ultra-offensiven Verteidigen wird er trotzdem festhalten.

Hochrisiko-Variante

Die nächsten Spiele müssen zeigen, ob die Mannschaft in der Lage ist, diese Hochrisiko-Variante auch in Partien gegen starke Mannschaften erfolgreich durchzuziehen.

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