Neven Subotic: "Freundschaft ruht für 90 Minuten"

Emotionale BVB-Rückkehr

Es wird eine besondere Heimkehr, wenn Neven Subotic am Samstag (15.30 Uhr) im Signal Iduna Park mit dem 1. FC Köln auf seinen eigentlichen Klub Borussia Dortmund trifft. Der Innenverteidiger ist noch bis zum Saisonende an den "Effzeh" ausgeliehen und fühlt sich dort sehr wohl. Ob er jedoch in Köln bleibt, ist derzeit offen. Priorität hat für den 28-Jährigen der Liga-Endspurt.

DORTMUND

, 28.04.2017, 20:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neven Subotic: "Freundschaft ruht für 90 Minuten"

Neven Subotic (r.) kehrt am Samstag mit dem 1. FC Köln zurück nach Dortmund.

Pünktlich auf die Minute klingelt zur verabredeten Zeit das Telefon. Neven Subotic ist am Apparat, um über seine Zeit in Köln und die Rückkehr nach Dortmund zu sprechen. Der 28-Jährige ist gut drauf, man hört ihm an, wie groß seine Vorfreude auf sein erstes Spiel gegen "seinen" BVB ist. "Für mich", sagt er, "wird das sehr spannend."

Tiefe Verbundenheit zu Dortmund

Die Verbindung nach Dortmund - zum Klub, zur Stadt und zu ihren Menschen - sei nach neun gemeinsamen Jahren "nach wie vor unverändert tief". Auch der Großteil der BVB-Fans freut sich darauf, Subotic mal wieder im eigenen Stadion zu begrüßen. Liebend gerne hätten viele von ihnen den Verteidiger weiter in Schwarzgelb gesehen, als er sich im Januar zur Ausleihe an den 1. FC Köln entschied. Doch die sportlich unbefriedigende Situation beim BVB und die Aussicht auf eine Dauer-Reservistenrolle ließen ihm keine Wahl.  

"Von heute auf morgen" sei der Wechsel in die Domstadt damals zustande gekommen, erinnert er sich. "Ich habe mich mit meinem gepackten Rucksack und voller Vorfreude ins Auto gesetzt und bin nach Köln gefahren." Er hat es nicht bereut. Der äußerliche Eindruck von einem "richtig geilen Klub" habe ich sich bei interner Betrachtung bestätigt.

"Das Umfeld hat es mir leicht gemacht"

"Wenn man unser Team in einem Bild beschreiben müsste", sagt er, "dann würde ich dieses wählen: Wir sind eine Gruppe von Freunden, die im Park zusammen kicken und immer offen für neue talentierte Mitspieler sind, die sich uns anschließen wollen. Und das alles auf einem sehr professionellen Niveau. Wir haben eine sehr integrative Mannschaft. Auch das Umfeld hat es mir leicht gemacht."

  Auch sportlich läuft es für ihn persönlich ordentlich: Neun Einsätze absolvierte er bislang in der Rückrunde, sechs davon über die volle Distanz. Dass er zuletzt nur noch von der Bank kam, ficht sein positives Gefühl nicht an. Als Beleg führt Subotic seine Zweikampfquote an. Die sei besser als während seiner Zeit beim BVB. "Daran kann man ablesen, dass ich auf dem richtigen Weg bin, wieder der alte Neven zu werden."

Gespräche nach Saisonende

Ob man den "alten Neven" noch einmal im BVB-Trikot sehen wird, ist fraglich. Sein Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2018, doch die Perspektiven im Team von Trainer Thomas Tuchel wären auch zur kommenden Saison bescheiden. Bleibt er also in Köln? Subotic weiß es noch nicht. Fakt sei, "dass der FC die absolut richtige Entscheidung war". Seine persönliche Situation und seine Zukunft stelle er aber bis zum Saisonende hinten an. "Danach werden wir gemeinsam eine Entscheidung treffen." Bis dahin liegt der Fokus voll auf Köln.  

Das gilt auch für das Spiel, in dem der BVB eventuell umbauen muss: Sokratis, Sven Bender und Julian Weigl sind angeschlagen aus München zurückgekehrt. "Die Freundschaften werden für 90 Minuten ruhen. Ich werde mich in jeden Zweikampf werfen", kündigt er an. Die BVB-Fans wissen, was das bedeutet - ist es doch eine der Eigenschaften, die sie an dem Innenverteidiger lieben gelernt haben.

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