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News-Ticker: Hummels spricht über Quarantäne - BVB-Fans spenden über 100.000 Euro

Coronavirus

Mats Hummels spricht über sein Worst-Case-Sze­na­rio der Quarantäne, die BVB-Fans machen die 100.000 Euro voll. Alle Infos gibt‘s in unserem Ticker.

Dortmund

, 28.03.2020, 11:25 Uhr / Lesedauer: 12 min
Mit Mahmoud Dahoud (r.) würde es Mats Hummels (M.) in der Quarantäne nicht lange aushalten - mit Marcel Schmelzer hingegen schon.

Mit Mahmoud Dahoud (r.) würde es Mats Hummels (M.) in der Quarantäne nicht lange aushalten - mit Marcel Schmelzer hingegen schon. © imago / Kirchner-Media

28. März, 11.22 Uhr, BVB-Fans machen die 100.000 Euro voll: Beim ersten digitalen Spieltag des BVB zugunsten der Dortmunder Gastronomie waren am vergangenen Wochenende rund 77.000 Euro zusammengekommen, mittlerweile hat sich die Summe auf über 103.000 Euro erhöht.

28. März, 10.50 Uhr, Mats Hummels über die Quarantäne: BVB-Abwehrchef Mats Hummels hat im Instagram-Talk bei „433“ über sein Worst-Case-Sze­na­rio der Quarantäne gesprochen. Nicht lange aushalten würde es der 31-Jährige mit Mannschaftskollege Mahmoud Dahoud, er habe „zu viel Energie“. Besser sähe es bei Marcel Schmelzer aus, „weil wir uns schon so lange kennen und ähnlich ticken“.


27. März, 12.16 Uhr, Klopp und Liverpool-Stars danken Helfern in Corona-Krise: Angeführt von Trainer Jürgen Klopp haben die Profis und Mitarbeiter des FC Liverpool den großen Einsatz aller Helfer im Gesundheitswesen in der Corona-Krise gewürdigt. „Wir wollen all diesen fantastischen Menschen danke sagen. Es ist unglaublich, was ihr tut“, sagte Klopp zu Beginn einer vierminütigen Video-Botschaft des Champions-League-Siegers. Auch auf Deutsch fügte der 52 Jahre alte Fußballlehrer „vielen Dank“ an.

Danach sprachen die Stars des englischen Tabellenführers kurze Grüße in ihren Muttersprachen in die Kamera. „Ihr seid Helden“, lobte Abwehrriese Virgil van Dijk Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und alle anderen, die Erkrankten während der Coronavirus-Pandemie Hilfe leisten. Auch die früheren Bundesliga-Profis Roberto Firmino, Joel Matip, Xherdan Shaqiri und Naby Keita sowie die Top-Torjäger Mohamed Salah und Sadio Mané nahmen kurze Videogrüße auf. Zudem sind eine Reihe weiterer Clubangestellter zu sehen.

25. März, 19.15 Uhr, DFL organisiert eFootball-Turnier: Die DFL wird an den kommenden beiden Wochenenden die „Bundesliga Home Challenge“ durchführen. Dabei handelt es sich um ein eFootball-Turnier - mit Beteiligung der Bundesligisten.

„Gespielt wird in der Fußballsimulation FIFA 20 von EA SPORTS. Die Teams bestehen aus je zwei Mitgliedern, wobei in jedem Club mindestens ein Fußball-Profi seine Fähigkeiten an der Konsole unter Beweis stellen wird. Die zweite Person kommt aus dem entsprechenden Club oder dessen Umfeld“, teilte die DFL mit. Die Spieler sollen im online-Modus auf der PS4 gegeneinander antreten.

Wer gegen wen spielt, ist noch nicht klar. Diese Mannschaften nehmen teil: 1. FSV Mainz 05, 1. FC Köln, 1. FC Nürnberg, 1. FC Union Berlin, Arminia Bielefeld, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Dortmund, Dynamo Dresden, Eintracht Frankfurt, FC Augsburg, FC Schalke 04, FC St. Pauli, Hamburger SV, Hannover 96, Hertha BSC, Holstein Kiel, RB Leipzig, SC Freiburg, SC Paderborn, SpVgg Greuther Fürth, SSV Jahn Regensburg, SV Darmstadt 98, SV Wehen Wiesbaden, SV Werder Bremen, TSG Hoffenheim und der VfB Stuttgart.


25. März, 19.07 Uhr, Fußball will „mit gutem Beispiel vorangehen“:
Der Fußball will nach Überzeugung von DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius in der Corona-Krise „mit gutem Beispiel vorangehen“. Das sagte der 43-Jährige am Mittwoch in einem Interview auf dfb.de.

Derzeit sei entscheidend, „dass unser Gesundheitssystem dieser Pandemie standhält, und dazu können wir alle beitragen, indem wir den Empfehlungen folgen und soziale Kontakte, wenn möglich, meiden“. Wenn es wieder losgeht, „müssen wir bereit sein und den Spielbetrieb zielgerichtet organisieren. Keiner weiß im Moment, wann und in welcher Form das sein wird“, meinte Curtius. Da sehe er auch „Unterschiede zwischen Profi- und Amateurfußball, denn der Profifußball wird darauf angewiesen sein, Spiele auch ohne Zuschauer zu veranstalten. Das ist nicht anders zu lösen. Hier geht es nicht nur um finanzielle Dinge.“

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Neben dem kompletten Verzicht auf Fußballspiele sei eine weitere Maßnahme, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DFB-Zentrale „mit Ausnahme einer „Notbesetzung“ seit eineinhalb Wochen von zu Hause aus arbeiten. Wir sind froh, dass wir die technischen Möglichkeiten dafür haben.“ Das erleichtere die Situation unheimlich. Jeden Morgen werden in einer Telefonkonferenz aktuelle Informationen zusammentragen, abgeglichen und konkrete Maßnahmen getroffen.

Der Bau des neuen DFB und seiner Akademie laufe gegenwärtig „nach Plan“, versicherte Curtius. „Unser Neubau ist für uns ein Jahrhundertprojekt, wir bauen dort die Zukunft unseres Verbandes.“ Solange es gesundheitlich vertretbar sei, „wollen wir weiterbauen“, sagte der Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bunds. Auch das Thema Kurzarbeit müsse der DFB im Blick behalten, „allerdings noch nicht in der aktuellen Situation, sondern gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt“



24. März, 15.09 Uhr, Auch UEFA zeigt Fußball-Klassiker im Internet:
Wie der Weltverband FIFA öffnet auch die Europäische Fußball-Union UEFA im Zuge der Coronavirus-Krise ihr Archiv mit Klassikern aus der Geschichte. Auf der Internetseite „uefa.tv“ sollen erinnerungswürdige Spiele vergangener Europameisterschaften der Männer und Frauen gezeigt werden, wie die UEFA am Dienstag mitteilte. Zu den normalen Europapokalterminen werde es ebenfalls frühere Partien geben.

Dienstags und mittwochs können Fans jeweils Klassiker aus der Champions League sehen, donnerstags Spiele aus der Europa League. Zuvor hatte bereits die FIFA angesichts der fußballfreien Zeit eine Kampagne gestartet.

Bei der Aktion #WorldCupAtHome werden seit vergangenem Samstag „erstmals vollständige Aufzeichnungen von mehr als 30 unvergesslichen Spielen“ in der Historie der Weltmeisterschaften von Männern und Frauen auf der Internetseite www.fifa.com, dem You-Tube-Kanal der FIFA und auf Weibo in China zugänglich gemacht, hieß es in der Mitteilung. Zudem bieten beide Verbände Dokumentationen, Interviews sowie Magazine an.


24. März, 15.03 Uhr,
„Athleten Deutschland“ zu Olympia: „Für manche Ende eines Traums“: Der Verein „Athleten Deutschland“ hat nach der Verschiebung der Sommerspiele in Tokio die Sportlerinnern und Sportler bestärkt, ihr Training nun auf den neuen Olympia-Termin auszurichten. „Wir möchten sie alle dazu ermuntern, sich nicht entmutigen zu lassen und ihre Ziele weiterzuverfolgen“, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Zuvor hatten sich das Internationale Olympische Komitee und die japanischen Gastgeber darauf geeinigt, die Tokio-Spiele wegen der Corona-Pandemie ins kommende Jahr zu verlegen. Dies bedeute für viele olympische und paralympische Sportlerinnen und Sportler weltweit „den Aufschub, für manche das Ende eines Traums“, schrieb „Athleten Deutschland“. Das IOC müsse nun mit Japans Regierung, den TV-Rechteinhabern, Sponsoren und weiteren Partnern eine „tragfähige Lösung“ für Sommerspiele im nächsten Jahr finden. Durch die Verschiebung muss nun der Sportkalender 2021 komplett überarbeitet werden.

Für den Sommer im kommenden Jahr waren zum Beispiel die Weltmeisterschaften der Schwimmer in Fukuoka/Japan und die der Leichtathleten in Eugene/USA vorgesehen. Auch die für dieses Jahr geplante Fußball-EM wurde um ein Jahr auf 2021 verschoben. Die Entscheidung des IOC befreie die Sportler von dem Druck, ihr Training unter den Einschränkungen der Corona-Krise fortzuführen, teilte „Athleten Deutschland“ mit. „Sie können sich jetzt darauf konzentrieren, diese Krise solidarisch mit dem Rest der Gesellschaft zu überwinden“, hieß es weiter.

Der Verein war 2017 gegründet worden, um Athleten mehr Mitsprache zu ermöglichen. „Athleten Deutschland“ setzt nach eigenen Angaben für grundlegende Veränderungen im deutschen und internationalen Sportsystem ein.


23. März, 23.22 Uhr, Auch zwei Betreuer bei der Eintracht positiv getestet:
Neben zwei Spielern sind bei Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt auch zwei Mitglieder aus dem Betreuerstab positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club am Montag nach der Auswertung aller 60 Tests auf Twitter mit: „Allen Betroffenen geht es den Umständen entsprechend aber soweit gut.“

23. März, 19.44 Uhr, UEFA verschiebt Endspiele der Europacup-Wettbewerbe: Die Europäische Fußball-Union hat die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele in der Champions League und Europa League nun auch offiziell wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies teilte die UEFA am Montagabend mit. Das Finale in der Königsklasse sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel in der Europa League am 27. Mai in Danzig. Von der Verlegung ist auch die Champions League der Frauen betroffen, wo der Sieger am 24. Mai in Wien ermittelt werden sollte. Wegen der Corona-Krise sind alle europäischen Club-Wettbewerbe derzeit ausgesetzt. In der Champions League stehen noch vier Achtelfinal-Rückspiele aus, darunter auch das des FC Bayern München gegen den FC Chelsea. In der Europa League konnten nur sechs von acht Achtelfinal-Hinspielen stattfinden. Bezüglich neuer Spieldaten sei noch keine Entscheidung getroffen worden, teilte die UEFA mit. Eine eingesetzte Arbeitsgruppe prüft derzeit mögliche Optionen, um die Wettbewerbe zum Abschluss zu bringen. In der Vorwoche hatte die UEFA bereits die Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021 verlegt.


23. März, 16.37 Uhr, Hummels hofft auf baldige Fortsetzung der Saison:
BVB-Abwehrchef Mats Hummels hat die Hoffnung auf eine zeitnahe Wiederaufnahme der Saison noch nicht aufgegeben: „Irgendwann wird weitergespielt, weil die Leute froh sind, wenn sie etwas Fußball sehen können, während sie zu Hause sein müssen“, sagte der 31-Jährige bei Instagram. Eine genaue Prognose traut er sich aber nicht zu: „Ich kenne mich nicht aus. Ich würde gerne eine Amateureinschätzung abgeben, aber dafür gibt es Leute - Kloppo sagt das ja immer - , die Ahnung davon haben.“


23. März, 13.26 Uhr, BVB-Sportdirektor Zorc erwartet „unlustigen“ Transfersommer:
Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hat Zurückhaltung auf dem Transfermarkt angekündigt. „Drei Transfers in drei Tagen (Schulz, Hazard, Brandt im Sommer 2019, Anm. d. Red.) wird es in diesem Jahr nicht geben“, sagte der 57-Jährige dem „Kicker“. „Bei allen Klubs herrscht eine große Unsicherheit. Wir müssen erst einmal diese Krisensituation managen.“ Zorc erwartet daher einen „unlustigen“ Transfersommer.


23. März, 13.20 Uhr, Ex-BVB-Spieler Kilian erholt sich in Dortmund: Paderborns postiv auf das neuartige Coronavirus getester Verteidiger Luca Kilian erholt sich bei seinen Eltern von seiner Erkrankung. Als es ihm noch einigermaßen gut ging, sei er zu seinem Vater und seiner Mutter nach Dortmund gefahren, sagte der 20-Jährige in einem Interview der „Heilbronner Stimme“ (Montag). „Seitdem liege ich in meinem alten Kinderzimmer in Quarantäne. Meine Mutter ist Krankenschwester, achtet sehr auf Hygiene und ich werde bestens versorgt.“ Kilian war am 13. März positiv auf das Virus getestet worden. „Ich weiß auch nicht, wo ich mich angesteckt habe“, sagte der Bundesliga-Fußballer. „Vor rund zwei Jahren hatte mich eine Grippe mal heftig erwischt. Und vor zwei, drei Monaten hatte ich mir einen Infekt eingefangen. Aber dieses Virus war noch einmal fünf Nummern heftiger als eine normale Grippe.“ Er habe fünf Tage „komplett flach gelegen“, berichtete Kilian. „Ich bin ein Beispiel dafür, dass es auch jüngere Menschen hart erwischen kann. Mit diesem Virus ist nicht zu spaßen.“ Mittlerweile gehe es ihm aber besser. „Es sollte nicht mehr allzu lange dauern, bis ich wieder im Vollbesitz meiner Kräfte bin“, sagte Kilian.


23. März, 13.10 Uhr, Drittligist Münster beantragt Kurzarbeit: Preußen Münster stellt aufgrund der anhaltenden Corona-Krise auf Kurzarbeit um. Wie der Fußball-Drittligist am Montag mitteilte, haben „Mitarbeiter der Geschäftsstelle und der gesamte Profibereich“ dieser Maßnahme zugestimmt. Die „entsprechende Anzeige bei der zuständigen Behörde“ sei am Sonntag erfolgt. „In dieser absoluten Ausnahmesituation ist das ein bemerkenswerter Schulterschluss aller Beteiligten, die damit für den Zeitraum des Stillstandes auf einen erheblichen Teil ihres vereinbarten Arbeitsentgeltes verzichten müssen“, kommentierte Sport-Geschäftsführer Malte Metzelder. Zur Liquiditätssicherung und zur Kosteneinsparung will der Tabellen-Drittletzte zusätzliche Maßnahmen ergreifen.


23. März, 12.37 Uhr, Achraf Hakimi spielt Freundin fiesen Streich: Die BVB-Profis arbeiten derzeit im Homeoffice an ihrer Fitness. Achraf Hakimi spielt seiner Freundin einen fiesen Streich, Manuel Akanji ruft zu verantwortungsvollem Verhalten auf.

23. März, 11.34 Uhr, Hoffenheims Kapitän Hübner hofft auf Wiederaufnahme der Bundesliga: Kapitän Benjamin Hübner von der TSG 1899 Hoffenheim hat „wirklich“ die Hoffnung, dass die Bundesliga-Saison zu Ende gespielt wird. „Wir müssen diese Saison beenden, wenn es irgendwie geht“, sagte der 30-Jährige in einem „Kicker“-Interview (Montag). „Natürlich spielen wir alle am liebsten in vollen Stadien, aber es geht dann nicht um uns Spieler.“ In erster Linie gehe es aber um die Gesundheit aller, das habe oberste Priorität. „Unter einem Abbruch würden sehr viele Vereine und Menschen enorm leiden. Das sollte wirklich das letzte Mittel sein“, sagte Hübner weiter. Offiziell ausgesetzt ist der Spielbetrieb in der Bundesliga bis zum 2. April. Höchstwahrscheinlich wird es aber wohl für einen längeren Zeitraum keine Spiele geben. Einige Virologen rechnen sogar damit, dass es bis zum Jahresende keinen regulären Sportbetrieb mit Zuschauern gibt. Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga will an diesem Dienstag beraten.


22. März, 17.45 Uhr, BVB-Stürmer Haaland setzt auf Zusammenhalt:
Borussia Dortmunds Stürmer Erling Haaland setzt in der schwierigen Zeit der Coronavirus-Pandemie auf Zusammenhalt. „Diese Pandemie setzt uns allen mehr Stress und Unsicherheit aus als sonst. Wenn Sie sich heutzutage besonders ängstlich fühlen, sind Sie nicht allein“, schrieb der Norweger bei Instagram.

22. März, 14.56 Uhr, Dortmund-Fans danken Pflegekräften: Mit einer großen Plakataktion an den Brücken der B1 in Dortmund danken die BVB-Fans den in den Zeiten der Coronavirus-Pandemie besonders geforderten Pflegekräfte. Auf den Plakaten heißt es unter anderem: „Pflegekräften danken, heißt Löhne erhöhen“ und „Egal ob Pflegekraft oder Verkäuferin - Euer Einsatz gehört belohnt!“

Oliver Ricken, Mitglied der Dortmunder Ultra-Gruppierung „The Unity“, sagte der „Süddeutschen Zeitung“ im Namen des „Bündnis Südtribüne“: „Wir mussten was machen.“ Es gehe dabei nicht um eine Ruf-Korrektur der Ultras. „Das ist für uns total irrelevant.“ Es gehe vielmehr um Hilfe für Bedürftige. Auch in vielen anderen Städten beteiligten sich Fußballfans an der Aktion.

Sig Zelt, Sprecher des Bündnisses „ProFans“, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Ich hoffe, dass das auch den Ruf der Ultras etwas verbessert.“


22. März, 13.52 Uhr, 96-Boss Kind denkt über Salary Cap nach: Hannovers Mehrheitsgesellschafter Martin Kind hat sich in der Diskussion über die Lehren aus der Coronavirus-Krise für eine Gehaltsobergrenze im Profi-Fußball ausgesprochen. „Es gibt keine Denkverbote. Da gehört so ein Modell dazu“, sagte Kind am Sonntag in der TV-Sendung „Doppelpass“ von Sport1. Ein sogenannter Salary Cap ist zum Beispiel in die Profiligen in den USA bereits gängige Praxis. Vereine dürfen dort nur eine bestimmte Summe an Geld für die Gehälter der Spieler ausgeben. „Ich bin für einen Salary Cap“, sagte Kind. Zudem setzt der Boss des niedersächsischen Fußball-Zweitligisten wie die DFL auf Geisterspiele. Nur so könne sichergestellt werden, dass die nächste Rate der TV-Gelder ausgezahlt wird. Und ohne diese Gelder würde es für alle Vereine schwer, prophezeite Kind. „Ich kann schon jetzt sicher sagen: Dann wird kein Verein in der Lage sein, eine seriöse Finanzierung sicher zu stellen“, sagte Kind.


22. März, 13.29 Uhr, Weiterhin kein Mannschaftstraining beim BVB:
Beim BVB wird auch am Montag der Ball ruhen. Spieler und Trainerstab kommen in Brackel zusammen, um das weitere Vorgehen im Zeichen der Coronavirus-Pandemie zu besprechen.

22. März, 13.06 Uhr, BVB-Leihspieler Wolf bei Hertha BSC in Quarantäne: BVB-Leihspieler Marius Wolf befindet sich momentan wie die gesamte Mannschaft des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC in häuslicher Quarantäne - und kämpft dabei auch gegen die Eintönigkeit. „Man hält sich halt irgendwie bei Laune“, sagte der Verteidiger in einem Instagram-Video des Sky-Moderators Riccardo Basile am Samstagabend und meinte zu einer entsprechenden Frage: „Vorgestern war ich fast schon wirklich zehn Stunden an der PlayStation.“ Sein Tag bestehe momentan hauptsächlich aus Sport machen, Spielen an der Videokonsole und Filmschauen. Nach einem positiven Befund auf das Coronavirus bei einem Spieler der Profimannschaft von Hertha wurde für alle Spieler des Lizenzspieler-Kaders sowie das Trainer- und Funktionsteam eine 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet. Diese wird auch beibehalten, nachdem alle Tests des weiteren Profiteams negativ ausgefallen waren. Die Spieler halten sich unter anderem auf Spinning-Rädern fit. Während die Deutsche Fußball Liga zunächst bis zum 2. April die Spiele ausgesetzt hat, darf in Berlin bis zum 19. April nicht gespielt werden. Das hatte der Senat im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus beschlossen.


22. März, 12.45 Uhr, Appell von Kroos:
Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hat in der Coronavirus-Krise zur Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen. „Lasst es bitte, bleibt zu Hause!“, sagte er am Samstagabend bei Instagram an die Menschen gerichtet, die weiter viel in der Öffentlichkeit seien. Zwar würden sich die meisten schon an die Vorgaben der Behörden halten, sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid, aber es gebe einige „Unverbesserliche“. „Das verlängert diese ganze Situation nur und ist obendrein extrem gefährlich für alle, die zu dieser Risikogruppe gehören.“ Kroos und seine Team-Kollegen hatten sich vor zehn Tagen in Quarantäne begeben müssen, nachdem ein Spieler der Basketball-Mannschaft von Real positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Spielbetrieb in Spanien ist wie in Deutschland ausgesetzt.

22. März, 12.10 Uhr, Koch gegen vage Prognosen - Geisterspiele wohl nötig: DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat in der Debatte um die Länge der Corona-Zwangspause im deutschen Fußball vor unseriösen Prognosen gewarnt. „Wir sind klug beraten, von Tag zu Tag zu denken“, sagte Koch am Sonntag in der Sendung „Doppelpass“ von Sport1 und meinte: „Wichtig ist, keine Spekulationen anzustellen.“ Der erfahrene Funktionär berichtete, dass die Verantwortlichen beim Deutschen Fußball-Bund sowie bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) Szenarien im Hinterkopf hätten. Details verriet der 61-Jährige nicht. Die Bundesliga setzt vorerst mindestens bis Anfang April aus, eine Verlängerung der Zwangspause scheint alternativlos. Weil sich die Lage um Sars-CoV-2 aber täglich ändere und auch die Experten ihre Einschätzung regelmäßig anpassten, sei eine Prognose über die mittel- und langfristige Zukunft fast unmöglich. „Jahrelang hatten wir 80 Millionen Bundestrainer, momentan haben wir 80 Millionen Virologen“, sagte Koch im Hinblick auf öffentliche Meinungen und Äußerungen. Zugleich betonte Koch, der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) ist, die Rolle des Profifußballs in der Gesellschaft, an dem „zigtausend Arbeitsplätze“ hingen. DFL-Chef Christian Seifert hatte gesagt, dass eine Saisonfortsetzung zur Not ohne Zuschauer angestrebt werde, um den Klubs Einnahmen aus dem TV-Vertrag zu retten. Auch Koch sprach sich in so einem Fall für Geisterspiele aus. „Die Geister muss man in dem Fall rufen, es sei denn, man setzt die Existenzfähigkeit des Fußballs auf das Spiel“, sagte er. „Niemand will Spiele ohne Fußball-Fans, aber noch weniger wollen wir gar keinen Fußball.“


22. März, 11.20 Uhr, BVB startet digitalen Spieltag:
Borussia Dortmund startet mit dem digitalen Spieltag eine Unterstützungsaktion für Dortmunder Kneipen, Restaurants und Buden. Auf der Seite www.borussia-verbindet.de können die BVB-Fans auf einer virtuellen Standionweg-Karte Betriebe auswählen und Spenden tätigen. „Die Idee ist, dass unsere Fans am digitalen Spieltag ein bisschen von dem Geld, das sie normalerweise für die Wurst, ihr Bier oder den Kaffee vor oder nach dem Spiel gezahlt hätten, einfach direkt an den jeweiligen Betrieb spenden“, sagte Geschäftsführer Carsten Cramer.


22. März, 11.00 Uhr, Gosens eindringlicher Appell: Fußball-Profi Robin Gosens von Atalanta Bergamo hat ein dramatisches Bild der Lage im Norden Italiens durch die Coronavirus-Pandemie gezeichnet. „Das ist an Traurigkeit aktuell nicht zu überbieten, was bei uns passiert, leider Gottes“, sagte der deutsche Mittelfeldspieler im ZDF-„Sportstudio“. „Ein erschütternderes Beispiel gibt es aktuell nicht, und ich glaube, dass Einzige, was wir tun können, ist appellieren, appellieren daran, dass jeder Einzelne einfach zu Hause bleiben sollte“, betonte der 25-Jährige. Bergamo ist ein Zentrum der Pandemie mit zahlreichen Todesopfern. „Ich hoffe und bete, dass wir ein schreckliches Vorbild für andere Länder sein dürfen. Ich glaube, dass es eine Warnung sein sollte, sich in anderen Ländern so gut wie möglich auf so einen Zustand vorzubereiten“, sagte Gosens, der bis zum Abbruch der Spielzeit in Italien mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte. Er selbst befinde sich derzeit weiter in häuslicher Quarantäne. „Ich persönlich darf gar nicht rausgehen, seitdem bekannt wurde, dass 35 bis 40 Prozent der Valencia-Spieler infiziert sind“, berichtete Gosens. In der Champions League hatte Atalanta im Achtelfinale gegen den spanischen Club gespielt. „Das bedeutet, ich darf das Haus gar nicht verlassen. Ich habe nur meinen Hinterhof, wo ich meine Fitnessübungen mache und ein bisschen laufen gehe. Das ist dann mein Highlight des Tages, wo ich raus darf“, erzählte der per Video in die Sendung zugeschaltete Gosens.


22. März, 10.50 Uhr, Sportökonom sieht weiterhin hohen Wert der Superstars: Die Corona-Pandemie wird auch noch nicht absehbare Auswirkungen auf den Transfermarkt im Profi-Fußball in diesem Sommer haben. „Sicherlich wird es vorübergehend eine Delle geben“, sagt der Sportökonom Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule Köln der Deutschen Presse-Agentur. „Gerade für Spieler der zweiten Reihe werden wohl erstmal nicht mehr die Preise gezahlt werden wie zuletzt.“ Im Wirtschaftsreport der Deutschen Fußball Liga (DFL) wurde für die vergangene Saison in der Bundesliga ein Rekordwert von 675,1 Millionen Euro bei den Transfererträgen ausgewiesen. Bei der 2. Liga mit ebenfalls 18 Vereinen waren es 96,3 Millionen Euro. Der Sportökonom Breuer glaubt, dass die Preise für die Topspieler vermutlich nicht so stark einbrechen werden: „Die wenigen Superstars haben weiter einen so großen Wert für die Topclubs, dass die Nachfrage bei den finanzkräftigen Clubs hoch bleiben wird.“ Für die Topstars der Szene gibt es schließlich einen internationalen Markt. „Das sind ja auch häufig Clubs mit Investoren, die womöglich die finanzielle Krise auch ganz gut ausgleichen können“, sagt Breuer. Angesichts der sicheren Einnahmeverluste der Vereine selbst im Falle der von der DFL erhofften Geisterspiele in der aktuell unterbrochenen Saison werden die deutschen Proficlubs auch nach Möglichkeiten zur Kostensenkung suchen müssen. Die Kader könnten auch kleiner werden. Die Vereine werden sich genau überlegen, mit wie vielen Spielern man einen Kader bestücken kann“, prophezeit Breuer.

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