Nicht nur Aubameyang liebäugelt mit einem Transfer

BVB-Wechselkandidaten

Im Schatten der Verhandlungen über einen Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang geht unter, dass der BVB-Kader weiter deutlich zu groß ist. Für wechselwillige Kandidaten wird die Zeit knapp.

DORTMUND

, 25.01.2018, 06:23 Uhr / Lesedauer: 3 min
Nicht nur Aubameyang liebäugelt mit einem Transfer

Pierre-Emerick Aubameyang (Mitte, o.) hatte am Mittwoch sichtlich Spaß beim Training. Der Gabuner ist im Wartestand, wie auch die Innenverteidiger Marc Bartra (l.) und Neven Subotic (Mitte, u.). Andre Schürrle durfte in Berlin mal wieder durchspielen und betreibt derzeit Eigenwerbung. © Kirchner/Tim Rehbein

Als Peter Stöger im Dezember bei Borussia Dortmund vorgestellt wurde, trainierte er eine überschaubar große Gruppe. Die Hoffnung auf eine stabile Rückrunde verband der neue Coach mit der Rückkehr einiger Verletzter nach der kurzen Weihnachtspause. Mehr Spieler im Training gleich mehr Konkurrenz. Und mehr Konkurrenz hebe das Niveau. Eine ganz einfache Formel, fand Stöger.

Als der BVB am Freitag in Berlin antrat, musste Stöger trotz neuer Verletzter (Durm, Schmelzer, Guerreiro) gleich drei gestandenen Profis mitteilen, dass für sie kein Kaderplatz frei war. In Marc Bartra und Neven Subotic erwischte es zwei Innenverteidiger, auch Feingeist Mahmoud Dahoud sah die Partie vom heimischen Sofa aus. Eine weitere Zuspitzung droht, wenn allmählich auch noch die Verletzten wie Marco Reus oder Sebastian Rode zurückkehren.

Nur Bruun Larsen ist weg

In der Transfer-Hängepartie um Pierre-Emerick Aubameyang, der am Mittwoch im Training seine blendende Laune nach außen trug, geht ein wenig unter, dass Borussia Dortmunds Kader immer noch deutlich zu groß ist. Bislang hat nur Jacob Bruun Larsen (auf Leihbasis) den BVB verlassen, in Manuel Akanji ist ein externer Neuzugang allerdings noch hinzugekommen.

Dessen Verpflichtung hat vor allem die Position von Bartra und Subotic deutlich verschlechtert. Akanji mache einen hervorragenden Eindruck, erklärte Stöger am Mittwoch, weil sich aber der Aufwärtstrend bei Ömer Toprak nach der Winterpause fortsetzt und der Ex-Leverkusener neben dem gesetzten Sokratis so stabil agiert, wie man sich das von Saisonbeginn an gewünscht hätte, muss sich auch der Schweizer gedulden. Stöger hat keinen Grund, die Innenverteidigung aufzureißen - und er wird es nicht ohne Not tun.

Mit Spanien zur WM

Während Subotic seit Längerem mit seiner Rolle vertraut ist, abgesehen von einem kurzen Zwischenhoch in der Endphase von Trainer Peter Bosz, und sein Vertrag ohnehin im Sommer ausläuft, muss Bartra die Situation genau beobachten. Er möchte mit Spanien im Sommer zur WM, da wäre es nicht hilfreich, in Dortmund nur Bankdrücker zu sein.

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BVB-Training in Brackel am 24. Januar

24.01.2018
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Bilder des BVB-Trainings am 24. Januar.© Kirchner/Tim Rehbein
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Weil sich alles auf Aubameyang fokussiert, wird die Zeit knapp, sollte der Spanier Wechselabsichten hegen. Von einem Wechsel-Wunsch zurück in die Heimat war der Borussia zuletzt noch nichts bekannt, während Subotic unmittelbar vor einem Wechsel zu AS St. Etienne steht. Andre Schürrle, dessen Berater vor der Winterpause öffentlich einen Wechsel thematisiert hatte, scheint sich hingegen durchbeißen zu wollen. Er ist momentan einer der Nutznießer der Aubameyang-Situation. Weitere Wechselkandidaten gibt es eigentlich nicht. Erik Durm hat sich erneut verletzt, Sebastian Rode braucht noch eine Weile, um nach Schambeinentzündung fit zu werden.

"Sie sind enttäuscht, das ist klar"

Die Trainingsleistungen würden unter der noch ungeklärten Situation nicht leiden, meinte Stöger gelassen. „Sie sind enttäuscht, das ist klar. Aber sie müssen sich dieser internen Konkurrenz-Situation stellen.“ Er wolle sehen, „wer aufzeigt und sich bemerkbar macht. Für mich ist entscheidend, was auf dem Trainingsplatz passiert. Und da ist alles ziemlich stimmig.“

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Das gelte weiterhin auch für Aubameyang. Bis Mittwoch sei er angetan gewesen von den Trainingsleistungen des Gabuners, meinte Stöger, „wenn ich das Gefühl hätte, dass da jemand ist, der permanent stört, würde ich anders reagieren.“ Das Gefühl habe er aber nicht. So bleibt eine Kader-Rückkehr zum Heimspiel gegen den SC Freiburg (Sa., 15.30 Uhr, Signal Iduna Park) eine theoretische Möglichkeit. In den zähen Verhandlungen mit dem FC Arsenal deutete sich zumindest bis zum Mittwoch keine schnelle Entscheidung an.

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