Nuri Sahin zum fünften Mal nicht im BVB-Kader

"Nuri ist nicht abgeschrieben"

Für Nuri Sahin sind es derzeit beruflich schwierige Zeiten. Als der BVB am Dienstag mit dem neuen "Mannschaftsairbus" zum ersten Champions-League-Spiel des Jahres in Richtung Warschau abhob, saß er wieder einmal nicht mit an Bord. Zum fünften Mal im fünften Pflichtspiel der Saison hatte es der türkische EM-Teilnehmer nicht in den Kader der Borussia geschafft.

WARSCHAU

, 14.09.2016, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nuri Sahin zum fünften Mal nicht im BVB-Kader

Muss er sich derzeit hinten: Nuri Sahin.

Im hochkarätigen und in der Breite stark wie noch nie besetzten Aufgebot muss er sich derzeit hinten anstellen. BVB-Trainer Thomas Tuchel, der Sahin im Vorjahr auffallend häufig während der monatelangen Verletzungspause des 28-Jährigen gelobt hatte, erläuterte in Warschau erstmals ausführlicher die Gründe für die wiederholte Nicht-Berücksichtigung des zentralen Mittelfeldspielers.

"Spezialist für die Zentrale"

"Ich bin ein großer Verfechter davon, Auswahl auf der Bank zu haben", hob der 42-Jährige zu einer längeren Erklärung an, "im Optimalfall besetze ich sie so, dass die Spieler dort mehrere Positionen übernehmen können."

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Als Beispiel nannte Tuchel Matthias Ginter. "Er kann Innenverteidiger und Rechtsverteidiger spielen, aber auch im zentralen Mittelfeld auflaufen." Sahin aber sei ein "Spezialist für die Zentrale". Und das sei im Moment "ein kleiner Nachteil für ihn in der Kaderbenennung".

Ein kurzer Weg

Zugleich betonte der BVB-Trainer: "Nuri ist nicht abgeschrieben. Seine Persönlichkeit und seine Professionalität strahlen jeden Tag in die Mannschaft. Ich glaube daran, dass er weiter eine wichtige Rolle für uns spielt, auch jetzt." Es so zu sehen, sei schwierig für Sahin, "aber es ist ein kurzer Weg für ihn, dass er wieder spielen kann".  Wie kurz, das werden die kommenden Wochen zeigen.

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