Österreicher wollte eigentlich kein Fußball-Trainer werden

Sinneswandel bei Peter Stöger

BVB-Coach Peter Stöger hatte ursprünglich nicht vor, Fußballlehrer zu werden. Doch irgendwann hat ein Sinneswandel beim Österreicher stattgefunden. Was ihn doch dazu bewegt hat, eine Mannschaft zu trainieren, erklärte der 51-Jährige in einer Talkrunde.

Dortmund

, 06.02.2018, 17:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Peter Stöger (l.) gab Einblicke in sein Leben als Trainer einer Bundesliga-Mannschaft.

Peter Stöger (l.) gab Einblicke in sein Leben als Trainer einer Bundesliga-Mannschaft. © BVB/Alexandre Simoes

Es kursiert dieses Video im Internet. Es ist nicht ganz klar, aus welchem Jahr es genau stammt, vermutlich existiert es seit 2005. Auf jeden Fall ist es ziemlich alt, das steht fest. Und es ist echt, auch keine Frage. Jahrelang schlummerte es im Archiv des Österreichischen Rundfunks, kurz ORF, friedlich vor sich hin. Doch mittlerweile erlebt es eine kleine Renaissance, mittlerweile ist es fast 70.000 Mal angeklickt worden. Der ORF hat es zu Stögers Amtsantritt in Dortmund am 10. Dezember bei Facebook gepostet - und es erfreut sich großer Beliebtheit.

Stöger nicht an Trainerjob interessiert

Der kurze Filmausschnitt zeigt einen deutlich jüngeren Peter Stöger beim Spaziergang am Donauufer in Wien. Aus dem Hintergrund, dem Off, fragt eine Stimme, ob er sich schon mit der Karriere nach der aktiven Karriere als Fußballer beschäftigt habe. „Haben Sie schon daran gedacht?“ Der junge Peter Stöger antwortet ohne zu zögern. „Ganz sicher werde ich zu Beginn einmal nicht die Trainerlaufbahn einschlagen“, sagt er, „weil - das ist ein Job, der ist - nein, das interessiert mich nicht. Das ist kein Job für mich.“

Am Montagabend wurde der heute 51 Jahre alte Peter Stöger mal wieder von diesem Video eingeholt. Norbert Dickel ließ es sich als Moderator der Talkrunde „Brinkhoff’s Ballgeflüster“ nicht nehmen, den BVB-Trainer mit seinen kühnen Aussagen von damals zu konfrontieren. „Was hat denn zum Sinneswandel geführt?“, lautete die Frage des BVB-Stadionsprechers. „Ich hab‘ halt nix Anderes gefunden“, antwortete Stöger mit einem Grinsen und erntete viele Lacher. Er habe gespielt, bis er 37 war, meinte der Wiener. „Da hast du viele Trainer dabei gehabt, wo du dir gedacht hast: Was macht der und warum gewinnt der? Und du hast manche dabei gehabt, wo du dir gedacht hast: Der macht das richtig gut und warum verliert der?“

Eins zum anderen gekommen

Das Trainergeschäft sei manchmal schwierig und auch ungerecht. „Du kannst natürlich manches bewirken und einiges beeinflussen, aber am Ende des Tages haben es eben andere in der Hand beziehungsweise am Fuß.“ Bei ihm sei nach dem Karriereende einfach eins zum anderen gekommen. „Aber vielleicht finde ich ja doch nochmal was, das besser ist.“ Erneutes Grinsen, erneutes Gelächter.

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BVB-Training in Brackel am 6. Februar

06.02.2018
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BVB-Training in Brackel am 6. Februar.© Kirchner/Rehbein
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Schlagworte Borussia Dortmund,

Doch Stöger wurde auch ernst. Es gefalle ihm, mit jungen Menschen zu arbeiten, sie zu begleiten, zu fordern, zu unterstützen. „Es ist extrem spannend, aus einer Gemeinschaft etwas herauszuholen.“ Schwierig sei die extreme Kurzlebigkeit des Geschäfts. „Egal, wie lange dein Vertrag läuft, in der Bewertung von Trainern reden wir von Wochen. Wenn etwas funktioniert, musst du beweisen, dass es nächste Woche wieder funktioniert. Wenn es nächste Woche nicht funktioniert, musst du in der Woche drauf zeigen, dass du es auch anders kannst“, sagte Stöger, „dafür musst du schon sehr mit dir im Reinen sein.“ Bei diesen Worten grinste der BVB-Trainer nicht mehr. Gelächter gab’s auch nicht. Dafür aber viel Applaus.

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