Ohne Götze auf Wölfejagd

Borussia Dortmund

Ohne Mario Götze reist Borussia Dortmund nach Wolfsburg. Der BVB muss vor dem Gipfeltreffen mit den Bayern am nächsten Mittwoch seine gute Ausgangslage an der Liga-Spitze verteidigen – und den „Wölfen“ die Punkte abjagen.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch und Jana Schoo

, 06.04.2012, 18:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mario Götze muss sich weiter gedulden, ein Einsatz in Wolfsburg käme zu früh.

Mario Götze muss sich weiter gedulden, ein Einsatz in Wolfsburg käme zu früh.

Die Belastungen, die man dem 19-Jährigen momentan zumuten darf, müssen wohldosiert sein. Elf Wochen pausierte er mit einer Schambeinentzündung. Der BVB will nicht den Fehler machen, das aktuell größte Talent des deutschen Fußballs zu früh ins Rennen zu schicken. „Er fühlt sich gut“, berichtete Klopp. Man werde auch versuchen, seine Qualitäten in dieser Saison noch zu nutzen. „Aber wir werden nichts über den Zaun brechen.“ Deshalb wird Götze auch nicht beim Regionalliga-Spiel der BVB-Zweitvertretung gegen den 1. FC Köln II auf dem Rasen stehen, wie am Donnerstag spekuliert wurde. Es läuft alles auf eine Rückkehr des Nationalspielers am Mittwoch gegen die Bayern hinaus.

Wesentlich besser sind die kurzfristigen Perspektiven von Ilkay Gündogan. Der Sommer-Neuzugang aus Nürnberg ist in den vergangenen Wochen endgültig in Dortmund angekommen. Auch zuletzt gegen Stuttgart spielte er stark. Als der Sechser beim Stand von 2:0 ausgewechselt wurde, brachen beim BVB defensiv plötzlich alle Dämme. Klopp bekam dafür direkt nach der Partie einen Rüffel von einem Fan, als er gerade auf dem Weg zum Auto war. „Der Mann meinte, es sei ein Fehler gewesen, Ilkay runterzunehmen. Ich habe gesagt: ’tschuldigung“, berichtete Klopp launig. Gündogan wird in Wolfsburg in der Startelf verbleiben. Der regenerierte Sven Bender („Die alte Frische kommt langsam zurück“) kämpft mit Kapitän Sebastian Kehl um den zweiten Sechser-Posten. Einer von beiden muss auf die Bank.

Folgt man den jüngsten Trainingseindrücken, wird auch Kevin Großkreutz den Anpfiff aus einer Beobachterposition heraus betrachten. Der 23-Jährige wirkte zuletzt überspielt. Erstmals seit dem 11. Spieltag wird daher wohl Ivan Perisic wieder in der Startelf stehen. Der Kroate untermauerte zuletzt mit zwei Joker-Treffern seinen Wert – und bekommt nun die Möglichkeit zu beweisen, dass er auch von der ersten Minute an einen Gewinn für seine Elf darstellen kann.  Egal wer spielt, „wir werden Einen raushauen, der sich gewaschen hat“, kündigte Klopp am Donnerstag an. Und das wird auch nötig sein. Denn die seit fünf Spielen ungeschlagenen „Wölfe“ sind längst nicht mehr so eine leichte Beute wie noch beim spielerisch-leichten 5:1 in der Hinrunde

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