Paris St. Germain wildert in Dortmund – so reagiert der BVB

Borussia Dortmund

Paris St. Germain wildert im Revier von Borussia Dortmund. Doch der BVB bleibt gelassen – denn er weiß um die eigene Stärke.

Dortmund

, 17.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Paris St. Germain wildert in Dortmund – so reagiert der BVB

Paris St. Germain eröffnet eine Akademie in Dortmund. Lars Ricken bleibt als Jugendkoordinator des BVB gelassen. © Groeger

Nur 12 Kilometer sind es per Auto von der Sportanlage des TuS Bövinghausen im Dortmunder Westen bis zum Signal Iduna Park. Und doch sind es zwei Fußball-Welten, die sich ab September auf der kurzen Distanz Konkurrenz machen. Der BVB als großer Platzhirsch auf der einen Seite. Und Paris St. Germain auf der anderen Seite.

Die „PSG Academy“ des Serienmeisters von der Seine eröffnet am 1. September in Bövinghausen - und wildert damit auf der Suche nach Fußballtalenten im Revier der Borussia. Regelmäßige Trainings- und Feriencamps wollen die Franzosen, die auf Trainer aus der Region setzen, abhalten. Womöglich greifen die Vertreter des Scheich-Klubs künftig also in Dortmund und der Region hochbegabte junge Spieler ab, die sonst zur Borussia gekommen wären.

BVB bleibt gelassen - und nimmt es sportlich

Die neue, extrem zahlungskräftige Konkurrenz aus Paris vor der eigenen Haustür bringt Lars Ricken aber nicht aus der Ruhe. Schon im Juni hatte er sich am Rande des U17-Finals zum PSG-Vorhaben geäußert. Der Nachwuchskoordinator des BVB nimmt es auch jetzt sportlich. „Das Scouting von Talenten läuft ohnehin längst im europäischen Rahmen und ist nicht mehr regional beschränkt“, sagte Ricken auf Anfrage unserer Redaktion.

„Ich glaube, dass Borussia Dortmund in der Region mehr zieht.“
Lars Ricken

Zu wichtigen Spielen oder Turnieren würden Dutzende Scouts aller namhaften Klubs anreisen. Auch der BVB verfüge über ein europaweites Netz von Spielebeobachtern. „Wir nehmen es also gelassen zur Kenntnis, was PSG in Dortmund und anderen Städten jetzt macht. Ich glaube, dass Borussia Dortmund in der Region mehr zieht und wir werden versuchen, unseren Job weiter so überzeugend zu machen wie bislang“, erklärt Ricken.

Ricken: „Werden das im Auge behalten“

Zudem sei es aufgrund diverser Fifa-Statuten extrem schwierig, ausländische Talente unter 16 Jahren verpflichten zu können. „Die Zeit wird zeigen, ob PSG sein Projekt wirklich mit Leben füllen kann. Wir werden das im Auge behalten“, sagte Ricken.

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