Passlack ein Gewinner - Sahin der Verlierer

BVB-Vorbereitung

Noch zwei Tage, dann rollt für Borussia Dortmund wieder der Ball in der Fußball-Bundesliga. In der Sommerpause hat sich viel getan beim Vize-Meister, der bislang fünf Spieler abgegeben und gleich acht Neue hinzugeholt hat. Wir durchleuchten die einzelnen Mannschaftsteile und nennen Gewinner und Verlierer der Vorbereitung.

DORTMUND

, 25.08.2016, 06:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Passlack ein Gewinner - Sahin der Verlierer

Felix Passlack (l.) im Zweikampf mit Robert Lewandowski.

Tor: Roman Bürki bekommt den Nummer-1-Status zusätzlich zur Bundesliga auch in der Champions League - ein logischer Schritt. Roman Weidenfeller bleibt der zuverlässige Backup, der im deutschen Pokal Wettkampf-Praxis sammeln darf.

Abwehr: Sokratis ist nach dem Weggang von Mats Hummels der neue Abwehrchef. Marc Bartra dürfte neben ihm auflaufen. Der Spanier soll Hummels ersetzen, der Supercup und das Pokalspiel in Trier zeigten, dass er die Anlagen dazu hat. Mikel Merino muss sich derweil hinten anstellen, auch den Olympiafahren Ginter und Bender droht zunächst die Bank. Während sich Raphael Guerreiro zum Auftakt wohl noch nicht in der Startelf wiederfinden dürfte, könnte es auf der rechten Seite eine Überraschung geben: Felix Passlack macht dort Druck auf Lukasz Piszczek.

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Defensives Mittelfeld: Julian Weigl hat sich seinen Traum von der EM-Teilnahme erfüllt - das könnte ihn zum Auftakt freilich den Stammplatz vor der Abwehr kosten. Sebastian Rode bringt dort Robustheit und spielerische Klasse mit. Gonzalo Castro würde im 4-2-3-1 die Achterposition besetzen und ist gesetzt. Trainer Thomas Tuchel hat allerdings auch ein 4-1-4-1 getestet. Dann würde Castro vorrücken. Verlierer der Vorbereitung ist Nuri Sahin. Sowohl im Supercup als auch im Pokal war für ihn nicht einmal Platz im 18er-Kader.

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Offensives Mittelfeld: Obwohl Marco Reus wohl erst Ende September zur Verfügung stehen wird, hat Tuchel reichlich Auswahl und kann aus einem großen Fundus schöpfen. André Schürrle legt von Tag zu Tag zu und drängt sofort in die Startelf. Mario Götze haben muskuläre Probleme zuletzt zurückgeworfen, das spricht zunächst für Shinji Kagawa auf der Zehn. Auf der rechten Seite hat Tuchel reichlich experimentiert, das spricht auch dafür, dass er die Ideallösung dort noch nicht gefunden hat.

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Ousmane Dembélé hat wie Emre Mor Potenzial, unübersehbar aber auch noch taktische Defizite. Adrian Ramos wurde von Tuchel mehrfach auf der Seite getestet - seine favorisierte Position ist dies aber nicht, im Dribbling und Eins-gegen-Eins fehlt ihm nicht nur Tempo. Erstaunlicherweise muss sich Christian Pulisic nach einer bemerkenswerten letzten Saison bislang hinten anstellen. Dass ihm diese Situation zu schaffen macht, war ihm anzumerken.

 

Sturm: Pierre-Emerick Aubameyang ist unantastbar, auch wenn er in einigen Tests äußerst fahrlässig selbst mit besten Gelegenheiten umgegangen ist. Ramos ist sein Stellvertreter, durch die Verpflichtung von Schürrle und Götze bieten sich Tuchel hier aber auch weitere Möglichkeiten.

Bank: Schon zu Saisonbeginn wird es etliche Härtefälle geben. Sahin, Park und Merino schafften es im Pokal nicht in den Kader, jetzt stoßen noch die Olympiafahrer Bender und Ginter hinzu. Dortmunds Bank könnte sich im Saisonverlauf zum echten Trumpf für Thomas Tuchel erweisen. Er kann auf jeder Position und für jede taktische Anforderung aus einem prall gefüllten Topf an Spielern wählen. 

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