Peer Kluge über Abstiegskampf und FCN-Konzept

Der BVB-Gegner

DOORTMUND Peer Kluge kennt sich aus im Abstiegskampf. Mit Gladbach musste er in die 2. Liga, als er zum 1. FC Nürnberg wechselte, ging es sofort eine Etage tiefer. Kluge hat den Franken danach die Treue gehalten und mitgeholfen, sofort wieder aufzusteigen. Samstag kommt der „Club“ in den Signal Iduna Park – der 29-Jährige erklärt, warum Nürnberg nur um die Existenz spielen kann.

von Von Dirk Krampe

, 04.12.2009, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Peer Kluge, hier noch im Dress des 1. FC Nürnberg, soll den verletzten Jermaine Jones ersetzen.

Peer Kluge, hier noch im Dress des 1. FC Nürnberg, soll den verletzten Jermaine Jones ersetzen.

Hoffentlich nicht. Der Abstieg mit Nürnberg war ja auch vollkommen überflüssig. Als ich gekommen bin, waren wir gerade Pokalsieger geworden und hatten ganz andere Ziele.

Nein. Ich bin nach außen nicht der Lautsprecher, aber wenn es intern oder auf dem Platz was zu sagen gibt, mache ich den Mund auch auf.

Schaut man sich die Spiele an, wird deutlich, dass uns die Rolle der spielbestimmenden Mannschaft nicht so sehr liegt. Das hat auch das 0:1 gegen Freiburg gezeigt. In Wolfsburg, als wir 3:2 gewonnen haben, war es ein ganz anderes Spiel. Da hatten wir die Räume, die wir brauchen.

Das verhagelt uns die Bilanz, ganz klar. Wenn wir die Heimspiele gegen Bochum, Hannover und Freiburg gewonnen hätten, wäre alles in Ornung.

Auf jüngere Spieler zu setzen, ist Teil des Konzepts beim FCN. Ich würde nicht sagen, dass der Kader insgesamt zu jung ist. Diekmeier und Maroh gehörten zur Aufstiegstruppe. So grün sind die nicht.

Am Anfang, speziell beim ersten Spiel gegen Schalke (1:2), war das so. Da waren wir zu blauäugig. Wir haben mittlerweile ein wenig umgestellt und unser Spiel angepasst.

Authentisch, mit einer klaren Zielvorgabe. Er weiß, was er will. Und er kann laut werden, wenn ihm was nicht passt – obwohl er ein eher ruhiger Typ ist.

Würde ich so nicht sagen. Im Zweitliga-Aufstiegsjahr noch unter Michael Roth lief ja auch nicht alles planmäßig. Und da herrschte trotzdem Ruhe. Der Verein weiß, dass er sich langfristig nur über die gute Jugendarbeit in der Liga konsolidieren kann. Diesen Weg gehen wir. Und wir wissen, dass es Rückschläge geben kann.

Mit den Verhandlungen haben wir es echt nicht eilig, es hat noch keine Gespräche gegeben. Aber wir halten die Liga, da bin ich total sicher.

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