Perfekter BVB-Saisonstart - mit Luft nach oben

Pluspunkte und Potenziale

Vier Spiele, vier Siege, zwölf Punkte und 9:2 Tore: Borussia Dortmund ist perfekt aus der Startlöchern gekommen und führt das Bundesliga-Tableau an. Wir werfen einen Blick auf die Dinge, die bereits gut laufen - und sagen, wo noch Steigerungspotenzial vorhanden ist.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 04.09.2013, 12:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Trainer Jürgen Klopp gibt am 15.09.2014 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) eine Pressekonferenz. Der BVB trifft am 16.09. in der Gruppenphase der UEFA Champions League auf den FC Arsenal aus London. Foto: Bernd Thissen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

BVB-Trainer Jürgen Klopp gibt am 15.09.2014 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) eine Pressekonferenz. Der BVB trifft am 16.09. in der Gruppenphase der UEFA Champions League auf den FC Arsenal aus London. Foto: Bernd Thissen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Pierre-Emerick Aubameyang traf dreimal in Augsburg, Henrikh Mkhitaryan doppelt in Frankfurt, Sokratis sorgte gegen Braunschweig und bei der Eintracht für defensive Stabilität - die Bilanz der drei Neuen kann sich sehen lassen. Das Trio hat den BVB-Fußball erstaunlich schnell verstanden und konnte andeuten, dass die hohen Ablösesummen nicht zu Unrecht investiert wurden.

Die Möglichkeiten von BVB-Trainer Jürgen Klopp sind vielfältiger als in der Vorsaison. Allein in der Offensive kann er sich je nach Bedarf und Situation zwischen diversen Varianten entscheiden, weil der Kader in der Spitze breiter geworden ist. In Aubameyang oder Youngster Jonas Hofmann stehen zwei neue und starke Alternativen bereit. Auch im defensiven Mittelfeld und der Innenverteidigung kann Klopp gut auf verletzungsbedingte Ausfälle oder schwache Leistungen - wie zuletzt in Frankfurt bei der Auswechslung von Mats Hummels - reagieren.

Es ist ein altes Lied in Dortmund, das mittlerweile jeder Fan aus dem Effeff kennt. Die Borussen erspielten sich auch an den ersten vier Spieltagen zahlreiche Tor-Möglichkeiten, die sie aber zu häufig ungenutzt verstreichen ließen. "Wir müssen unsere Angriffe besser zu Ende spielen", forderte Stürmer Robert Lewandowski etwa nach dem viel zu knappen 1:0-Sieg über Bremen. 15 Prozent aller Schüsse gingen bislang ins Tor - das bedeutet nur Platz elf in der Bundesliga.

In der Vorsaison zählte das Defensivverhalten nach gegnerischen Ecken und Freistößen zu den Schwachpunkten im Dortmunder Spiel. Daran hat sich bislang nichts Entscheidendes geändert. Gegen Braunschweig kassierte man ein Gegentor nach einer Ecke, gegen Frankfurt köpfte Anderson im Anschluss an einen Eckball an den Pfosten. Die Arbeit auf dieser Baustelle ist noch nicht beendet – und das gilt auch für die Offensivstandards, die früher eine echte BVB-Waffe waren.

Es ist wenig verwunderlich, dass das Zusammenspiel in dieser frühen Phase der Saison noch nicht zu 100 Prozent stimmt, zumal Verletzungen (Mkhitaryan, Gündogan) das Einspielen erschwerten. Luft nach oben besteht etwa in der Abstimmung zwischen Mkhitaryan und Robert Lewandowski, auch Kevin Großkreutz muss vor allem in der Offensive noch in seine neue Rolle als Rechtsverteidiger hineinwachsen. Dennoch: Die Basis für eine erfolgreiche Saison ist gelegt.

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