Peter Bosz will Supercup gegen Bayern gewinnen

Kein Angebot für Dembele

Peter Bosz weiß: Da ist noch viel Luft nach oben. Zunächst bezieht sich das auf seine Deutsch-Kenntnisse, für die er ein Kompliment bekommen hatte. Er erweitert dann aber die Aussage. "Mein Deutsch ist noch nicht gut genug. Genau wie unsere Spielweise." Das soll sich mit dem ersten Heimspiel am Samstag am besten schon ändern.

DORTMUND

, 04.08.2017 / Lesedauer: 3 min
Peter Bosz will Supercup gegen Bayern gewinnen

Fokus auf den Supercup: Ousmane Dembele, hier im Duell mit Mats Hummels, trifft mit dem BVB am Samstag auf Bayern München. Von Spekulationen über einen Wechsel zum FC Barcelona lässt sich sein Trainer nicht beirren.

Vier Wochen arbeitet der neue BVB-Trainer mit seiner Mannschaft, mittelmäßige und schwache Leistungen in Testspielen hat er dabei gesehen, seine „Jungs“ immer besser kennengelernt. Selbst wenn der Supercup am Samstag, zu dem der DFB-Pokalsieger den Deutschen Meister FC Bayern München im Prestigeduell empfängt, keinen großen sportlichen Stellenwert hat, steht für den 53-jährigen Niederländer fest, dass die Zeit für Experimente morgen um 20.30 Uhr beendet ist. „Ich will gewinnen“, sagt er klipp und klar. „Ich hasse es, zu verlieren.“

"Muss das nur genießen"

Vor seinem ersten Heimspiel vor der Gelben Wand („Ich glaube, man muss das nur genießen. Ich freue mich darauf.“) wächst die Anspannung an, zumal es ein Kräftemessen mit dem Erzrivalen aus dem Süden ist. Das macht es noch prickelnder. „Es wird so langsam wieder ernst“, meint BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.  

Damit meinte Watzke den nahenden Saisonstart und keinesfalls die aufkeimenden Gerüchte auf dem internationalen Transfermarkt. Da betiteln die spanischen Zeitungen ihre Ausgaben mit den Nachfolge-Kandidaten für den abwanderungswilligen Neymar vom FC Barcelona. Neben Philippe Coutinho (25, FC Liverpool) taucht dort permanent auch Ousmane Dembélé auf. Borussias 20-jähriger Senkrechtstarter und Spieler der Saison hat aus seiner Verehrung für Barca nie einen Hehl gemacht. Und wo unmoralisch große Summen im Raum stehen ...

Reine Spekulationen 

Beim BVB ist jedenfalls keine Anfrage aus Spanien für Dembélé eingegangen, und solange beschäftigt sich Trainer Bosz auch nicht mit solchen Spekulationen, wie er glaubhaft darlegt. „Das bringt mir nichts. Wenn ich mir Gedanken machen müsste über alles, was passieren könnte, käme ich nicht zum Schlafen.“ Übernächtigt sieht der Niederländer, obwohl weiterhin auf der Suche nach einem Haus in Dortmund, aktuell nicht aus.

Gedanken macht er sich hingegen über den Vorbereitungsstand seiner Mannschaft. „Es läuft noch nicht hundertprozentig.“ Offensiv wie defensiv agierte der BVB in jetzt sechs Testspielen weit entfernt von Perfektion. Allein die ersten 60 Minuten gegen Milan (3:1) und die Schlussphase beim VfL Bochum (2:2) ließen erahnen, zu welchen Taten der BVB, der keinen Leistungsträger abgegeben hat, fähig ist. Morgen soll die Luft nach oben wieder etwas knapper werden, so wünscht es sich Bosz. „Das ist ein Cup, den wir gerne gewinnen wollen. Wir werden alles dafür tun.“

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt