Pfiffe gegen Aubameyang - Zorc stellt klare Forderungen

BVB-Comeback gegen Freiburg

Mit Pfiffen begrüßen die BVB-Fans vor dem Spiel gegen den SC Freiburg den in den Kader zurückgekehrten Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang begrüßt. Sportdirektor Zorc nennt klare Voraussetzungen für einen Transfer zum FC Arsenal.

DORTMUND

, 27.01.2018 / Lesedauer: 3 min
Pfiffe gegen Aubameyang - Zorc stellt klare Forderungen

Daumen hoch! Pierre-Emerick Aubameyang kehrte gegen Freiburg zurück in den BVB-Kader. © imago

Exakt eine Stunde vor dem Anpfiff gibt es in den Stadien der Bundesliga in der Regel die Mannschaftsaufstellungen. Selten wurde die in Dortmund so mit Spannung erwartet wie vor der Partie gegen den SC Freiburg. Und um Punkt 14.30 Uhr beseitigte der BVB per Twitter die letzten Zweifel: Pierre-Emerick Aubameyang, um den sich seit nunmehr zwei Wochen permanente Wechsel-Spekulationen ranken, kehrte in die Startelf zurück.

"Besprochen und akzeptiert"

Knappe 30 Minuten später betrat Aubameyang den Rasen des Signal Iduna Parks. Weiterhin gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es der letzte Auftritt des Stürmers aus Gabun als Spieler des BVB gewesen sein könnte - der Wechsel des Torschützenkönigs zum FC Arsenal entwickelt sich allerdings immer mehr zum Nervenspiel angesichts des näher rückenden Endes der Winter-Transferperiode am 31. Januar.

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Denn die Fronten sind verhärtet. "Entweder werden unsere Forderungen erfüllt, dann kann es noch einen Transfer geben. Oder aber, sie werden nicht erfüllt und Auba spielt bis zum Sommer in Dortmund", erklärte BVB-Sportdirektor Michael Zorc bei "Sky". So sei es auch mit der Familie Aubameyang "besprochen und akzeptiert".

Parameter müssen vollumfänglich erfüllt sein

Zorc machte keinen Hehl aus seinem Unmut über das starre Verhandlungs-Gebaren der Engländer. "Wir haben eine klare Position. So wie im Sommer im Fall des FC Barcelona. Wir sind bereit, unter gewissen Parametern einen Transfer zu realisieren. Aber auch nur dann, wenn diese Parameter vollumfänglich erfüllt sind." Arsenal, so Zorc, habe mehrere Versuche gestartet. "Wir haben alle abgelehnt."

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Auf der Tribüne kundeten einige Plakate von dem Frust, den das Thema Aubameyang auch in Fankreisen hervorgerufen hat. "Ein guter Mensch in einem Scheißgeschäft. Danke, Neven", stand auf einem. Das war ganz deutlich auch eine Anspielung auf den Mann aus Gabun, der die Identifikation mit Borussia Dortmund, wie sie Subotic über fast zehn Jahre gelebt hat, nicht an den Tag legen mag.

"Schlüssige" Entscheidung

Als Aubameyang mit dem restlichen Kader den Rasen betrat, gab es nur einige wenige Pfiffe und den gewohnten Support für die gesamte Gruppe. Das änderte sich nicht wesentlich, als Stadionsprecher Norbert Dickel um 15.26 Uhr die BVB-Mannschaftsaufstellung verlas. Das Pfeifkonzert war vernehmlich, hielt sich aber noch in Grenzen.

Für Trainer Peter Stöger war es keine schwere Entscheidung, Aubameyang für die Startelf zu nominieren. "Er hat sich vorbildlich verhalten in dieser Woche. Ich bin angetreten, um den BVB in die Champions League zu führen. Er ist ein wichtiger Spieler, der Tore schießt. Das hat und zuletzt gefehlt", meinte der Österreicher. "Für mich war es eine schlüssige Entscheidung."

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