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Piszczek beendet die Dortmunder Ergebnis-Krise

Gefeierter Held

Weit mehr als alle Äußerungen nach Spielschluss dokumentierten die Sekunden nach dem 2:1-Siegtreffer des BVB beim FSV Mainz 05 die Dortmunder Glücksgefühle. Siegtorschütze Lukasz Piszczek (26) wurde unter einer Traube aus Menschen in schwarzgelben Trikots begraben, an der Seitenlinie kriegte sich Trainer Jürgen Klopp (44) gar nicht mehr ein.

MAINZ

von Von Dirk Krampe

, 25.09.2011, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alle auf einen: Nach seinem Glückstreffer zum 2:1 in der Schlussminute wurde Lukasz Piszczek (verdeckt) von einer Traube aus jubelnden Dortmundern begraben. Die gute Nachricht: Der Pole hat überlebt

Alle auf einen: Nach seinem Glückstreffer zum 2:1 in der Schlussminute wurde Lukasz Piszczek (verdeckt) von einer Traube aus jubelnden Dortmundern begraben. Die gute Nachricht: Der Pole hat überlebt

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Fußball-Bundesliga: FSV Mainz 05 - BVB

Der Deutsche Meister Borussia Dortmund gewann sein Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 durch ein Last-Minute-Tor von Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek verdient mit 2:1.
24.09.2011
/
Jakub Blaszczykowski (l.) und Ivan Perisic (r.) jubeln mit Lukasz Piszczek.© Foto: Bielefeld
Roman Weidenfeller (l.) und Neven Subotic (M.) jubeln mit Lukasz Piszczek.© Foto: DeFodi
Dortmunder Jubel nach dem 2:1 durch Lukasz Piszczek.© Foto: dpa
BVB-Kapitän Sebastian Kehl jubelt nach Spielende.© Foto: DeFodi
Lukasz Piszczek (l.) erzielte in Mainz seinen ersten Bundesliga-Treffer im BVB-Trikot.© Foto: DeFodi
Alle auf einen: Nach seinem Glückstreffer zum 2:1 in der Schlussminute wurde Lukasz Piszczek (verdeckt) von einer Traube aus jubelnden Dortmundern begraben. Die gute Nachricht: Der Pole hat überlebt© Foto: dpa
Dortmunder Jubel nach Spielende.© Foto: DeFodi
Dortmunder Jubel nach dem 2:1 durch Lukasz Piszczek (r.).© Foto: dpa
Rund 4000 Fans begleiteten den BVB nach Mainz.© Foto: DeFodi
Starke Partie in Mainz: Roman Weidenfeller.© Foto: dpa
Schwarzgelbe Jubeltraube nach dem Last-Minute-Treffer von Lukasz Piszczek.© Foto: dpa
Mainzer Enttäuschung nach dem Schlusspfiff.© Foto: dpa
Mainzer Enttäuschung nach dem Schlusspfiff.© Foto: dpa
Jubel in der Fankurve (v.l.): Ilkay Gündogan, Chris Löwe, Sebastian Kehl und Roman Weidenfeller.© Foto: dpa
Robert Lewandowski (2.v.r.) vergab im ersten Durchgang freistehend die große Chance zum 1:1.© Foto: dpa
Luftduell zwischen Ilkay Gündogan (l.) und Eugen Polanski.© Foto: dpa
Nicolai Müller (l.) bejubelt seinen ersten Bundesliga-Treffer.© Foto: dpa
Mainzer Jubel nach dem 1:0.© Foto: dpa
Niko Bungert (l.) stoppt Mats Hummels.© Foto: dpa
Shinji Kagawa (r.) setzt sich gegen Julian Baumgartlinger durch.© Foto: dpa
Neven Subotic (l.) im Luftduell mit Eric Maxim Choupo-Moting.© Foto: dpa
Nach seiner Rotsperre wieder in der BVB-Startelf: Mario Götze (r.).© Foto: dpa
Gute Laune vor dem Anpfiff: Thomas Tuchel (l.) und Jürgen Klopp.© Foto: dpa
Lucas Barrios (r.) feierte in Mainz sein Comeback.© Foto: Bielefeld
Die beiden Dortmunder Torschützen jubeln.© Foto: Bielefeld
Ivan Perisic (2.v.l.) erzielte in Mainz seinen ersten Bundesliga-Treffer.© Foto: Bielefeld
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Vor allem der Deutsche Meister nicht, der vor dem zweiten Auftritt in der Champions League und nach zwei Bundesliga-Pleiten in Serie unbedingt die „Ergebnis-Krise“ (Sportdirektor Michael Zorc) beenden wollte. 65 Prozent Ballbesitz vereinte der BVB auf sich, weil auch Mainz vor der Abwehr einen dichten Riegel aufbaute und sich im eigenen Stadion auf Konterfußball verlegte. „Ein Punkt“, meinte daher auch Klopp, „war ja nach dem unglücklichen Rückstand fast schon das Minimum.“

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Der Deutsche Meister Borussia Dortmund gewann sein Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 durch ein Last-Minute-Tor von Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek verdient mit 2:1.
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Jakub Blaszczykowski (l.) und Ivan Perisic (r.) jubeln mit Lukasz Piszczek.© Foto: Bielefeld
Roman Weidenfeller (l.) und Neven Subotic (M.) jubeln mit Lukasz Piszczek.© Foto: DeFodi
Dortmunder Jubel nach dem 2:1 durch Lukasz Piszczek.© Foto: dpa
BVB-Kapitän Sebastian Kehl jubelt nach Spielende.© Foto: DeFodi
Lukasz Piszczek (l.) erzielte in Mainz seinen ersten Bundesliga-Treffer im BVB-Trikot.© Foto: DeFodi
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Dortmunder Jubel nach dem 2:1 durch Lukasz Piszczek (r.).© Foto: dpa
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Starke Partie in Mainz: Roman Weidenfeller.© Foto: dpa
Schwarzgelbe Jubeltraube nach dem Last-Minute-Treffer von Lukasz Piszczek.© Foto: dpa
Mainzer Enttäuschung nach dem Schlusspfiff.© Foto: dpa
Mainzer Enttäuschung nach dem Schlusspfiff.© Foto: dpa
Jubel in der Fankurve (v.l.): Ilkay Gündogan, Chris Löwe, Sebastian Kehl und Roman Weidenfeller.© Foto: dpa
Robert Lewandowski (2.v.r.) vergab im ersten Durchgang freistehend die große Chance zum 1:1.© Foto: dpa
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Nach seiner Rotsperre wieder in der BVB-Startelf: Mario Götze (r.).© Foto: dpa
Gute Laune vor dem Anpfiff: Thomas Tuchel (l.) und Jürgen Klopp.© Foto: dpa
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Die beiden Dortmunder Torschützen jubeln.© Foto: Bielefeld
Ivan Perisic (2.v.l.) erzielte in Mainz seinen ersten Bundesliga-Treffer.© Foto: Bielefeld
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Den hatte sich Dortmund – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – selbst eingebrockt, als Piszczek im eigenen Strafraum einen Harakiri-Pass spielte und Nicolai Müller die verdutzten Neven Subotic und Hummels im Liegen mit einem gedankenschnellen Schuss in den Winkel düpierte (33.).

Piszczek, Dortmunds gefallener Held, wurde am Ende doch noch zum gefeierten Helden, als er Heinz Müllers Faustabwehr aus gut 25 Metern volley aufs Mainzer Tor zog. Ein Verzweiflungsschuss, mehr nicht, doch dieser Ball war in diesem Moment offenbar dazu bestimmt, irgendwie doch den Weg ins Tor zu finden – Piszczeks erster Bundesliga-Treffer („Das ist ein toller Moment für mich“) für den BVB und der erste BVB-Sieg in der Fremde seit dem 26. Februar, dem 3:1 von München. „Am Freitagabend“, frotzelte Sebastian Kehl (31), „habe ich ihn noch gefragt, wann er denn endlich mal treffen würde für uns.“ Die großen Emotionen spiegelten vor allem die große Erleichterung wider. 22 Torschüsse gab der BVB ab, das erinnerte schon eher an die vergangene Saison, in der Dortmund nicht nur dominant auftrat, sondern auch konsequent im Abschluss. Doch auch in Mainz blieb es dabei: Das Spiel des BVB hat sich verändert.

Inspirierten Hurra-Fußball spielt der Klub nur noch selten, weil mit Nuri Sahin der Ideengeber noch nicht gleichwertig ersetzt werden konnte und an vielen kleinen Stellen ein paar Prozent fehlen. Dortmund erarbeitet sich die Siege, Samstag bewies der BVB auch Geduld, was ja durchaus auch ein Qualitätsmerkmal ist. „Das war ein sehr, sehr guter Neuanfang“, wertete daher Michael Zorc, „wir haben unsere Linie nicht verlassen und den Sieg erzwungen.“ Dass schon der Ausgleichstreffer durch eine starke Einzelleistung des vor der Pause noch völlig abgetauchten Ivan Perisic (64.) dem Spielverlauf mehr als entsprach, war unstrittig. Der BVB investierte mehr und wollte den Sieg, ließ aber nach Fehlpass des schwachen Gündogan die Konter-Großchance durch Ivanschitz zu (83.) und hatte dort wie bei Ujahs von Hummels gebremstem Solo (82.) endlich auch mal Glück.

Es war ein Sieg, der unheimlich süß schmeckte. „Wir“, meinte Jürgen Klopp und ging zufrieden in die Kabine, „haben doch gar nicht mehr gewusst, wie sich so ein Dreier anfühlt.“

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