Piszczek über seine BVB-Zukunft: Ende Januar oder Anfang Februar weiß ich mehr

Borussia Dortmund

Lukasz Piszczek ist nach Marcel Schmelzer der dienstälteste BVB-Profi. Im Sommer läuft sein Vertrag aus. Bald soll die Entscheidung fallen, wie es weitergeht.

Dortmund

, 16.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schnürt Lukasz Piszczek auch in der kommenden Saison die Schuhe für den BVB?

Schnürt Lukasz Piszczek auch in der kommenden Saison die Schuhe für den BVB? © Kirchner-Media

Wuchtig stellt er seinen Körper zwischen sich und Klaas-Jan Huntelaar. Der Blick geht nach oben: Wo ist der Ball? Eine kurze Berührung mit der Stirn, dann geht es schnell. Den Ball vorgelegt, Lukasz Piszczek hinterher, kein Blick nach oben, der Pole ist auf den Ball fixiert. Eine schnelle Drehung, ein satter Schuss mit dem linken Fuß.

Piszczek-Treffer ebnet den BVB-Weg zur Meisterschaft

Vom linken Strafraumrand wuchtet Piszczek den Ball in die gegenüberliegende Ecke, sein schönstes Tor für den BVB, wie er jetzt dem Fan-Portal „schwatzgelb.de“ erzählte: „Das war keine einfache Position, und dass der Ball am Ende im Tor gelandet ist, war sehr, sehr schön. Ab und zu schaue ich mir das Tor nochmal an.“

Mit dem 1:1-Ausgleichstreffer gegen den FC Schalke 04 ebnete Piszczek damals den Weg zum 2:1-Sieg gegen den Erzrivalen und zur achten Deutschen Meisterschaft, die der BVB einen Spieltag später gegen Gladbach klarmachte.

Piszczek: „Ende Januar oder Anfang Februar weiß ich mehr“

Der heute 34-Jährige wechselte 2010 von Hertha BSC zum BVB, ist damit nach Marcel Schmelzer der dienstälteste Profi im Kader und hat das vergangene Jahrzehnt mitgeprägt. Im Sommer läuft sein Vertrag aus. Wie geht es weiter? „Aktuell ist das schwer zu sagen, wir führen Gespräche, und ich denke, Ende Januar oder Anfang Februar weiß ich mehr“, so Piszczek. „Ich würde gerne noch ein Jahr bleiben, aber wenn der Verein das anders sieht, muss ich das auch akzeptieren.“

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Sportlich machen sich für ihn vor allem die taktischen Veränderungen seit dem desaströsen 3:3 gegen den SC Paderborn bemerkbar: „Die Wochen danach waren deutlich positiver, wenn auch zum Schluss leider wieder weniger. Aber wenn wir so weiterarbeiten wie nach dem Paderborn-Spiel und dazu in den entscheidenden Momenten als Team und jeder Einzelne ein wenig konzentrierter zu Werke gehen, haben wir gute Chancen, vorne noch mitzumischen.“

Piszczek lernt beim BVB viele verschiedene Trainertypen kennen

In seinen knapp zehn Jahren bei den Schwarzgelben hat Piszczek viele verschiedene Trainertypen erlebt - allen voran Jürgen Klopp und Thomas Tuchel. „Unter Trainer Klopp haben wir gelernt, wie man Pressing spielt, unter Trainer Tuchel lernten wir, wie man die Vorbereitung auf ein Spiel macht und einen Gegner nur mit Taktik schlagen kann. Das sind schon verschiedene Philosophien im Fußball.“

Hat das Amt des Vize-Kapitäns inne: Lukasz Piszczek.

Hat das Amt des Vize-Kapitäns inne: Lukasz Piszczek. © Kirchner-Media

Doch welche Art des Fußballs hat ihn am meisten geprägt? „Welche davon die beste ist, ist schwer zu sagen. Ich kenne jetzt die von Trainer Klopp, die von Trainer Tuchel und die von Trainer Favre - und diese Mischung ist für mich eigentlich am besten.“

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