Das spricht für den BVB im Kampf um die Champions League

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund kann aus eigener Kraft in die Champions League einziehen - damit war vor vier Wochen kaum zu rechnen. Das spricht für den BVB im Kampf um viele Millionen Euro.

Dortmund

, 10.05.2021, 19:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Beim BVB gibt es Grund zum Jubeln. Die Mannschaft hat die Qualifikation für die Champions League wieder selbst in der Hand.

Beim BVB gibt es Grund zum Jubeln. Die Mannschaft hat die Qualifikation für die Champions League wieder selbst in der Hand. © dpa

Sieben Punkte betrug Borussia Dortmunds Rückstand nach dem 27. Spieltag auf den vierten Platz. Viele BVB-Fans hatten die Qualifikation für die Champions League schon abgeschrieben. Gut vier Wochen später sieht die Welt komplett anders aus: Nach dem 3:2 gegen Leipzig und Frankfurts Patzer gegen Mainz ist die Königsklasse zum Greifen nahe. Zwei Spiele vor dem Saisonende haben die Schwarzgelben alles in der eigenen Hand. Es spricht viel dafür, dass die Borussia sich diese Steilvorlage nicht mehr nehmen lässt.

Der BVB holt fünf Bundesliga-Siege in Serie

Die Form spricht klar für den BVB: Zuletzt gab es fünf Bundesliga-Siege am Stück. In dem Zeitraum verloren die Dortmunder zwar zweimal im Champions-League-Viertelfinale gegen Manchester City, davon ließ sich die Mannschaft aber nicht zurückwerfen. Zudem wurde die Pflichtaufgabe Holstein Kiel im Pokal-Halbfinale souverän gelöst.

Selbst wenn der BVB weniger als die angestrebten sechs Punkte gegen Mainz und Leverkusen holen würde, müsste die Konkurrenz erst einmal Gewehr bei Fuß stehen. Wolfsburg hat drei der vergangenen fünf Partien verloren, Frankfurt in diesem Zeitraum immerhin zweimal. Am vergangenen Spieltag gab es ein enttäuschendes 1:1 gegen den FSV Mainz 05.

Bei den BVB-Konkurrenten Frankfurt und Wolfsburg rumort es

Die Eintracht hat mit den Partien gegen Schalke und Freiburg zwar das vermeintlich leichteste Restprogramm, allerdings herrscht seit Wochen Unruhe im Verein. Seitdem bekannt ist, dass Trainer Adi Hütter zur kommenden Spielzeit zu Borussia Mönchengladbach wechselt, rumort es. Sportdirektor Fredi Bobic zieht es zu Hertha BSC.

Hütter agiert in der Außendarstellung unglücklich. Nach dem 1:1 gegen Mainz sagte er in der „ARD“: „Wir haben teilweise über unseren Verhältnissen gespielt, sicherlich auch an der Obergrenze. In dem einen oder anderen Spiel hatten wir Glück, ich denke da auch an das Spiel gegen Wolfsburg zu Hause.“ Taktisch unklug.

Niederlage gegen Frankfurt hat BVB-Spielern die Augen geöffnet

Auch beim VfL Wolfsburg gibt es schon seit längerer Zeit Spekulationen um Trainer Oliver Glasner. Bleibt er oder geht er? Die Frage wird auch Edin Terzic immer wieder gestellt. Dortmunds Trainer wird im Sommer von Marco Rose abgelöst und soll wieder ins zweite Glied rutschen. Spekulationen, ob er nicht bei einem anderen Verein Cheftrainer werden wolle, lässt der 38-Jährige an sich abprallen.

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Vielmehr scheint Terzic sich auf das zu konzentrieren, worauf er Einfluss hat: die Spieler. Im Exklusiv-Interview mit den Ruhr Nachrichten vor dem Leipzig-Spiel antwortete BVB-Sportdirektor Michael Zorc auf die Frage, wann ihm explizit der Siegeswille und Ehrgeiz auf dem Platz gefehlt habe: „Insbesondere im Frankfurt-Spiel (1:2-Niederlage, Anm. d. Red.). Da hatten wir nicht den Eindruck, dass jedem Spieler hundertprozentig klar war, worum es geht. Da haben wir anschließend nachgeholfen.“

BVB-Sportdirektor Michal Zorc ist voll des Lobes

Zum Vergleich seine Worte nach dem Erfolg gegen Leipzig: „Hut ab, wie sich die Mannschaft nach den beiden Gegentoren aufgebäumt hat, um den Sieg noch zu erzwingen.“ Zwischen den beiden Aussagen liegen nicht nur vier Wochen und fünf Bundesliga-Siege, sondern auch eine Entwicklung, die, wie Zorc hofft, nicht zu spät gekommen sei.

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Der Trainer scheint damit aber Erfolg gehabt zu haben. Der Zusammenhalt innerhalb des Teams hat deutlich zugenommen. Das belegen die Jubelszenen nach dem Sieg gegen Leipzig. Die Bilder nach dem Schlusspfiff gehörten auch dem euphorischen Erling Haaland auf der Tribüne. Dem verletzt fehlenden Norweger wurde in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen, dass er nicht voll bei der Sache gewesen wäre. Hinzu gesellen sich stetige Wechselgerüchte. Jetzt scheint es aber so, dass alle Spieler auf einen erfolgreichen Saisonabschluss fokussiert sind.

Der BVB 20/21: Mit Glück und Geschick in die Champions League

Generell scheint sich das Team nicht so schnell von Rückschlägen zurückwerfen zu lassen - sei es wie gegen Leipzig von der Verletzung von Marwin Hitz‘ oder dem zwischenzeitlichen Ausgleich nach einer 2:0-Führung. Am Ende gewann Dortmund noch - mit Glück und Geschick. Und so ist die Champions League doch wieder zum Greifen nah.

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