Alexander Isak verlässt Borussia Dortmund in Richtung Spanien. Trotz 13 Toren in 16 Liga-Spielen für seinen Leih-Verein Willem II bekommt der junge Schwede beim BVB keine zweite Chance. Die richtige Entcheidung? Wir diskutieren in unserem Pro & Contra.

Dortmund

, 12.06.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alexander Isak gilt als eines der herausragenden Sturm-Talente seines Jahrgangs. Bei seinem Leih-Verein Willem II schlug der junge Schwede in der niederländischen Liga voll ein, beim BVB hat er aber keine Perspektive. Nun verlässt er Dortmund in Richtung Spanien. Wir diskutieren in unserem Pro & Contra: Ist es richtig vom BVB, Alex Isak zu verkaufen?

Ja, es ist richtig. Isak braucht Glaube - und Spielzeit.

von Tobias Jöhren

Es ist richtig, dass der BVB Alexander Isak ziehen lässt, auch wenn er in der zurückliegenden Rückrunde für Willem II in der niederländischen Eredivisie überzeugen konnte.

Unter vier Trainern keine Rolle gespielt

Erstens ist es richtig, weil Isak während seiner zwei Jahre in Dortmund unter vier Trainern (Tuchel, Bosz, Stöger, Favre) keine Rolle spielte. Zweitens ist es richtig, weil Isak, bei allem Respekt vor Willem II, (noch) nicht die Qualität hat, um Borussia Dortmund in naher Zukunft entscheidend zu helfen.

Und drittens ist es richtig, weil Isak eine weitere Saison als Ergänzungs- oder Trainingsspieler nicht weiterbringen würde. Der Weg in die erste Elf wäre in der kommenden Saison zu weit für ihn, vermutlich sogar der ins Spieltagsaufgebot.

Zweiter Schritt nach Dortmund nicht ausgeschlossen

Was Isak jetzt braucht, ist ein Klub, der an ihn glaubt, ihm Spielzeit schenkt, bei dem er sich weiterentwickeln kann. In Real Sociedad scheint er gefunden. Der Schritt nach Dortmund war im ersten Anlauf zu groß. Sollte Isak weiterhin solche Entwicklungsschritte machen wie in den vergangenen Monaten, ist ein zweiter Schritt nach Dortmund nicht ausgeschlossen. Die entsprechende Rückkaufoption sollte sich der BVB gesichert haben.

Stagniert Isaks Entwicklung in Spanien, kann der BVB immerhin für sich beanspruchen, einen Spieler halbwegs verlustfrei verkauft zu haben, der sportlich in Dortmund nicht funktioniert hat und für den es vor einem halben Jahr so gut wie keinen Markt gegeben hat. Alles richtig gemacht.

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Ist es richtig vom BVB, Alex Isak zu verkaufen?

364 abgegebene Stimmen

Nein, es ist falsch - Entwicklungssprünge kommen überraschend

von Jürgen Koers

Ein Gedankenspiel: In der niederländischen Ehrendivision schießt ein bis dahin kaum bekannter 19-Jähriger in 16 Spielen 13 Tore. Die Fußballwelt reibt sich die Augen und fragt sich, wer dieser Wunderknabe aus Schweden ist – und ob man ihn verpflichten kann.

Dortmund räumt Isak keine Chance ein

Borussia Dortmund kennt diesen Stürmer bestens, Alex Isak stand seit 2017 beim BVB unter Vertrag. Doch dieses vermeintliche Juwel, Nationalspieler und erwiesenermaßen eines der größeren Sturmtalente seines Jahrgangs, bekommt vorerst keine zweite Chance eingeräumt in Dortmund. Vertrag bis 2022, Verkauf schon 2019.

Das lässt sich nur erklären, wenn die sportliche Leitung für Isak tatsächlich keinerlei Perspektive sieht, um Spielpraxis zu sammeln. Doch das wäre verwunderlich.

Entwicklungsschritte bei Teenagern kommen überraschend

Nach zwei dürren Jahren hat der junge Schwede bei seiner Ausleihe an Willem II sofort überzeugt. Die Entwicklungsschritte bei Teenagern kommen überraschend, sie können groß ausfallen.

Diese möglichen Leistungssprünge könnte Isak nun im spanischen San Sebastian vollziehen. Mit jedem Treffer von Isak wird hier die Frage lauter, ob es richtig war, ihn abzugeben.

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