Pulisic überzeugt - Leitner fehlt die Bindung

BVB-Wechselorgie

Acht neue Spieler in der Startformation, da kam schnell das Gerede über eine „B-Elf“ auf. Eine Formulierung, gegen die sich die Borussen nach dem 2:2 im Revierderby auf Schalke wehrten. Vor allem Christian Pulisic bekam viel Anerkennung für seinen erst zweiten Auftritt in der Bundesliga-Startelf.

GELSENKIRCHEN

, 11.04.2016, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pulisic überzeugt - Leitner fehlt die Bindung

Moritz Leitner überzeugte gegen Schalke nur in Ansätzen.

Pulisic, immer noch 17 Jahre jung und seit Kurzem US-Nationalspieler, begann auf der rechten Angriffsseite und war bis zur Pause im Angriff auffälligster Borusse. „Ich habe mich sehr gefreut über die Leistung von Christian Pulisic“, spendierte sein Trainer Thomas Tuchel ein Extra-Lob für seinen Teenager. „Durch sein Tempo und seinen Mut haben wir viele Lücken im Spiel nach vorne gefunden.“

Kein bisschen nervös

Nervosität ließ der Youngster wahrlich zu keinem Zeitpunkt erkennen, nicht wegen der prestigeträchtigen Bedeutung des Spiels oder seiner großen Aufgabe, Teamkollegen wie Henrikh Mkhitaryan zu ersetzen. Pulisic suchte frech immer wieder den direkten Weg zum Tor, hatte bei seiner Großchance Pech, dass sein Rechtsschuss haarscharf am hinteren Pfosten vorbeistrich (23.).

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Bundesliga, 29. Spieltag: FC Schalke 04 - BVB 2:2 (0:0)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund.
10.04.2016
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Bilder der Partie Schalke gegen Dortmund.© Foto: dpa
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Sportdirektor Michael Zorc stimmte in das Loblied ein. „Christian hat richtig für Betrieb gesorgt, in den ersten 30 Minuten war er durch seine Wendigkeit und Schnelligkeit kaum zu fassen. Ein sehr erfrischender Auftritt“, kommentiert er. „Hinterher ging ihm dann so ein wenig die Luft aus, das darf bei einem 17-Jährigen passieren.“

"Sehr vielversprechend"

Für die Verantwortlichen beim BVB sei diese Entwicklung nicht überraschend. Nicht ohne Grund habe man im Winter, trotz der Abgänge von Jonas Hofmann und Adnan Januzaj, darauf verzichtet, Spieler für die Offensive zu verpflichten, um dem Nachwuchs nicht den Weg in den Profikader zu versperren. „Sehr vielversprechend“ sei Pulisic, ergänzte Zorc.

Ebenfalls selten in der Anfangself zu finden ist Adrian Ramos. Der Stürmer, der sich die Chance, von Beginn an zu spielen, unter anderem durch wichtige Jokertore und schon vier Treffer in der Rückrunde absolut verdient hatte, konnte sich in diesem für ihn undankbaren Spiel aber nicht in den Vordergrund arbeiten.

Fehlende Präzision

Insgesamt lahmte vor allem vor der Pause das Angriffsspiel der Schwarzgelben, da war es auch für den Kolumbianer schwierig, sich ohne verwertbare Zuspiele in Szene zu setzen. Tuchel lobte ihn trotzdem, er habe seinen Teil zu einem „intensiven Spiel“ beigetragen, das sei okay gewesen. An Einsatzwillen mangelte es Ramos auch nicht. Doch gegen Joel Matip hatte er einen schweren Stand, schwungvoll nach vorne spielte die Borussia erst nach dem Seitenwechsel.  

#BVB-Reporter @DirkKrampe über das 2:2 im #Derby16: pic.twitter.com/2p9FvoR1ZX

— Ruhr Nachrichten BVB (@RNBVB)

„Es fehlten ein wenig die Automatismen im Aufbauspiel“, räumte Zorc mit Blick auf die schwächere erste Hälfte ein. Angesichts der XXL-Rotaion „fand ich unsere Leistung aber gut“. An der fehlenden Präzision im Passspiel hatte auch Startelf-Überraschung Nummer drei ihren Anteil. Moritz Leitner hängte sich rein, scheute keinen Weg und keinen Zweikampf, fand aber zu oft seinen Mitspieler nicht. Die Verbindung zwischen ihm und Shinji Kagawa hatte doch immer wieder merkliche Aussetzer, so blieb es bei einigen Ansätzen.

Zweiter Anzug

Mit dem akzeptablen Remis erübrigten sich dann auch die Fragen danach, ob die Wechselorgie ihre Berechtigung hatte. Auch der zweite BVB-Anzug „würde immer noch um die Champions League mitspielen“, meinte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt. Angesichts der bevorstehenden Aufgabe in Liverpool bewertete Zorc die Rotation als „schlau“.

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