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Radikale Minderheit schadet Stadt und Verein

Der BVB-Kommentar

Die BVB-Fans- sie genießen den Ruf, die besten Fans der Liga zu sein. Auf die große Mehrheit trifft dieser Superlativ definitiv zu. Lief es auf dem Rasen oder in den Kassen nicht rund, erfuhr die Borussia von treuen Fans und ebenso treuen Sponsoren eine die Existenz sichernde Solidarität. Doch eine radikale Minderheit schadet mit Angriffen wie auf die Fans von RB Leipzig dem Image des Vereins und der Stadt.

DORTMUND

, 05.02.2017, 13:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Radikale Minderheit schadet Stadt und Verein

Viele Plakate der BVB-Fans gingen unter die Gürtellinie.

Diese radikale Minderheit lebt in einer Parallelgesellschaft mit eigenen Gesetzen, die auch in Zukunft eine Gefahr für Leib und im schlimmsten Fall für das Leben von Stadionbesuchern und Polizisten darstellt. Denn viel zu befürchten haben diese Kriminellen nicht.

Von der Faszination der Ultra-Gruppen entfernt 

Respekt und Toleranz sind Fremdworte in dieser Subkultur, die sich längst von der Faszination der Ultra-Gruppen entfernt hat. Sie lebt nicht ausschließlich für den Fußball, sondern mit voller Härte für Hass und Gewalt. Die volle Härte des Gesetzes bekamen die Gewalttäter selten zu spüren: Sie wissen um die Anforderungen an die Beweisführung bei der Polizei und um die hohen Hürden der Rechtssprechung.

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Bemerkenswert ist auch das Zögern auf der ruhmreichen Südtribüne, die ihre Mannschaft zu Siegen verhelfen kann und eine politische Macht ist. Kritik am Kommerz im deutschen Fußball ja - aber Aufräumen in den eigenen Reihen durch sozialen Druck auf Gewalttäter in Zusammenspiel mit anderen Fanclubs, Verein und Polizei? Die Empörung über Hass und Gewalt ist allenfalls in Kommentaren im Internet zu lesen, aber nicht auf Transparenten im Stadion.

Schwere Geschütze auffahren

Polizei und Justiz müssen jetzt schwere Geschütze auffahren und prüfen, ob gewalttätige Ultra-Gruppen als kriminelle Vereinigungen zu verbieten sind. Folgen den Ereignissen in Dortmund jetzt nicht schnell harte Konsequenzen, brechen die Dämme immer weiter.

Das allein wird nicht reichen. Dortmund braucht keine Geisterspiele vor leeren Tribünen oder ähnliche Reflexe, sondern einen Schulterschluss der vielen friedlichen Fanclubs, die jetzt endlich den Gewalttätern ihr Gesicht zeigen.

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