Ramos schweigt auch als gefeierter Torschütze

BVB-Matchwinner

Adrian Ramos wählte nach dem BVB-Sieg gegen Hoffenheim den stillen Abgang, wie so oft. Als sich der Kolumbianer auf leisen Sohlen aus den Katakomben des Stadions schlich, schüttelte er wie immer fast unmerklich den Kopf. Er möchte lieber nicht sprechen, auch nicht an diesem Abend.

DORTMUND

, 28.02.2016, 22:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zurückhaltend sei der 30-Jährige, sagen die einen, zu schüchtern für Profifußball, meinen andere. „Er ist schon ein lebensfroher Kerl“, berichtet Marco Reus, der sich stellvertretend für seinen Mannschaftskollegen „riesig“ über dessen drittes Bundesliga-Tor in dieser Saison freute. Über einen Treffer, der wirklich wichtig war.

Mit der Rolle abfinden

Es sind im Durchschnitt nicht einmal 15 Minuten, die Ramos auf dem Fußballplatz verbringt. Wenn er denn eingewechselt wird. Nicht selten sind die Spiele von Borussia Dortmund dann entschieden, nicht selten hat sein Sturmkollege Pierre-Emerick Aubameyang bis dahin schon für Tore und Begeisterung gesorgt. Ramos, der eher unhörbar über den Platz huscht als laut stampfend, muss sich mit dieser Rolle abfinden.

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Bildergalerie

Bundesliga, 23. Spieltag: BVB - 1899 Hoffenheim 3:1 (0:1)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim.
28.02.2016
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Bilder der Partie Dortmund gegen Hoffenheim.© Foto: DeFodi
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Fußball Bundesliga, 23. Spieltag: Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim, am 28.02.2016 in Signal Iduna Park, Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Dortmunds Sven Bender (2.v.l) bekommt Anzeisungen von Trainer Thomas Tuchel (2.v.r), während Nuri Sahin (l) gegen Moritz Leitner ausgewechselt wird. Foto: Bernd Thissen/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++© Foto: dpa
Bilder der Partie Dortmund gegen Hoffenheim.© Foto: dpa
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Fußball Bundesliga, 23. Spieltag: Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim, am 28.02.2016 in Signal Iduna Park, Dortmund (Nordrhein-Westfalen). Dortmunds Torhüter Roman Bürki reagiert nach dem 0:1. Foto: Bernd Thissen/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++© Foto: dpa
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Zufrieden sein kann, will und darf er damit nicht. „Als Fußballer musst du wissen, dass dir das passieren kann. Mal spielst du immer und dein Kollege muss warten, mal bist du derjenige, der warten muss“, sagte er dem Stadionmagazin „Echt“. Dort lächelte er zum Spiel gegen 1899 Hoffenheim von der Titelseite. Kein Actionbild, keine Jubelszene, sondern ein schlichtes Porträt. Freundlich lächelnd blickt Ramos in die Kamera und doch so unscheinbar, dass man ihn kurz darauf wieder vergessen hat.

Außergewöhnliche Körperspannung

So wäre es auch am Sonntag gelaufen, wäre da nicht die Szene in der 85. Minute gewesen, in der Lukasz Piszczek einen Pass von Ilkay Gündogan mit letzter Kraft hoch in die Mitte schlug und sich Ramos in die Luft schraubte, eine Etage über den Verteidigern, und dank seiner außergewöhnlichen Körperspannung den Ball mit so viel Wucht Richtung Tor köpfte, dass er unhaltbar im Netz landete. 2:1, der Siegtreffer.

„Es hat sich toll angefühlt, Adrian und sein tolles Tor zu sehen“, sagte Thomas Tuchel. Da war der gefeierte Mann schon auf dem Heimweg.

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