Randale sogar in Hannover

Derby-Fazit der Polizei

Pyrotechnik im Stadion, Pfefferspray im Umfeld - die Derby-Bilanz der Dortmunder Polizei fällt mit zwei Tagen Abstand negativer aus als direkt nach dem Spiel. Man blickt auf eine ganze Reihe von Gewalttaten und Gesetzesbrüchen zurück.

DORTMUND

28.11.2011, 17:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

 Begonnen hatten die Auseinandersetzungen zunächst an der Haltestelle Signal-Iduna-Park. Kurz nachdem die drei Sonderzüge aus Gelsenkirchen angekommen waren, kam es zunächst zu den annähernd derby-typischen Begrüßungen: Bierbecher flogen, es wurde gepöbelt, dann wurde die Stimmung noch aggressiver: Vereinzelt kam es auch zu Flaschenwürfen. Auch Pyrotechnik und Pfefferspray wurde eingesetzt. Bereits hier mussten Polizeibeamte eingreifen, mit Schlagstöcken und ebenfalls mit Pfefferspray sollten die Gruppen getrennt werden

 In Höhe des Freibades Volkspark eskalierte die Situation dann laut Polizeisprecher Kim Ben Freigang. Schalker und Dortmunder seien „erschreckend gewalttätig“ aufeinander losgegangen, die ungeschützten Vertreter der Polizeipressestelle zogen sich daraufhin erst in ihren Wagen und dann mit demselben zurück. Dabei nahmen sie noch Mitarbeiter des Ordnungsamtes, sowie unbeteiligte, teilweise körperbehinderte Privatpersonen mit, um sie aus der Gefahrenzone zu bekommen. „Die Kollegen, die dort im Einsatz waren, hatten alle Hände voll zu tun“, so Freigang.

 Auch hier wurde Pfefferspray von der Polizei eingesetzt, auch hier Verletzte. Die Reichweite der Pfefferspraygeräte ist ungleich höher als die von käuflichen Dosen, die Geräte der Polizei ähneln im Format Feuerlöschern, die man im Auto deponiert.  Wie viele Menschen verletzt wurden, war auch gestern nicht klar, die Polizei bleibt aber dabei, dass sie froh über ein bestehendes Glasverbot ist.

 Auch nach dem Spiel gab es noch vereinzelte Scharmützel im Innenstadtbereich. Während in Dortmund gegen ein Uhr Nachts noch eine Kneipe mit Ultras geräumt werden musste, da von dort aus eine Privatparty in der Nachbarschaft angegriffen worden war, gab es noch eine Fortsetzung von Derby-Keile am Sonntag in Hannover: 20 Dortmunder Anhänger waren nach Angaben der Bundespolizei im Hauptbahnhof auf die rund 10 Schalker Fans losgestürmt und hatten sie angegriffen. Im Vorlauf der Schlägerei wurde einer der Schalke-Fans am Kopf getroffen und verletzt. Der Täter konnte von den eintreffenden Beamten noch an Ort und Stelle in Gewahrsam genommen werden. 

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