19:09 - der schwarzgelbe Talk

Re-Live: BVB-Boss Watzke über die Saison 21/22, Marco Rose und Michael Zorc

„19:09 - der schwarzgelbe Talk“ meldet sich zurück. Im Lensing-Carrée Conference Center sprach BVB-Boss Hans-Joachim Watzke über die Saison 21/22, Marco Rose und Michael Zorc. Hier gibt‘s das Video.
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (M.) steht bei „19:09 - der schwarzgelbe Talk“ Rede und Antwort. © Kirchner-Media

Rund 70 geladene Gäste erlebten nach zweijähriger Corona-Zwangspause eine kurzweilige Talkrunde mit Watzke, Ex-Spieler Martin Kree, der als Aufsichtsrat bei seinem Stammverein VfL Bochum am Samstag auf eine Überraschung seines Klubs im B1-Derby hofft, und Ina Brandes. Die NRW-Verkehrsministerin, gebürtig aus Dortmund, erlebt als Fan und regelmäßige Zuschauerin im Signal Iduna Park hautnah die Verkehrsprobleme, die entstehen, wenn 80.000 Menschen aus allen Richtungen zu einem Ort strömen.

Die drängendsten Fragen an Watzke lagen auf der Hand: Wann gibt es eine Entscheidung bei Erling Haaland? Wie ist der Stand bei den geplanten Neuverpflichtungen? Wie zufrieden ist der Chef mit der Saison seines BVB? Watzke grinste, aber er ließ sich nur bedingt locken. „Wir müssten ja erst einmal wissen, ob es eines neuen Stürmers bedarf“, meinte der 62-Jährige zur Causa Haaland, noch habe der Norweger kein entsprechendes Signal gegeben.

Der BVB steht vor wegweisenden Personalentscheidungen

„Ein Gefühl“ habe er allerdings entwickelt, so Watzke. Die Zeichen deuten weiter auf Trennung hin. Karim Adeyemi („Er hat ja schon mehr oder weniger das Gefühl vermittelt, dass er zum BVB will. Das müssen wir hinkriegen“) würde Watzke gern auch bei einem Haaland-Verbleib in Dortmund sehen, auch von Freiburgs Nico Schlotterbeck („Er ist kometenhaft nach oben gekommen und sehr selbstbewusst. Das brauchst du auch, wenn du vor 81.000 spielst“) ist der Dortmunder angetan. „Dass wir ihn gut finden, ist kein Geheimnis.“ Treiben lassen will sich der BVB nicht.

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19:09 – der schwarzgelbe Talk mit Watzke, Kree und Brandes

Haltung zeigen, das ist ein wichtiges Thema dieser Tage. Am Dienstag positionierte sich Borussia Dortmund mit der Ausrichtung des Benefizspiels gegen Dynamo Kiew sehr klar gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Haltung auf dem Platz, wenn der Widerstand wächst, das soll auch ein Markenzeichen der neuen Borussia werden. Das Gesicht der Mannschaft wird sich verändern. Zufrieden, so Watzke, sei er mit der kommenden Saison dann, „wenn ich das Gefühl habe, dass die Mannschaft alles aus sich herausgepresst hat. Das Gefühl hatte ich in diesem Jahr nicht.“

BVB-Boss Watzke über die Pokal-Wettbewerbe: „Eine Vollkatastrophe“

Ein Zeugnis für sein erstes Jahr mochte Watzke dem neuen Trainer Marco Rose vielleicht aus deshalb nicht ausstellen, weil es aufgrund des schwachen internationalen Abschneidens („Eine Vollkatastrophe!“) allenfalls durchschnittlich ausgefallen wäre. „Wenn ich Noten geben wollte, wäre ich Lehrer geworden. Das Thema hatte sich aber schon nach meiner Schulzeit erledigt.“

Für die Bundesliga müsse man die Erwartungshaltung auf einem realistischen Niveau halten. „Wir waren in den vergangenen zwölf Jahren zwei Mal Meister und sechs Mal Vizemeister. Das fänden die 16 Vereine hinter uns bestimmt cool.“ Dass die Bayern eine schwächere Saison gespielt hätten, sei eine Mär. „Sie werden wieder bei über 80 Punkten landen.“ Watzke gestand aber auch: „Zehn Jahre hintereinander derselbe Meister, das darf nicht mehr ewig so weitergehen.“ Nicht nur dafür gab es viel Beifall.

BVB-Geschäftsführer Watzke lobt den FC Schalke 04

Parallel zum Ende der kurzweiligen 90 Minuten Talk machte Borussia Dortmunds großer Revierrivale Schalke 04 einen großen Schritt in Richtung Bundesliga-Rückkehr. Watzke würde sich darüber „freuen“, wie er meinte. „Sie haben sich quasi neu erfunden in dieser Saison, für das Ruhrgebiet wäre das eine gute Sache. Und dass sie den Mut hatten, ihr Gazprom-Verhältnis zu beenden, das hat mir gut gefallen.“

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