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Reinhard Rauball verlässt nach zwölf Jahren das DFL-Präsidium

BVB-Präsident

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt – und der Laden brummt. Keine Frage, Dr. Reinhard Rauball kann die Kommandobrücke der Deutschen Fußball Liga (DFL) guten Gewissens verlassen.

Dortmund

, 19.08.2019, 15:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Reinhard Rauball verlässt nach zwölf Jahren das DFL-Präsidium

Nach 12 Jahren endet für Reinhard Rauball die Zeit als DFL-Präsident. © dpa

Am Mittwoch mündet Rauballs zwölfjährige Amtszeit als Kopf der DFL in seiner Ernennung zum Ehrenpräsidenten. Der 72-Jährige wird seinen glanzvollen Abschied bei der Generalversammlung in Berlin stolz, aber ohne Wehmut begehen. Denn „es war eine schöne, eine erfolgreiche Zeit. Aber ich werde es nicht vermissen, denn ich weiß mit meiner Zeit etwas anzufangen“, erklärte Rauball. In der Tat, der Dortmunder wird weiter als Präsident des BVB agieren, er spielt so oft wie möglich Fußball und Tennis.

Rauball hat den Profifußball in Deutschland mehr als ein Jahrzehnt geprägt

Und er wird genau beobachten, wie sich der Profifußball in Deutschland entwickelt. Schließlich hat Rauball diesen über mehr als ein Jahrzehnt bei der DFL maßgeblich mitgeprägt. „Wir haben auch schwierige Zeiten überstanden“, bilanzierte Rauball zum Abschied und erinnerte an die Ausläufer der Kirch-Krise oder die Auseinandersetzung mit den Innenministern im Zuge der Diskussionen um Polizeikosten oder die Abschaffung von Stehplätzen.

„Wir haben immer eine Lösung gefunden“, sagte Reinhard Rauball. Die DFL sei wirtschaftlich seriös geführt, das Lizenzierungsverfahren garantiere Stabilität, und 55.000 Arbeitsplätze sowie mehr als 18 Millionen verkaufte Stadiontickets pro Saison seien Kennzahlen für den starken Zustand des Profifußballs hierzulande.

Rauball: „Es gab nicht viel, was ich als unangenehm empfunden habe“

Es liege viel Arbeit hinter ihm, aber „ich habe das gerne gemacht, es hat mich mit Zufriedenheit ausgefüllt es gab nicht viel, was ich als unangenehm empfunden habe.“ Der positivste Moment seiner Amtszeit: Das deutsch-deutsche Finale 2013 in der Champions League mit dem BVB und dem FC Bayern.

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Schon vor einem Jahr hatte Reinhard Rauball verkündet, als Präsident der DFL aufhören zu wollen und gleichzeitig eine Strukturreform angestoßen, die nun am Mittwoch in Kraft tritt. Nach Rauball wird es das Präsidentenamt nicht mehr geben, stattdessen entschlossen sich die 36 Klubs aus der Ersten und Zweiten Bundesliga dazu, ein siebenköpfiges Präsidium zu wählen mit zwei Vizepräsidenten wie bisher aber ohne Präsident.

Rauball sieht die DFL auf einem guten Weg

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert avanciert zum Sprecher des Präsidiums. Damit liegt laut DFL die „operative Verantwortung und kommunikative Vertretung nach außen“ künftig in der Hand von Seifert.

Reinhard Rauball, stets ein klarer Verfechter der 50+1-Regel, die zu großen Einfluss von Investoren ausschließt, sieht die DFL auf einem guten Weg. Dennoch legte er der künftigen Führungsriege des Profifußballs indirekt einen Rat mit ins Übergabe-Gepäck: „Ich habe stets die seriöse Teamarbeit genossen. Im Sinne der Einheit des Fußballs. Ich bin mir sicher, dass das auch in Zukunft so gelebt wird.“

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