Reus-Berater Struth bezweifelt grundlegende Änderungen auf dem Transfermarkt

Borussia Dortmund

Das Coronavirus bringt viele Fußball-Klubs an ihre finanziellen Grenzen. Dennoch bezweifelt Volker Struth, Berater von BVB-Kapitän Marco Reus, grundlegende Änderungen auf dem Transfermarkt.

Dortmund

, 12.04.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Volker Struth berät unter anderem Marco Reus und Toni Kroos.

Volker Struth berät unter anderem Marco Reus und Toni Kroos. © imago / Eduard Bopp

Struth zählt zu den einflussreichsten Spielerberatern Deutschlands, im Jahr 2007 gründete er die Berater-Agentur „SportsTotal“. Zu seinen Klienten zählen unter anderem BVB-Kapitän Marco Reus und Nationalspieler Toni Kroos (Real Madrid).

Kommende Transferperiode dürfte von Zurückhaltung geprägt sein

Trotz der Coronavirus-Pandemie, die zahlreichen Profi-Klubs finanziell zusetzt, erwartet der 54-Jährige auf dem Transfermarkt keine langfristigen Negativfolgen: „Ich glaube, dass sich ein bis zwei Jahre nach der Krise alles wieder in ähnlichen Dimensionen einpendelt“, sagte Struth dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Der Wettbewerb unter den Vereinen bleibt bestehen. Und irgendwann wird alles wieder beim Alten sein.“

Die kommende Transferperiode werde jedoch von Zurückhaltung geprägt sein. Die Klubs dürften „vorsichtiger haushalten, Löcher stopfen und versuchen, Rücklagen zu bilden. Deshalb ist damit zu rechnen, dass es diesen Sommer weniger Transfers geben wird und vor allem zu anderen Summen.“

DFL plant die Bundesliga-Rückkehr für Anfang Mai

Nicht auszuschließen sei, „dass einige Vereine dazu gezwungen sein werden, Spieler unter Marktwert abzugeben. Ich schätze die Situation in einigen anderen Ligen im Ausland übrigens noch viel dramatischer ein.“ Die Deutsche Fußball Liga plant die Bundesliga-Rückkehr für Anfang Mai.

Jetzt lesen

Die Honorarfrage stelle sich auch für die Branche der Spielerberater: „Natürlich werden auch wir uns lösungsorientiert und solidarisch zeigen. Ich kann ja schlecht unseren Spielern raten, sich solidarisch zu zeigen - und wir selbst sind es nicht.“

Mit dpa-Material

Lesen Sie jetzt