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Reus verzichtet nach Erdmann-Foul auf Anzeige

Staatsanwaltschaft ermittelt

Fußball-Profi Marco Reus verzichtet nach Informationen der "Bild"-Zeitung auf eine Anzeige gegen Dresdens Dennis Erdmann. Gegen Erdmann laufen Ermittlungen wegen eines groben Fouls an dem BVB-Spieler im DFB-Pokal-Spiel.

Dortmund

19.05.2015, 09:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Reus verzichtet nach Erdmann-Foul auf Anzeige

Marco Reus verletzte sich im DFB-Pokal-Spiel gegen Dresden am Oberschenkel. Foto: Thomas Eisenhuth

"Es ist richtig, dass Marco einen Anhörungsbogen bekommen hat, aber er hat trotz Aufforderung der Staatsanwaltschaft auf eine Anzeige verzichtet und wollte nicht, dass der Spieler weiter strafrechtlich verfolgt wird", sagte Reus' Berater Dirk Hebel der "Bild".

Ermittlungen aufgenommen

Im Achtelfinale des DFB-Pokals Anfang März hatte der Profi von Dynamo Dresden abseits des Spielgeschehens Reus gefoult. Die Polizei nahm am Tag danach "von Amts wegen" Ermittlungen gegen Erdmann auf. Bei dem Tritt soll es sich laut Anzeige, aus der die "Bild" zitiert, "nicht um ein Foul während der sportlichen Auseinandersetzung" gehandelt haben, "sondern um eine Tätlichkeit, sie sollte zum Ausscheiden aus dem Wettbewerb führen".

Reus musste am 3. März wegen einer Prellung im Oberschenkel ausgewechselt werden, verletzte sich aber nicht schwerer. Auch die Äußerungen von Erdmann nach Abpfiff der Partie sorgten bei Borussia Dortmund für Irritationen. "Er ist mir gegen das Knie gelaufen. Ich habe früher Kreisliga gespielt, da haben wir uns kurz gerieben und weitergespielt. Ich glaube, im Bundesliga-Business ist das nicht mehr so üblich", sagte der Profi der Dresdener nach dem Spiel. 

"Aussagen eine Unverschämtheit"

"Die Aussagen von Erdmann sind eine Unverschämtheit", sagte Zorc damals der "Welt": "Der tritt ihn vom Platz, obwohl der Ball überhaupt nicht in der Nähe war. Solch ein Spieler hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen, nicht mal in der Kreisklasse."

Von dpa

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