Riesenärger! Pierre-Emerick Aubameyang rennt ins Abseits

BVB in Stuttgart unter Druck

Borussia Dortmund suspendiert vor dem wichtigen Bundesliga-Spiel beim VfB Stuttgart (heute, 20.30 Uhr) seinen Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang - weil er zu spät zum Abschlusstraining erscheint.

DORTMUND

, 17.11.2017, 10:17 Uhr / Lesedauer: 3 min
Riesenärger! Pierre-Emerick Aubameyang rennt ins Abseits

Negativ aufgefallen - wieder einmal: Pierre-Emerick Aubameyang. © Kirchner

Es dämmerte bereits, als sich der BVB-Tross nach dem Abschlusstraining in Brackel am Donnerstagabend auf den Weg zum Flughafen begab. Um 17.45 Uhr startete der Flieger nach Stuttgart.

Eine Unpünktlichkeit zu viel

Eine Dreiviertelstunde vorher verließ auch Pierre-Emerick Aubameyang das Trainingsgelände. Im röhrenden Privatwagen. Für das Spiel beim VfB heute Abend (20.30 Uhr/Eurosport Player) hat der Klub seinen Torjäger suspendiert. Wieder einmal! Aubameyang leistete sich am Donnerstag eine Unpünktlichkeit zu viel, als er deutlich verspätet zum Training erschien.

Riesenärger wegen Aubameyang, ausgerechnet jetzt. Zwei Wochen lang hatten sich die Debatten um Borussias fußballerische Krise beruhigt. Die BVB-Profis gaben sich geläutert und angriffslustig. Sie stärkten wie Kapitän Marcel Schmelzer ihrem Trainer Peter Bosz medienwirksam den Rücken und suchten den Schulterschluss. Von "Neustart" (Shinji Kagawa) und "Reset-Taste" (Michael Zorc) war in Dortmund die Rede.

Einer tanzt aus der Reihe

Die Partie in Stuttgart sollte der Auftakt sein für erfolgreiche Wochen, hinter denen die triste Oktober-Passage mit nur einem Sieg in sieben Pflichtspielen - und den bei einem Drittligisten - verblassen sollte. "Wir müssen dort als richtige Mannschaft auftreten", hatte Bosz gefordert - und da eventuell noch gar nicht geahnt, dass einer aus der Reihe tanzte. Namentlich sein Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang.

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Der BVB auf dem Weg zum Spiel beim VfB Stuttgart

16.11.2017
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Der BVB auf dem Weg nach Stuttgart.
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Über den sagte Bosz am Mittwoch noch, er sei "positiv drauf" und habe im Training sehr oft getroffen. Tenor: Der Gabuner, von dessen Treffern seine Mannschaft stark abhängig ist, werde seine 476 Minuten andauernde Knipser-Krise schon bald überwunden haben. Falsch gedacht.

Kein unbeschriebenes Blatt

Zum konkreten Vorwurf verordneten sich die Borussen am Donnerstag Stillschweigen, zumindest bis nach dem Schlusspfiff. Sicher ist, dass Aubameyang kein unbeschriebenes Blatt ist. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte der BVB seinen Starstürmer ebenfalls "aus internen Gründen" aus dem Kader gestrichen.

Damals war der Angreifer gemaßregelt worden, weil er zwei Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon (1:0 am 2. November 2016) in einem Privatjet nach Mailand geflogen und erst am nächstem Morgen zum Treffpunkt seiner Mannschaft erschienen war. Obwohl den Spielern verordnet worden war, sich in der Nähe aufzuhalten.

Interessen der Mannschaft torpediert

Danach entschuldigte sich Aubameyang: "Ich habe eingesehen, dass ich mit meinem Trip nach Mailand einen Fehler gemacht habe und ich wollte mich bei der Mannschaft und vor allem beim Trainer entschuldigen", sagte der Gabuner. Da hatte er gut reden nach vier Treffern beim 5:2-Sieg in Hamburg.

Dass nun die Vorbereitung auf das Spiel in den Hintergrund rückt und noch mehr Unruhe aufkommt, kann keinem der Borussen Recht sein. Doch die gewünschte und notwendige Konzentration auf das Sportliche hat der extrovertierte Aubameyang abermals torpediert und damit die Interessen der Mannschaft hinter seine eigenen eingereiht.

Bestimmendes Thema

Wie der Klub weiter darauf reagiert, das wird das bestimmende Thema rund um den Klub in den nächsten Tagen sein. Für etwas Ruhe kann nur ein Sieg in Stuttgart sorgen.

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