BVB-Ultras fordern eine Vollauslastung der Stadien. © Marvin K. Hoffmann
Borussia Dortmund

Rufe werden lauter: Kehren die BVB-Ultras bald ins Stadion zurück?

Borussia Dortmund muss weiter ohne die Unterstützung der Ultras in den Stadien auskommen. Der harte Kern der BVB-Anhänger äußert eine klare Forderung.

Die Zeit der Geisterspiele ist vorbei. Zum Glück. Denn Fußball lebt – gerade in Dortmund – von und mit seinen Fans. Doch längst dürfen immer noch nicht alle rein ins Stadion. Wegen der Pandemie sind bei den Heimspielen im Signal Iduna Park weiterhin nur maximal 25.000 Zuschauer erlaubt. Die Rufe in der aktiven Fanszene nach einer Vollauslastung der Stadien werden lauter.

BVB-Ultras fordern Vollauslastung der Stadien

Vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin am vergangenen Sonntag wiederholten BVB-Ultras diese Forderung. Das Fanbündnis Südtribüne rief im Vorfeld der Partie zu einem gemeinsamen Treffen auf dem Alten Markt in Dortmund auf. „Auch wenn die Gegebenheiten es aus unserer Sicht noch nicht wieder zulassen, das Spiel gemeinsam im Westfalenstadion zu verfolgen. Nach 1,5 Jahren der Distanz gilt es doch schlichtweg, wieder näher zusammen zu rücken“, hieß es dazu. Anschließend zogen einige Fans gemeinsam in Richtung Stadion und skandierten lautstark ihre Forderung: „Das ganze Stadion“.

Schon zum Auswärtsspiel nach Leverkusen am 11. September waren einige BVB-Ultras mitgereist und präsentierten vor dem Stadion ein Banner mit der Aufschrift: „Zurück zur Normalität – Zurück zu vollen Stadien!“ Zeitgleich veröffentlichte das Fanbündnis Südtribüne eine Stellungnahme, in der es eine Vollauslastung der Stadien forderte. „Beim BVB und im Allgemeinen gilt es, das Ziel des Normalzustandes in den Stadien wie vor der Pandemie in den Fokus zu rücken und dabei den Mut aufzubringen, die dafür gegebenen Möglichkeiten auszuschöpfen. Volle Stadien ohne Abstände, Masken oder Kontaktverfolgungen – für eine lebendige Fankultur“, hieß es darin unter anderem.

Aktive BVB-Fanszene zeigt Flagge vor Heimspiel gegen Union Berlin

Aus Fankreisen vernimmt man immer stärker den Wunsch nach einer gemeinsamen Rückkehr in die Stadien. „Alle oder keiner“ ist bislang die klare Zielsetzung der organisierten Fanszene des BVB. Doch nicht alleine das Wir-Gefühl auf den Rängen steht dabei im Vordergrund. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten geht es auch darum, Flagge zu zeigen und sich in der Öffentlichkeit geschlossen zu präsentieren. Die Liebe und Treue zum Verein stiftet zwar ein gewisses Maß an Identifikation, innerhalb der Gruppe lechzt die Fan-Seele hingegen nach gemeinsamen Stadionerlebnissen – so wie Ultra-Gruppierungen anderer Vereine sie bereits wieder zelebrieren.

Wann eine Vollauslastung allerdings wieder gestattet wird, ist noch offen. Aus der Politik gibt es noch keine klaren Signale für eine weitere Öffnung. Auch an der 2G-Regel wird der BVB vorerst festhalten. Die aktive Fanszene wird sich also noch gedulden – oder mit der Teilauslastung zufrieden geben müssen.

Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1993, Dortmunder Junge und Amateurhandballer mit großer Liebe für den Fußball und den Ruhrpott. Studium der Journalistik an der TU Dortmund, nach kurzer Zwischenstation beim Westfälischen Anzeiger in Hamm wieder zurück bei den Ruhr Nachrichten, seit 2020 BVB-Reporter.
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Marvin K. Hoffmann

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