Saison-Unterbrechung wegen Coronavirus: Reus und Delaney profitieren davon beim BVB

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Bei Borussia Dortmund ruht der Ball wegen der Coronavirus-Pandemie. BVB-Kapitän Marco Reus und Thomas Delaney dürfte das gelegen kommen.

Dortmund

, 21.03.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

An seinen Genesungsfortschritten hat Marco Reus seine 8,3 Millionen Follower beim Fotodienst Instagram nicht teilhaben lassen. Ein Werbefoto seines Ausrüsters Ende Februar, ansonsten hielt sich Reus in den vergangenen Wochen vornehm zurück und arbeitete unbemerkt von der Öffentlichkeit in seiner Reha. Während seine Kollegen jedoch ungeduldig auf die Wiederaufnahme des Trainings warten, ist Reus einer der Spieler, denen die Saison-Unterbrechung zugutekommt. Wann immer, wenn überhaupt, die Bundesliga-Spielzeit abgeschlossen wird: Reus dürfte dann wohl wieder zur Verfügung stehen.

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Sein Genesungsprozess hat sich hingezogen. Die Fragen nach einer Rückkehr des Kapitäns musste Lucien Favre oft mit einem Achselzucken beantworten. „70 oder 80 Prozent“, sagte er dann, damit könne Reus „uns nicht helfen. Wir brauchen ihn bei 100 Prozent.“ Wann dieser Zustand denn erreicht sei? Wieder Achselzucken beim Dortmunder Trainer.

Zeit beim BVB lief gegen Reus

Die Zeit lief gegen Marco Reus. Verletzt hatte er sich im Pokalspiel bei Werder Bremen, das war am 4. Februar. Nach der Diagnose hoffte der BVB auf einen Wiedereinstieg ins Training rund vier Wochen später, mittlerweile sind gut sechs Wochen vergangen. Er verpasste das Achtelfinale in der Champions League gegen Paris, er hätte bei normalem Verlauf auch das Derby und wohl auch das Top-Spiel gegen die Bayern verpasst. Im wichtigen letzten Drittel der Saison drohte ihm für lange Zeit die Zuschauerrolle.

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Auf dem Platz hat man Reus bis heute noch nicht wieder gesehen. Und das könnte durchaus noch eine Weile so bleiben. Um auch den BVB-Fans die fußballfreie Zeit zu verkürzen, meldete sich Reus am Donnerstag erstmals wieder zu Wort und antwortete auf Fan-Fragen. Da ging es um seine Lieblings-Reiseziele, seine Lieblingsmusik, aber natürlich kam auch die Frage nach den Fortschritten in seiner Reha. Er ziehe sein Programm normal durch, antwortete der 30-Jährige bei Twitter, einen Zeitpunkt für die Rückkehr auf den Platz aber könne er noch nicht nennen. Derweil sorge seine kleine Tochter dafür, dass keine Langeweile aufkomme. Und wie so viele Profis bat auch Marco Reus die Fans angesichts der fortschreitenden Corona-Pandemie: #StayAtHome!

Längere Pause hilft Reus und Delaney

Die zu erwartende Verlängerung der Pause, die auf der nächsten DFL-Sitzung Ende März wohl verkündet wird und alternativlos ist, weil die Fallzahlen bis dahin kaum sinken dürften, wird ihm helfen. Wie auch Thomas Delaney, der noch deutlich länger fehlt als Reus.


Delaney ist schon seit Mitte November außen vor und damit Stand jetzt schon vier Monate ohne Spiel. Seinen Bänderriss, den er sich im EM-Qualifikationsspiel der Dänen gegen Irland zugezogen hatte, kurierte er gut sechs Wochen lang aus. Im Winter-Trainingslager in Marbella aber dann der Rückschlag: Bei seiner ersten Rückkehr auf den Trainingsplatz verletzte sich Delaney am Knie, die vom Klub nicht genauer definierte Blessur ließ bislang keinen Fußball zu, scheint aber immerhin mittlerweile ausgeheilt.

Sportliche Situation beim BVB war nicht gut für Reus und Delaney

Dass der BVB auch ohne Delaney und seinen Kapitän erfolgreich Fußball spielte in der Rückrunde, minderte den Druck auf die beiden Rekonvaleszenten. Für Reus ist die Zwangspause ohnehin keine unbekannte Situation. Schon vier Mal in seiner Karriere pausierte er ähnlich lange wie aktuell gerade, zwei Verletzungen (Kreuzbandanriss, Schambein-Entzündung) warfen ihn sogar für mehr als sechs Monate aus der Bahn.


Ähnlich lange wie jetzt musste Delaney in seiner Karriere erst einmal pausieren. Das war im April 2012, als ihn ein Meniskusschaden im Knie für drei Monate außer Gefecht setzte.

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