Santana kehrt nach zehn Monaten in Startelf zurück

Gedanken an Abschied

Wie lang zehn Monate sind, daran wird sich Felipe Santana (24) vielleicht erinnern, wenn er am Freitag kurz vor Anpfiff des Derbys aus dem Spielertunnel in den Signal Iduna Park einläuft.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 02.02.2011, 05:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Seltenes Bild: Felipe Santana (l.) bleibt beim BVB häufig nur ein Platz auf der Bank.

Ein Seltenes Bild: Felipe Santana (l.) bleibt beim BVB häufig nur ein Platz auf der Bank.

Santana ist erkältet, „aber kein Problem für Freitag, ich spiele auf jeden Fall.“ Er strahlt dabei, wahrscheinlich würde ihn auch Fieber nicht stoppen können. Nicht dieses Mal, nicht bei diesem besonderen Spiel. Über Santana hat Trainer Jürgen Klopp mal gesagt, dass er immer Stammspieler wäre, wenn man denn mit zwölf Akteuren spielen dürfte. Der Brasilianer ist von den wenigen Härtefällen im Dortmunder Erfolgskader vielleicht der größte. Weil auf seiner Position zwei spielen, die konstant gut agieren und dazu noch selten verletzt sind. „Ich weiß das“, sagt der Mann, den sie nur „Tele“ nennen, „aber das heißt ja nicht, dass es für mich einfach ist, nur auf der Bank zu sitzen.“

Erstmals in dieser Spielzeit darf er von Beginn an spielen, sein 54. Bundesliga-Spiel wird erst das sechste in dieser Saison sein. Eine Art Premiere wird es auch sein, die 90 Minuten neben Mats Hummels (22) zu absolvieren. „Ja“, sagt Santana, „zumeist habe ich gespielt, wenn er verletzt war.“ Ein Problem sei das aber nicht, „ich kenne ihn und wir werden viel reden.“ Dass Schalkes Raúl seinen Weg kreuzen wird, freut Santana besonders. „Er ist ein Weltstar, ich muss ihn vor mir haben und höllisch aufpassen.“ Fehlende Spielpraxis will er schon vorab als mögliche Entschuldigung ausschließen, „ich trainiere maximal, jede Einheit, jeden Tag.“

Bis 2013 läuft der Vertrag des Brasilianers, der 2008 als Entdeckung von Sportdirektor Michael Zorc (48) zu Borussia Dortmund kam. „Eigentlich, sagt er, „möchte ich die fünf Jahre gerne hier bleiben.“ Aber Santana macht sich seine Gedanken darüber, was passiert, wenn sich an seiner Situation nichts ändert. „Dann muss ich mich mit Zorc und meinem Berater zusammensetzen.“ Noch ist das kein Thema, mit dem sich Felipe Santana intensiv beschäftigt. „Denn im Fußball“, weiß er, „kann ja alles sehr schnell gehen.“ 

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