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Schalker Balleroberungen sind der Schlüsselfaktor

Die Taktikanalyse

Das Derby zwischen Dortmund und Schalke ist nicht nur ein Duell um Tabellenplatz zwei, sondern auch eins der stärksten Kontermannschaften der Liga. BVB und S04 haben sich in der laufenden Spielzeit in ihrer strategischen Ausrichtung zunehmend angeglichen.

DORTMUND

von Martin Rafelt (spielverlagerung.de)

, 25.03.2014, 15:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Roman Neustädter (l.), hier im Duell mit Robert Lewandowski, bildet gemeinsam mit Kevin-Prince Boateng die Schalker Doppel-Sechs.

Roman Neustädter (l.), hier im Duell mit Robert Lewandowski, bildet gemeinsam mit Kevin-Prince Boateng die Schalker Doppel-Sechs.

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In der genauen Umsetzung unterscheiden sich die beiden Mannschaften jedoch. Schalke ist besonders in den gruppentaktischen Abläufen bedeutend simpler strukturiert, weshalb sie nicht so aktiv Druck auf den Ball machen können wie die Borussia. Es gibt weniger Herausrückbewegungen und weniger Flexibilität im Verschieben.Stattdessen fokussiert sich Schalke verstärkt auf die Kompaktheit zwischen Mittelfeld und Abwehr und das Abschirmen des Tores. Das mindert die Chancen auf erfolgsversprechende Balleroberungen, doch ist dafür weniger anfällig für schnelle Angriffe und Verlagerungen. Ähnliches gilt nach Ballverlusten, bei denen sich die Knappen eher zurückziehen, anstatt direkt nachzusetzen. Die Borussen zeichnet das Gegenteil aus: Wenn sie den Ball verloren geben, wird sofort nachgesetzt. Diese Ambition schlägt sich auch im Aufrückverhalten nieder, welches risikoreicher ist als beim Rivalen. Um im Gegenpressing direkten Zugriff zu bekommen, kann und muss der BVB bei Ballbesitz mehr Spieler nach vorne in Ballnähe bringen.

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Insofern könnten die Momente von Schalker Balleroberungen die spannendsten des Spieles werden: Wenn sich die Königsblauen lösen können, haben sie Raum für gefährliche Konter. Wenn sie hängen bleiben, können die Schwarzgelben womöglich einen Gegenkonter fahren.

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