Schwacher BVB zittert sich zum 2:0 gegen den HSV

Sieg bei Reus-Comeback

Der BVB bleibt unter Trainer Peter Stöger in der Bundesliga auch im siebten Spiel ungeschlagen. Das Comeback von Marco Reus und die Treffer von Michy Batshuayi und Mario Götze gehören zu den wenigen Höhepunkten gegen den HSV.

DORTMUND

, 10.02.2018, 17:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schwacher BVB zittert sich zum 2:0 gegen den HSV

Versprechen eingelöst! Per Salto bejubelt Michy Batshuayi seinen ersten BVB-Heimtreffer. © imago

Bei seinem Comeback nach 259 Tagen führte Marco Reus seine Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Außerdem gab Manuel Akanji in der Innenverteidigung sein Startelf-Debüt, Sokratis (leicht erkältet) nahm auf der Bank Platz.

Frostschutz nötig

Allein die Rückkehr von Reus sorgte vor der Partie auf den Rängen für Optimismus und Zuversicht nach zwei ratlosen Auftritten der Schwarzgelben vor heimischem Publikum in diesem Jahr (0:0 gegen Wolfsburg, 2:2 gegen Freiburg). Doch nach 55 Sekunden, als Andre Schürrle nach blitzschnellem Reus-Pass an Hamburgs Mergin Mavraj hängenblieb, tat sich fast nichts mehr. Die torreichste Paarung der Bundesliga-Historie verkam zu einem Langweiler, bei dem die Fans Frostschutz benötigten.


Bei den Gästen hatte Trainer Bernd Hollerbach, gelernter Metzger, den Schlachtplan ausgegeben, nicht allzu defensiv aufzutreten. Die letzte Hamburger Verteidigungslinie stand mittig in der eigenen Hälfte. In hektische Bewegung brachte der BVB diese Fünferreihe viel zu selten. Der letzte Pass in die Gefahrenzone blieb aus (Kagawa) oder kam nicht an (Pulisic, Schürrle).

Batshuayi wenig eingebunden

Im Sturmzentrum war Winter-Neuzugang Michy Batshuayi engagiert, aber wenig eingebunden. Auch Christian Pulisic befindet sich weiter im Leerlauf, bei dem armen Jungen kann man einen Zehner wetten, dass der Ball verloren wird. Die dringend benötigte Pause, um dem US-Amerikaner aus dem Formtief zu holen, gestattet die Personallage nicht (Philipp, Yarmolenko, Sancho verletzt). Weil auch Marco Reus bei seinem ersten Spiel nach mehr als acht Monaten verständlicherweise nicht alles retten konnte, was da brachlag an Spielkultur, verzeichnete der BVB bis zur Pause null (0) Torchancen.

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Bundesliga, 22. Spieltag: BVB - Hamburger SV 2:0 (0:0)

10.02.2018
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV.© dpa
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV.© Guido Kirchner
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Gemessen an den Mitteln machte der HSV mehr aus seinen Möglichkeiten. Nach einem Fehlpass von Akanji musste Roman Bürki abtauchen (45.). Weil auch Pulisics Flanke vom HSV-Verteidiger Gotoku Sakai geklärt wurde (45.), gab es zur Pause vernehmbare Pfiffe von den mit 81.360 Zuschauern gefüllten Rängen, die Stimmung näherte sich der Temperatur.

Schuss wird zur Vorlage

Neuer Durchgang, neues Glück: Eher zufällig landete der Ball bei Pulisic, der aus halbrechter Position das Leder nicht voll traf. Stattdessen wurde der Schuss zur Vorlage für Batshuayi, der die Kugel am hinteren Pfosten im Rutschen über die Linie drückte (49.) - und wie angekündigt den ersten Heimtreffer mit Flickflack plus Rückwärtssalto vor der Südtribüne feierte. Die nahm den Treffer als Enteisungsmittel gerne mit.

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Weil die Hamburger sich nun mehr ums Offensivspiel kümmern mussten, bekam der BVB Platz für Konter. Wie in der 63. Minute: Reus schickte Schürrle, der nicht mutig genug abschloss, dann vergaben der gerade eingewechselte Mahmoud Dahoud (für den verletzten Kagawa) und Pulisic im Nachschuss. Dann klärte HSV-Keeper Christian Mathenia eine Pulisic-Flanke vor den Füßen von Schürrle (65.). Dahoud verpasste mit einer Mischung aus Torschuss und Pass sein Ziel (76.).

Biederer Auftritt der Gastgeber

Das alles konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Dortmunder sogar gegen den biederen Vortrag der Norddeutschen ihre Mühe in der Defensive hatten. Die eingewechselte HSV-Hoffnung Jann-Fiete Arp verfehlte nur knapp den Ausgleich (73.). Nicht nur da fehlte den Gästen das Glück, sie hätten durchaus einen Punkt verdient gehabt.

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Marco Reus wurde übrigens lautstark verabschiedet, als er nach 72 Minuten Platz machte für Mario Götze. Der traf in der Nachspielzeit nach Vorarbeit von Schürrle zum Endstand. Einige ansehnliche Ansätze dieser beiden Ausnahmekönner könnten die Dortmunder Aussichten auf das Europa-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo (Donnerstag, 19.05) Uhr erwärmen.

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