Sieben BVB-Partien in 21 Tagen! Für Favre steht viel auf dem Spiel

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund will und muss gegen Borussia Mönchengladbach gewinnen. Trainer Lucien Favre weiß, was in den kommenden Wochen auf dem Spiel steht. Für den BVB - und für sich selbst.

Dortmund

, 17.10.2019, 15:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sieben BVB-Partien in 21 Tagen! Für Favre steht viel auf dem Spiel

Lucien Favre weiß, was in den kommenden drei Wochenfür ihn und den BVB auf dem Spiel steht. © David Inderlied

Lucien Favre ballte die Faust. „Wir wollen und wir müssen gegen Gladbach gewinnen“, sagte der BVB-Trainer, „unbedingt!“ Er wisse das, die Mannschaft wisse das. „Wir wollen auch in der Meisterschaft da sein.“

Auf den BVB warten die Wochen der Wahrheit

Es war eine Mischung aus den Worten und der Gestik Favres, die am Donnerstagmittag auf der Pressekonferenz vor Borussia Dortmunds Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr) den Eindruck entstehen ließ, dass dort oben auf dem kleinen Podium im provisorischen Presseraum auf dem BVB-Trainingsgelände in Dortmund-Brackel ein Trainer saß, der ziemlich genau weiß, was die Stunde geschlagen hat.

„Ich weiß, was passiert, wenn es nicht gut läuft. Aber ich mache weiter.“
Lucien Favre

Borussia Mönchengladbach in der Liga, Inter Mailand in der Königsklasse, FC Schalke 04, nochmal Borussia Mönchengladbach im Pokal, VfL Wolfsburg, nochmal Inter Mailand, Bayern München: Auf Borussia Dortmund warten sieben Spiele in 21 Tagen. Es sind Wochen der Wahrheit für den BVB, auch wenn davon im Fußball viel zu oft gesprochen wird. Dieses Mal stimmt es. Wochen der Wahrheit für den Tabellenachten der Bundesliga, Wochen der Wahrheit für Favre.

Der Schweizer hat mitbekommen, dass die Kritik an seiner Person in den vergangenen Wochen lauter geworden ist - und er beklagt sich nicht. „Ich habe kein Problem damit“, sagte er vor dem Duell mit seinem Ex-Klub. Er sei lange genug im Geschäft. „Ich weiß, was passiert, wenn es nicht gut läuft. Aber ich mache weiter.“ Dann lächelte er.

BVB-Sportdirektor gibt die Richtung vor

Trotz der Kritik fordert er von sich und seiner Mannschaft, in diesen richtungsweisenden Wochen weiter von Spiel zu Spiel zu denken. Besser noch von Training zu Training. „Das ist die beste Philosophie.“ Der BVB müsse weiterarbeiten, „richtig arbeiten - auch wenn es schwierig ist.“ Und ganz nebenbei sei es doch ein schönes Programm, das vor der Borussia liege.

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Aktuell überwiegt der Optimismus bei Borussia Dortmund, in den kommenden drei Wochen die Wende zum Guten zu schaffen. „Wir freuen uns drauf“, erklärte auch Michael Zorc. Der Sportdirektor gab die Richtung gleich mit vor. „Wir müssen positiv bleiben und an unsere Stärken glauben“, sagte er und mahnte: „Aber es geht eben auch um die entscheidenden Prozentpunkte an Konzentration und Konsequenz - vor allem auch gegen den Ball. Das gilt für die gesamte Mannschaft. Das müssen wir weiter einfordern. Da waren wir zuletzt nicht immer top. Und das ist sicherlich einer der Gründe, warum die Ergebnisse zuletzt nicht so waren, wie wir uns das vorgestellt haben.“

BVB ohne Alcacer und Piszczek

Auch Favre verwies auf diese entscheidenden Prozentpunkte, die bislang in dieser Saison, vielleicht im gesamten Jahr 2019, zu oft gefehlt haben. Er ballte wieder die Faust und schlug sich in die flache Handfläche. Langfristig müsse man gut spielen, erklärte der 61-Jährige. „Aber manchmal müssen wir realistischer sein.“ Es sollte wohl nichts anderes heißen, als dass kurzfristig nur Ergebnisse helfen. Fußballkunst ist nicht primär gefragt am Samstag, es geht ums Gewinnen, es geht darum, Fußball in erster Linie zu arbeiten, darum, das eigene Tor mit aller Macht zu verteidigen. Der Rest kommt später.

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Nicht helfen können werden bei diesem Vorhaben Paco Alcacer und Lukasz Piszczek. Alcacer laboriert nach wie vor an Achillessehnen-Problemen, für Piszczek wird die Zeit nach seinem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich aus dem Freiburg-Spiel wohl zu knapp. „Für Paco kommt das Spiel auf jeden Fall zu früh“, sagte Favre, „und Lukasz hat bislang noch nicht mit der Mannschaft trainiert.“ Wieder eine Option ist hingegen Nico Schulz. Der Neuzugang hat seine Fußverletzung überwunden und ist wieder komplett im Mannschaftstraining integriert. Jetzt heißt es liefern.

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