Sieben Tage, drei Knüller: BVB-Sportdirektor Michael Zorc gibt die Richtung vor

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Der BVB geht selbstbewusst in die entscheidende Saisonphase. Sportdirektor Michael Zorc weiß um die Stärke der Mannschaft - fordert aber eine Leistungssteigerung.

Dortmund

, 05.03.2020, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Maßgeschneidert flog die Flanke von der rechten Seite vor das Tor, und als Erling Haaland seinem Namen als Torjäger alle Ehre gemacht hatte, wälzte er sich auf dem Boden. Der Norweger grölte lautes Zeugs und wand sich weiter über den nassen Rasen. Sekunden später sprang er auf, schnappte sich den Ball und drosch ihn zig Meter hoch in die Luft: Der Jubel musste halt raus. Bei jedem Tor, und sei es nur eine standardisierte Übung im Training, geht der Norweger mit maximaler Motivation der Arbeit nach. Dass bei Borussia Dortmund vor der „Woche der Wahrheit“ mit Spielen gegen Borussia Möchengladbach, Paris Saint-Germain und Schalke 04 Anspannung und Vorfreude gleichermaßen steigen, ist gesichert.

„Das ist natürlich eine ganz wichtige Woche“, sagte Michael Zorc am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem dem Bundesliga-Spitzenspiel in Gladbach (Samstag, 18.30 Uhr). „Und wie geht man eine ganz wichtige Woche an?“, fragte der BVB-Sportdirektor rhetorisch, um gleich die Antwort zu geben: „Indem man sich auf das erste Spiel konzentriert und es annimmt.“

BVB-Sportdirektor Michael Zorc schärft die Sinne

Sieben Siege in den ersten neun Spielen des Kalenderjahres haben das Selbstvertrauen im schwarzgelben Lager gestärkt, dank der neu entdeckten defensiven Stabilität mit nur einem Gegentor in den jüngsten 360 Spielminuten schreckt auch die Auswärtsaufgabe beim Tabellennachbarn keinen Borussen.

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Zorc nutzt trotzdem die Gelegenheit, um die Sinne zu schärfen. In Gladbach geht es „gegen einen unmittelbaren Konkurrenten um die ganz vorderen Plätze“, betont der 57-Jährige. Mit angezogener Handbremse zu spielen wie beim 1:0 gegen den SC Freiburg werde nicht reichen, um dort zu bestehen. „Wir brauchen eine Leistungssteigerung gegenüber unserem letzten Spiel.“

Rückkehr von BVB-Kapitän Marco Reus lässt auf sich warten

In die „Woche der Wahrheit“ startet der BVB mit Ausnahme von Thomas Delaney (Trainingsrückstand) und Marco Reus (Muskelverletzung) mit dem kompletten Kader. Wann Dauerpatient Reus, dessen Ausfall sich bis in die Länderspielpause Ende März hinauszögern wird, sich wieder einsatzbereit meldet, „ist schwer für mich zu sagen“, erklärte Trainer Lucien Favre. „Er hat am Mittwoch und heute in der Halle angefangen zu trainieren. Mehr kann ich nicht dazu sagen.“

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Reha-Programm statt Reus-Comeback, und dabei wenig Wehklagen: Es sagt viel aus, dass Borussia Dortmund den längeren Ausfall seines Kapitäns irgendwie verschmerzen kann. Spätestens mit den Verpflichtungen von Erling Haaland als Dampframme in der Offensive und Emre Can als aggressivem Antreiber wirkt der BVB-Kader so stark wie selten zuvor. „Wir haben durch die Verpflichtungen im Winter noch einmal an Qualität zugelegt“, sagt Zorc. „Die Jungs arbeiten fokussiert für unsere Ziele.“

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