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Slomka und die pragmatische Einfachheit

Taktikanalyse

Das Timing hätte wahrlich besser sein können. Die Reise zum krisengebeutelten Hamburger SV tritt Borussia Dortmund ausgerechnet kurz nach dem Trainerwechsel an der Elbe an. Unter Mirko Slomka wollen die Hanseaten ihre Stabilität wiederfinden.

Hamburg

von Martin Rafelt

, 21.02.2014 / Lesedauer: 2 min
Slomka und die pragmatische Einfachheit

Da geht's jetzt lang, scheint Mirko Slomka Nationalspieler Marcel Jansen (l.) zu sagen. Slomka soll den Bundesliga-Dino nach einer beispiellosen Negativserie noch zum Klassenerhalt führen.

Dem Aufbauspiel ging ein klarer Rhythmus ab. So war der HSV anfällig für alle Arten von Angriffen und in den bisherigen Rückrunden-Spielen auf die Reste seiner individuellen Durchschlagskraft limitiert.

Mirko Slomka könnte tatsächlich der richtige Mann sein, um das Durcheinander zu ordnen. Sein Stil war bisher stets von einer pragmatischen und effizienten Einfachheit geprägt. Seine Mannschaften konzentrieren sich auf wesentliche taktische Grundpfeiler und punkteten meist auch dann, wenn es größere taktische Defizite gab. Prägend waren dabei meist Flanken, Konter und Standardsituationen.

Auch in Hamburg wird er einen ähnlichen Weg gehen. Die überdurchschnittlichen körperlichen Qualitäten des Kaders passen dazu. Durchschlagskräftige Außenspieler wie John, Jansen oder Diekmeier können den robusten Lasogga mit Flanken versorgen. Zunächst aber ist ein Fokus auf die defensive Stabilität zu erwarten, aus der dann die Slomka-typischen Konter entstehen sollen. Die Frage ist, wie diese Grundstrategie ausgestaltet wird. Nicht nur die Höhe des Pressings ist unklar, sondern auch die Formation.

Normalerweise setzt Slomka gern auf ein 4-4-2 gegen den Ball. In den bisherigen Trainingseinheiten beim HSV versuchte er jedoch auch eine defensiv ausgerichtete 4-1-4-1-Variante. Ein Offensivspieler wurde einem Abwehrspieler geopfert, der zwischen den Viererketten eine Libero-artige Freirolle einnahm.

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