Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Im ersten Jahr des großen Umbruchs verpflichtet der BVB acht neue Spieler und investiert dabei rund 100 Millionen Euro. Sportdirektor Michael Zorc beweist mal wieder ein gutes Näschen. Die große Transferbilanz.

Dortmund

, 21.05.2019 / Lesedauer: 5 min

Axel Witsel: Belgien, Portugal, Russland, China - für den 30-Jährigen mit einer der markantesten Frisuren im Weltfußball ist Borussia Dortmund die erste Top-Adresse in einer bislang unorthodoxen Karriere. Schon im Herbst 2018 konnten Fans und Verantwortliche sicher sein: Witsel ist der Königstransfer der Umbruchsaison. Seine statistischen Werte in der Bundesliga sind das 1,0er-Abitur: 94 Prozent Zuspielquote, 60 Prozent gewonnene Zweikämpfe. Witsel behält mit seiner internationalen Erfahrung auch in kritischen Situationen den Überblick, lenkt das Spiel aus der defensiven Zentralen heraus und tritt auch als Torschütze (vier Treffer) in Erscheinung.

Umfrage

Welche Note geben Sie Axel Witsel für die Saison 18/19?

150 abgegebene Stimmen

45 Pflichtspiele (34 Bundesliga, acht Champions League, drei DFB-Pokal) hat der BVB in der Saison 18/19 absolviert - Witsel fehlte lediglich in Berlin (verletzt) und Monaco (geschont). Dortmunds Vielspieler merkte man die intensive Saison spätestens Mitte der Rückrunde an. „Die Saison war lang, wir sind erschöpft“, sagte Witsel im Anschluss an das 3:2 im finalen Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Dass die Schwarzgelben eine der besten Spielzeiten der Vereinsgeschichte auf den Rasen gebracht haben, ist auch ein großer Verdienst des belgischen Fußball-Weltenbummlers. Redaktionsnote: 2,0

Paco Alcacer: El Fenomeno. Das Phänomen. Paco Alcacer hieß Ende August die eher unbekannte Antwort auf Pierre-Emerick Aubameyang, der den BVB bereits im Januar 2018 in Richtung FC Arsenal verlassen hatte. Dessen Nachfolger Michy Batshuayi, ausgeliehen vom FC Chelsea, erzielte in 14 Pflichtspielen zwar neun Tore - das Gesamtpaket konnte die Dortmunder Verantwortlichen im Sommer aber nicht überzeugen. Also wurde gesucht, spekuliert und am Ende wieder ausgeliehen. Der beim FC Barcelona auf der Ersatzbank schmorende Paco Alcacer sollte es richten - und spielte eine rekordverdächtige Premierensaison. Zwar saß der 25-Jährige auch beim BVB häufig auf der Bank, schoss sich aber binnen weniger Monate von Rekord zu Rekord: Alcacers zwölf Jokertore sind ein neuer ewiger Saisonrekord, seine fünf Weitschusstreffer (darunter drei direkte Freistoßtore) waren ligaweit die meisten dieser Saison.

Umfrage

Welche Note geben Sie Paco Alcacer für die Saison 18/19?

145 abgegebene Stimmen

Da war es nur logisch, dass Borussia Dortmund bereits im November die im Leih-Vertrag verankerte Kaufoption in Höhe von heutzutage schlanken 21 Millionen Euro zog. „Ich bin sehr glücklich in Dortmund, beim BVB und in dieser wunderbaren Mannschaft“, erklärte Alcacer anschließend. In der neuen Spielzeit soll es dann wettbewerbsübergreifend auf deutlich mehr als 16 Startelfeinsätze hinauslaufen. Redaktionsnote: 2,0

Abdou Diallo: Mit 28 Millionen Euro Ablöse rangiert der 23-Jährige derzeit auf Platz zwei der kostenintensivsten Transfers der Vereinsgeschichte. Vom FSV Mainz 05 im Sommer an die Strobelallee gewechselt, sicherte sich der Franzose direkt einen Stammplatz in der Innenverteidigung. „Bevor ich in Dortmund unterschrieben habe, habe ich lange mit Lucien Favre darüber gesprochen, was mich hier erwartet“, sagte Diallo nach seinen ersten Monaten beim BVB.

Umfrage

Welche Note geben Sie Abdou Diallo für die Saison 18/19?

63 abgegebene Stimmen

Da wusste er noch nicht, dass ihn über weitere Strecken der Rückrunde eine neue Position fordern würde. Ab dem 0:0 in Nürnberg am 18. Februar rückte Diallo auf die Position des linken Außenverteidigers. Eine Folge der langwierigen Verletzung von Lukasz Piszczek, infolgedessen Achraf Hakimi auf die rechte Seite wechselte - und Diallo das Vakuum auf der linken Seite schließen musste. Das gelang ganz ordentlich. In der kommenden Spielzeit will Diallo dann wieder auf seiner gelernten Position überzeugen. Redaktionsnote: 3,0

Achraf Hakimi: Der von Real Madrid bis 2020 ausgeliehene Marokkaner erlebte in der Spielzeit 18/19 eine emotionale Achterbahnfahrt. Erst am fünften Spieltag, beim 7:0 gegen den 1. FC Nürnberg, gab der 20-Jährige sein Pflichtspiel-Debüt im Dortmunder Trikot - und war in den darauffolgenden Wochen nicht mehr aus der Startelf wegzudenken. Mit unwiderstehlichen Sprints beackerte Hakimi abwechselnd die rechte und linke Seite. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kündigte auf der Jahreshauptversammlung an: „Mit Dir werden wir das Gleiche wie bei Paco Alcacer versuchen.“

Umfrage

Welche Note geben Sie Achraf Hakimi für die Saison 18/19?

59 abgegebene Stimmen

Im Frühjahr folgte dann jedoch die Leistungsdelle. Hakimi wirkte überspielt, leistete sich technische Schnitzer - wie beim 1:2 in Augsburg - und zog sich Ende März zu allem Überfluss einen Mittelfußbruch zu, der das vorzeitige Saisonende nach sich zog. Die auch durch Hakimi selbst befeuerten Spekulationen über eine vorzeitige Rückkehr zu Real Madrid bereits zur kommenden Spielzeit, sind aus der Luft gegriffen. „Das ist ausgeschlossen“, erklärte Sportdirektor Michael Zorc. Unwahrscheinlich ist allerdings auch, dass sich Watzkes Wunsch nach einer Zusammenarbeit über 2020 hinaus erfüllen wird. Redaktionsnote: 2,5

Thomas Delaney: „Ich bin nur zum BVB gewechselt, weil sie in gelben Trikots spielen.“ Bei seiner ersten Medienrunde als Spieler von Borussia Dortmund im Trainingslager in Bad Ragaz sorgte der 27-Jährige mehrfach für lautes Gelächter unter den Journalisten. Zum Hintergrund: Delaney leidet unter einer Rot-Grün-Sehschwäche - da musste er zwangsläufig aus Bremen fliehen. Der Däne ist ein angenehm lässiger Typ, auf und neben dem Platz. Er präferiert Zweikämpfe, liebt die Grätsche - und ist der von Borussia Dortmund im vergangenen Sommer händeringend gesuchte Mentalitätsspieler.

Umfrage

Welche Note geben Sie Thomas Delaney für die Saison 18/19?

52 abgegebene Stimmen

Stattliche 20 Millionen Euro ließen sich die Schwarzgelben die Dienste des defensiven Mittelfeldspielers kosten. In 38 Pflichtspielen kam Delaney in dieser Saison zum Einsatz - in der Regel als Pendant zu Axel Witsel. Auch wenn ihm gelegentlich die filigranen Fähigkeiten abgehen: Delaney ist eine wichtige Zutat im geschmackvollen BVB-Menü dieser Saison. Redaktionsnote: 2,0

Marius Wolf: Als Frankfurter Shootingstar der Spielzeit 2017/18 und mit frisch tätowiertem DFB-Pokal auf dem Schienbein schlug Wolf seine Zelte im vergangenen Sommer in Dortmund auf - und zwar im ehemaligen Haus von Jürgen Klopp in Herdecke. Sportlich lief’s in der ersten BVB-Saison dann durchwachsen. Zunächst gesetzt und mit einem Tor beim 3:1 gegen seine Ex-Klub, verschwand der 23-Jährige zwischen Oktober und Januar - auch aufgrund kleinerer Verletzung - komplett von der Bildfläche.

Umfrage

Welche Note geben Sie Marius Wolf für die Saison 18/19?

77 abgegebene Stimmen

Das änderte sich im Frühjahr: Aufgrund der personellen Probleme auf den Außenverteidigerpositionen fand sich Wolf plötzlich hinten rechts wieder. Bereits im Trainingslager in Marbella hatte Trainer Lucien Favre diese Variante ausprobiert. Wolf zeigte solide Leistungen, bis ihm im Derby gegen Schalke die Sicherungen durchbrannten. Nach einer fiesen Grätsche gegen Suat Serdar sah Wolf zurecht die Rote Karte und musste sich die verbleibenden drei Partien von der Tribüne aus anschauen. Redaktionsnote: 3,5

Marwin Hitz: Die Verpflichtung des Schweizers überraschte. Hitz war über Jahre Stammtorhüter des FC Augsburg, suchte mit knapp 31 Jahren aber nochmal eine neue Herausforderung. Nachdem sich Roman Bürki in der Saison 17/18 einige Patzer erlaubt hatte, wurde über einen offenen Zweikampf im BVB-Tor spekuliert - auch weil Hitz freiwillig auf die WM-Teilnahme in Russland verzichtet hatte. Es kam ganz anders: Roman Bürki festigte seinen Platz als Nummer eins und entwickelte sich zu einem Führungsspieler. Daran trägt auch Hitz seinen Anteil.

Umfrage

Welche Note geben Sie Marwin Hitz für die Saison 18/19?

75 abgegebene Stimmen

So stehen für die ehemaligen Augsburger am Ende der Saison nur drei Pflichtspiel-Einsätze auf dem Statistikzettel - zwei davon hatten es aber in sich: Beim furiosen 3:2 gegen den FC Bayern in der Hinrunde überzeugte Hitz, beim 3:2 gegen Düsseldorf am 33. Spieltag griff er erst böse daneben und verursachte dann auch noch einen Elfmeter, der allerdings nicht zu einem Gegentor führte. Redaktionsnote: 4,0

Leonardo Balerdi: Für den einzigen Winter-Neuzugang überwies der BVB rund 15 Millionen Euro an die Boca Juniors. Auf seinen ersten Profi-Einsatz muss der 20-Jährige allerdings noch warten. In der Rückrunde kam Balerdi ausschließlich in der U23 zum Einsatz. „Wir haben immer gesagt, dass Leo ein Transfer für die Zukunft ist, für die nächste Saison“, erklärte Trainer Lucien Favre. Dann wird der Argentinier seine Chance bekommen. Redaktionsnote: ---

Lesen Sie jetzt