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Borussia Dortmunds Anhängerschaft reagiert gelassen auf die Provokationen der Ultras Gelsenkirchen vor dem Revierderby. Der BVB solle „sportlich die Antwort geben“. Genau das planen auch die Profis.

Dortmund

, 24.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Provokationen gehören dazu, erst recht, wenn die Rivalität so ausgeprägt und verfestigt ist, wie zwischen Schwarzgelb und Königsblau. Gefrotzelt wird spätestens mit dem Abpfiff der Partie vor dem erneuten Wiedersehen, an den Theken, am Arbeitsplatz. Und nicht selten wurden dabei schon in der Vergangenheit mal die Grenzen des guten Geschmacks überschritten. Dass nun ein „Blauer Brief“ der Ultras Gelsenkirchen auftauchte, in dem neben einer klaren Aufforderung an die Profis der Gelsenkirchener zu mehr Leistung auch Geschmacklosigkeiten in Richtung Borussia Dortmund von sich gegeben wurde, ruft in Dortmunder Fankreisen eher Belustigung hervor.

„Antwort auf dem Platz geben“

„Sie fletschen ihre Milchzähne, mehr geht aber auch nicht“, „Wir werden die Antwort auf dem Platz geben“ - der Tenor der meisten Reaktionen in den Sozialen Netzwerken auf Sätze wie „Lasst uns diesem Haufen Dreck zeigen, was gemeinsam möglich ist“, fiel am Dienstag und Mittwoch noch gemäßigt aus. Sogar eine geringe Form von Verständnis wurde geäußert („Kein Wunder, dass die ihrer Enttäuschung Luft machen“), die wenigsten begaben sich dabei auf eine ähnlich provokante Ebene.

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Nach eineinhalb freien Tagen hat am Mittwoch auch die Borussia, die ihr Spiel in Freiburg ja erst am Ostersonntag absolviert hatte, die direkte Vorbereitung auf das Spiel begonnen, das in den Fankreisen das meiste Erregungspotenzial bietet. Der BVB postete einige kleine Video-Schnipsel der Einheit, bei der die Laune offensichtlich gut und die Konzentration hoch war. Eins zeigte auch Lukasz Piszczek bei Lauf- und Koordinationsübungen - der lange verletzte Pole könnte angesichts der Personalprobleme auf der rechten Abwehrseite so etwas wie ein Hoffnungsträger werden.

Öffentliches Training am Donnerstag in Brackel

Am Donnerstag öffnet der BVB für seine Anhänger noch einmal die Tore am Trainingszentrum in Brackel, Schalke hofft bei der öffentlichen Abschlusseinheit am Freitag auf Rückenwind durch die Fans für die Partie im Signal Iduna Park, die für die Königsblauen sportlich ebenso bedeutsam ist wie für den BVB - freilich aus anderen Gründen. Die 42 Punkte Unterschied, die zwischen beiden Mannschaften liegen, belegen den krass unterschiedlichen Saisonverlauf. Dennoch warnten nach dem 4:0 in Freiburg unisono alle Borussen, das Tabellenbild als Maßstab zu nehmen. „Wir hätten heute auch 10:0 gewinnen können“, meinte zum Beispiel Thomas Delaney, „dennoch wird es am Samstag wieder von vorne losgehen.“ Und der Däne wusste auch, dass in einem Derby Tabellenstände generell nur wenig Aussagekraft haben.

Marco Reus brachte die Herangehensweise wohl am besten auf den Punkt: „Egal, wie es bei ihnen läuft. Wir haben unsere Ziele. Wir müssen sie weghauen.“ Damit fasste Reus ganz gut zusammen, was auch die meisten Fans denken.

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