So verändert sich das BVB-Trainingsgelände in den nächsten Jahren

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Borussia Dortmund bastelt an seiner Zukunft. Es geht aber nicht um Neuzugänge: Ins Trainingsgelände auf dem Hohenbuschei-Areal wird in den nächsten Jahren kräftig investiert.

Dortmund

, 22.03.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis zu 20 Millionen Euro steckt Borussia Dortmund in den Ausbau seiner Anlage. Das Ziel ist es, nicht nur sportlich, sondern auch in puncto Infrastruktur mit der europäischen Fußball-Elite mithalten zu können. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Großbaustelle im Stadtteil Brackel.

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? Was hat der BVB mit seinem Trainingszentrum vor?

Bis Ende 2021 wird gebaggert und gebaut. Noch stecken die Borussen um Marcus Knipping, Direktor Finanzen und Facilities, mit den Partnern SHA Scheffler Helbich Architekten und DSW 21 im Planungsstadium. Noch wird gezeichnet und gerechnet, werden Genehmigungen eingereicht, Zeitpläne erstellt. Klar sind aber laut eines Berichts im Mitgliedermagazin „Borussia“ schon die einzelnen Bauabschnitte des Projektes.

So verändert sich das BVB-Trainingsgelände in den nächsten Jahren

Bis Ende 2021 soll das Großprojekt, um das sich Marcus Knipping kümmert, fertig sein. © BVB/Alexandre Simoes

Profitieren sollen vom Ausbau Profis, Nachwuchsspieler, sportliche Führung und medizinische Abteilung. Neueste Erkenntnisse der Sportwissenschaft fließen in die Planungen ein. Der BVB will alle sportlichen Fäden auf seinem Gelände zusammenführen und damit künftig kurze Wege ermöglichen. Vergleichsweise weit und stauanfällig ist bislang der Weg vom Trainingsgelände zur Geschäftsstelle am Rheinlanddamm in der City.



? Stimmt es, dass der BVB eine Fußballhalle baut?

Ja, eine sogenannte „Tonnendachhalle“ soll in Brackel entstehen. Stolze 75 mal 62 Meter groß. Der Clou: Das gewölbte, stützenfreie Dach wird zwölf Meter hoch – und ermöglicht es den BVB-Teams so, wetterunabhängig sogar Flanken, Ecken oder Freistöße zu trainieren. Verlegt wird in der Halle ein 45 mal 64 Meter großer Kunstrasenplatz. Weiterer Effekt: Für ihre Leistungsdiagnostik müssen die Borussen ab 2021 nicht mehr reisen.

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? Warum muss BVB-Sportdirektor Michael Zorc seine Sachen packen?

Die sportliche Führung erhält zur Saison 2020/21 neue Büros mit bestem Blick auf die Trainingsplätze. Drei Stockwerke erhält der Neubau der „Geschäftsstelle Sport“. Zorc und Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspieler, beziehen die oberste Etage, in der auch Tagungsräume für Aufsichts- und Wirtschaftsrat entstehen. Im Gebäude werden zudem die Leiter der Nachwuchsabteilung um Lars Ricken sowie das Scouting der Borussia reichlich Platz finden.



? Was haben die Jugendspieler von der Erweiterung des Trainingsgeländes?

Bislang müssen die jungen Spieler, die zu alt für die Nachwuchsteams geworden sind, aus dem Jugendhaus ausziehen. Der BVB strickt derzeit mit der Stadt Dortmund an einem Konzept, wie das bestehende Jugendhaus erweitert werden kann, so dass Talente dort länger wohnen können. Zudem soll die Betreuung dank verbesserter Infrastruktur für Physiotherapie und Sportmedizin weiter professionalisiert werden.

Das neue Trainingsgelände soll mit seinen ausgedehnten Möglichkeiten umworbenen Talenten zudem die Entscheidung pro Borussia Dortmund erleichtern. Als ein Vorbild für das Konzept gilt dem BVB das Gelände des englischen Champions Manchester City.



? Weshalb bekommen die Pförtner ein eigenes Haus?

Ein weiterer geplanter Neubau auf 400 Quadratmetern Grundfläche an der Einfahrt des Geländes trägt zwar den schlichten Namen „Pförtnerhaus“, dahinter steckt aber viel mehr. Das „Pförtnerhaus“ beherbergt neben der Einlasskontrolle für das Areal der Profis auch den Sicherheitscheck für eingehende Post sowie Arbeitsräume für Journalisten - samt einer Dachterrasse für TV-Kameras, um der Elf von Lucien Favre bei der Arbeit auf die Füße schauen zu können.



? Welche Besonderheiten stecken darüber hinaus in den Plänen?

Das Gebäude, das die U23-Mannschaft nutzt, bekommt einen Anbau mit Schwimmbecken. Reha-Zeiten für verletzte Spieler sollen damit verkürzt werden. Im Gebäude der BVB-Profis installieren Spezialisten zudem eine Ganzkörper-Kälte-Kammer, die den Spielern bei bis zu minus 100 Grad bei der schnelleren Regeneration helfen soll - und laut Sportmedizinern mehr Schnellkraftvermögen bringen könnte. Legales Doping quasi.

Ein kleines technisches Schmankerl erhält die Schranke an der Einfahrt: Eine Kamera erkennt dort die Nummernschilder der Fahrzeuge, für die sich die Schranke automatisch hebt. Schranke hoch also für eine erfolgreiche Zukunft? Zumindest rollen schon bald die Bagger für die Borussia.

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