So wurden die PAOK-Fans in Dortmund kontrolliert

Europa-League-Spiel

Vor dem Hochrisikospiel des BVB gegen PAOK Saloniki war die Dortmunder Polizei mit einem Großaufgebot in der Stadt unterwegs. Rund 3000 griechische Fans waren nach Dortmund gereist. Wie der Polizeieinsatz ablief, können Sie hier nachlesen.

DORTMUND

, 10.12.2015, 08:33 Uhr / Lesedauer: 4 min

Nachtrag 19 Uhr: Erstes Zwischenfazit der Polizei

Die Polizei hat vor wenigen Minuten ein erstes Zwischenfazit veröffentlicht: Die Anreise der Fans beider Lager zum Stadion verlief bisher weitgehend friedlich und ohne Auseinandersetzungen. Bislang ist das polizeiliche Einsatzkonzept, welches auf strikte Trennung beider Fanlager und auf mehrsprachige Kommunikation ausgelegt ist, aufgegangen, heißt es in einer Pressemitteilung.

In einigen Bereichen des Stadtgebietes kam es aufgrund der Ansammlung von Fangruppen und polizeilicher Maßnahmen vorübergehend zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Aktualisierung 18.55 Uhr: Gleich beginnt das Spiel 

Der Block neben den Paok-Fans auf der Nordtribüne bleibt aus Sicherheitsgründen heute leer. Der BVB musste also auf den Verkauf von Eintrittskarten verzichten. 

An dieser Stelle beenden wir unsere aktuelle Berichterstattung zum Einsatz. Die Polizei hat für den Abend eine weitere Pressemitteilung angekündigt, relevante Infos werden wir nachreichen. Das Spiel BVB gegen Paok Saloniki können Sie hier live mitverfolgen

Aktualisierung 18.30 Uhr: Spiel dürfte pünktlich beginnen

Die Kontrollen sind noch nicht ganz abgeschlossen, aber das Spiel dürfte pünktlich um 19 Uhr beginnen. Bislang gab es keine besonderen Vorkommnisse, meldet unser Reporter Peter Bandermann. Gegen 19 Uhr will die Dortmunder Polizei weitere Informationen zum Einsatz veröffentlichen.

Aktualisierung 18.05 Uhr: 30 Sekunden pro Kontrolle

Die Kontrollen am Stadion dauern an. Die Ordner schauen ganz genau hin. "Handgestoppte 30 Sekunden kann eine Kontrolle schon mal dauern. Das nimmt bei mehr als 3000 Paok-Fans natürlich viel Zeit in Anspruch", sagt Reporter Peter Bandermann. Die ersten Fangruppen seien aber bereits im Stadion.

Aktualisierung 17.03 Uhr: Fans werden am Stadion kontrolliert

Der griechische Fantross ist mit rund 2000 Menschen am Signal Iduna Park angekommen. Es gibt einen vorgelagerten Kontrollbereich vor den eigentlichen Stadioneingängen. In diesen Bereich werden rund ein halbes Dutzend Paok-Anhänger gleichzeitig eingelassen. Die Ordner können die Fans ohne Druck von hinten kontrollieren - unter den Augen der Polizei. Auf der Suche nach Pyrotechnik und Waffen entrollen sie auch Transparente.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Polizei kontrolliert Paok-Fans

Die Polizei kontrolliert vor dem Spiel BVB gegen Paok Thessaloniki jeden einzelnen griechischen Fan. Dabei haben Einsatzkräfte bereits Pyrotechnik, Masken und Messer gefunden. Vom Hoeschpark aus ziehen die griechischen Fans zur Leopoldstraße, wo sich ihr Fantreff befindet.
10.12.2015
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Vorgezogene Kontrollen an der Nordtribüne: Die Leibesvisitationen dauerten bis zu 45 Sekunden pro Person.© Foto: Peter Bandermann
Die schweren Drehkreuze und ein Ampelsystem nahmen den Druck von den Ordnern.© Foto: Peter Bandermann
Sakis Fotis ist gebürtiger Grieche, wohnt aber seit vielen Jahren in Dortmund. Sein Herz schlägt für Paok und den BVB - aus beiden Vereinstrikots nähte er sich eins für den Signal Iduna Park.© Foto: Peter Bandermann
Paok-Fans auf dem Weg zum Stadion: Vereinzelt zündeten sie Pyrotechnik.© Foto: Peter Bandermann
Paok-Fans auf dem Weg zum Stadion.© Foto: Peter Bandermann
Die griechischen Fans mussten für intensive Kontrollen bis zu zwei Stunden warten.© Foto: Peter Bandermann
Paok-Fans auf dem Weg zum Stadion.© Foto: Peter Bandermann
Die Dortmunder Polizei bleibt dicht an den griechischen Fans dran.© Foto: Peter Bandermann
Rund 15 Busse von Paok-Anhängern sind am Parkplatz E 3 angekommen.© Foto: Peter Bandermann
Paok-Fans vor dem Fantreff an der Oesterholzstraße in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Paok-Fans vor dem Fantreff an der Oesterholzstraße in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Polizei und griechische Fans bei einer Kontrolle in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Paok-Fans vor dem Fantreff an der Oesterholzstraße in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Polizei und griechische Fans bei einer Kontrolle in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Paok-Fans vor dem Fantreff an der Oesterholzstraße in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei kontrolliert jeden einzelnen griechischen Fan, hier am Hoeschpark.© Foto: Peter Bandermann
Auf der Suche nach Pyrotechnik ist die Polizei bereits fündig geworden.© Foto: Peter Bandermann
Polizei und griechische Fans bei einer Kontrolle in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei kontrolliert jeden einzelnen griechischen Fan, hier am Hoeschpark.© Foto: Peter Bandermann
Polizei und griechische Fans bei einer Kontrolle in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Polizei und griechische Fans bei einer Kontrolle in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Polizei und griechische Fans bei einer Kontrolle in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Auf der Suche nach Pyrotechnik ist die Polizei bereits fündig geworden.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei kontrolliert jeden einzelnen griechischen Fan, hier am Hoeschpark.© Foto: Peter Bandermann
Polizei und griechische Fans bei einer Kontrolle in der Nordstadt.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei kontrolliert jeden einzelnen griechischen Fan, hier am Hoeschpark.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei kontrolliert jeden einzelnen griechischen Fan, hier am Hoeschpark.© Foto: Peter Bandermann
Auf der Suche nach Pyrotechnik ist die Polizei bereits fündig geworden.© Foto: Peter Bandermann
Die Polizei kontrolliert jeden einzelnen griechischen Fan, hier am Hoeschpark.© Foto: Peter Bandermann
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Die Fans singen, während sie auf ihren Einlass warten. Eine Durchsage ertönt, dass die Kontrollen der aktuellen politischen Lage geschuldet seien. Nach den Anschlägen in Paris waren die Einlasskontrollen für das Spiel des BVB gegen den VfB Stuttgart Ende November bereits verschärft worden. Der Vorplatz ist vergleichsweise leer, berichtete unser Reporter vor Ort. "Auf dem Weg zum Stadion haben sie geböllert - aber das alles gelangt wenigstens nicht ins Stadion", sagt Peter Bandermann.

Aktualisierung 16.44 Uhr: Paok-Anhänger zünden Pyrotechnik

Die Fangesänge wirken mittlerweile müde - das versuchen die Paok-Anhänger mit Pyrotechnik zu überspielen. Alles haben ihnen die Beamten nicht abnehmen können. Gerade überqueren die griechischen Fans die Ardeystraße. In rund 20 Minuten werden sie vor den Toren des Stadions stehen. Wie viele Bengalos werden die Ordner des BVB sicherstellen können?

#Saloniki-Fans im Anmarsch. #BVB#SSNHDpic.twitter.com/oKCx9xFB5d

— Stephan Schäuble (@Sky_StephanS)

Aktualisierung 16.35 Uhr: Gleich laufen die Griechen zum Stadion

Rund 15 Busse mit Paok-Fans sind am Parkplatz E3 an der Victor-Toyka-Straße angekommen. Nach Einschätzung unseres Reporters vor Ort hat es offenbar im Vorfeld intensive Absprachen über die Anreise gegeben: Denn die ist reibungslos. Alles läuft friedlich und gut organisiert ab. Der Fantreff in der Nordstadt soll an der Organisation maßgeblich beteiligt gewesen sein.

Jetzt laufen die Fußballfans los zum Stadion - dabei werden die Griechen natürlich von der Polizei begleitet. Noch ist genug Zeit für intensive Einlasskontrollen. Entscheidend ist, wie sich die momentan sehr ruhigen Fans im Stadion selbst verhalten. Denn dort sind sie nicht mehr in direkter Nähe zu den Polizisten. 

Aktualisierung 14.07 Uhr: 500 Fans feiern auf der Oesterholzstraße

Rund 500 Fans von Paok Saloniki feiern vor dem griechischen Fantreff an der Oesterholzstraße. Alles ist friedlich, sagt unser Reporter vor Ort, die Anhänger stimmen Fan-Gesänge an. 

#BVBPAOK vor dem Paok-Fantreff in der Nordstadt. pic.twitter.com/r3LOkwnZJC

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

Die Feier hat Auswirkungen auf den Verkehr: Die nördliche Oesterholzstraße ist ab dem Borsigplatz gesperrt, die Stadtbahn U44 fährt nur noch bis zur Haltestelle Borsigplatz.

Aktualisierung 13.22 Uhr: Polizisten durchsuchen jeden Fan

Mehrere Hundert Paok-Fans sind in der Stadt. Am Hoeschpark kommen die Fanbusse mit deutschen, österreichischen und schweizerischen Kennzeichen an. Der Treffpunkt der Griechen liegt an der Oesterholzstraße - die ist mittlerweile gesperrt, Autofahrer sollten den Bereich umfahren. Auch an der Ecke Robertstraße / Lünener Straße gibt es kein Durchkommen.

#bvbpaok Polizei kontrolliert griechische Fans in #Dortmund. pic.twitter.com/J9a4NJkRg9

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

Die Polizei durchsucht am Hoeschpark jeden griechischen Fan, der aus dem Bus steigt, und nimmt seine Personalien auf. Bei allen werden auch die Taschen kontrolliert. Die Polizisten sprechen die Fans teilweise auf Griechisch an. Auch am Friedensplatz zeigt die Polizei Präsenz. Dort stehen derzeit viele Polizeiwagen. 

Auch am Donnerstag fanden die Einsatzkräfte Pyrotechnik bei mehreren Personen. Teilweise tragen die Männer Protektoren unter ihrer Kleidung. Insgesamt sind die Paok-Fans ruhig und friedlich. „Die Stimmung ist gut, man hört die ganze Zeit Fangesänge“, berichtet unser Reporter vor Ort.

#bvbpaok griechische Fans singen: "Wir sind Hooligans und haben keine Angst vor der Polizei." pic.twitter.com/RPnyBfdsVj

— Peter Bandermann (@RN_Bandermann)

Das Ziel der Polizei: so viel Pyrotechnik wie möglich vom Markt bekommen, damit sie nicht ins Stadion gelangt. Denn die Paok-Fans sind bekannt dafür, dass sie Pyros in den gegnerischen Fanblock werfen. Deshalb wird die Polizei bei den Einlasskontrollen ins Stadion viel Aufmerksamkeit auf sie richten.

Unsere Appelle an die Fans: Verhalten Sie sich friedlich und bleiben Sie sportlich fair! Unterstützen Sie die eigene Mannschaft! #BVBPAOK

— Polizei NRW DO (@PolizeiDortmund)

Erstmeldung 8.33 Uhr: Fast 1000 Polizisten im Einsatz

Die Präsenz der Polizei war bereits am Mittwoch unübersehbar. Vor allem in der Nordstadt, wo Paok-Fans einen Treffpunkt betreiben, und auf den Autobahnen war auch Bereitschaftspolizei unterwegs, um potenzielle Straftäter unter den Fangruppen zu erkennen und Straftaten zu vermeiden. Einen Bus mit griechischen Fans stoppten Polizisten am Mittwochabend mit sicherem Gespür: Sie entdeckten Pyrotechnik, ein Messer, Drogen, Handschuhe mit Kunststoffverstärkung und Sturmhauben. Die Randalierer-Ausstattung also.

Paok-Fans sind dafür bekannt, dass sie mit gegnerischen Fans und der Polizei nicht zimperlich umgehen. Im Einsatz sind deshalb fast 1000 Polizisten. Sie sind am Spieltag in der Dortmunder Innenstadt unterwegs, um gewaltbereite Fans zu erkennen und zu stoppen. Fünf Businsassen lieferte die Polizei am Mittwochabend ins Gewahrsam ein, inzwischen wurden sie jedoch wieder entlassen, teilweise nach Zahlung von Sicherheitsleistungen. Sieben Personen erhielten Anzeigen. 

Mit diesem Auftakt vor einer als Hochrisikospiel eingestuften Partie in der Fußball-Euro-League rechnet die Polizei mit ähnlichen Kontrollergebnissen. Dennoch hofft Einsatzleiter Edzard Freyhoff auf einen Spieltag mit friedlichem Charakter und auf ein spannendes Fußballspiel. Die große Mehrheit der 65.500 Stadionbesucher werden das nicht anders sehen. Mit Problemen rechnet die Polizei bei jeweils gewaltbereiten 300 Fans auf griechischer und Dortmunder Seite. Sie sind Besitzer von Eintrittskarten.

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