Subotic: Hier bin ich richtig

MARBELLA Neven Subotic (20) ist der Aufsteiger der Saison. Vor zwei Jahren kickte der Serbe noch in einer College-Mannschaft, jetzt ist er eine feste Stütze im Spiel der Borussia. Zudem führt er als Innenverteidiger mit fünf Treffern die interne Torschützenliste an.

von Von Thomas Schulzke

, 11.01.2009, 18:44 Uhr / Lesedauer: 3 min
Neven Subotic (oben), hier gegen Nuri Sahin, zeigt Einsatz. Er will so schnell wie möglich alles erreichen.

Neven Subotic (oben), hier gegen Nuri Sahin, zeigt Einsatz. Er will so schnell wie möglich alles erreichen.

Mein vorrangiges Ziel war es, so viele Minuten wie möglich für den BVB zu spielen. Ich habe gedacht, dass ich so vier oder fünf Spiele in der Saison machen werde. Ein bisschen reinkommen und etwas Bundesligaluft schnuppern.

Niemand meiner Teamkollegen in der College-Liga hat gedacht, dass ich einmal in der Bundesliga spielen werde. In den USA werden immer wieder junge Spieler hochgejubelt, und ihnen wird eine große Karriere vorhergesagt. Aber mich hatte keiner auf der Rechnung.

Ich bin sehr zufrieden damit, wo ich jetzt mit 20 Jahren stehe. Aber ich motiviere mich immer wieder neu. Ich mache mir Gedanken darüber, was wäre, wenn ich schon früher besser gespielt hätte. Dann hätte ich vielleicht schon ein paar Champions-League-Partien gemacht.

Ich setze meine Ziele immer sehr hoch. Wenn mein Traum nur die Bundesliga gewesen wäre, stünde ich jetzt da und würde mich fragen: Was jetzt? Ich habe mir aber mehr vorgenommen. In meinem Lebenslauf soll stehen, dass ich in der Champions League, im UEFA-Cup und auch bei einer Weltmeisterschaft gespielt habe. Und ich will alles so schnell wie es nur geht.

Es gibt 1000 Wege in die Champions League. Wer weiß, wie ich da hinkomme. Ob mit dem BVB, das werden wir sehen.

Ich kann gut einschätzen, wie gut ich aktuell bin und was ich noch lernen muss. Der BVB und die Bundesliga sind für mich erstmal in den nächsten Jahren mein sportliches Zuhause. Hier bin ich richtig, um mich weiter zu entwickeln.

Ich habe mir vorgenommen, ruhiger zu spielen. Ich habe zu oft einfach den Ball weggeschlagen und viele Fehlpässe gespielt.

Jeder Innenverteidiger hat bisher einen guten Job gemacht. Mit Santana habe ich gegen Stuttgart 3:0 gewonnen. Und Robert Kovac hat bei jedem Auftritt hervorragend gespielt.

Die schönste Partie war gegen Köln. Das war ein echtes Kampfspiel. Jeder hat für jeden alles gegeben. Nachher in der Kabine waren sich alle einig, dass das ein geiles Spiel war. Die Mannschaft ist noch enger zusammen gerückt. Man braucht immer ein solch ein Ereignis, damit eine Mannschaft wächst.

Das DFB-Pokal-Spiel gegen Berlin. Gegen Pantelic und Voronin sah ich ganz schlecht aus.

Es gab zwei Angebote. Ein Angebot, bei dem ich einen Haufen Geld verdient hätte. Das habe ich nicht angenommen. Und ein weiteres, bei dem Erfolg und eine gute sportliche Zukunft zu erwarten sind. Und dafür habe ich mich entschieden. Ende Februar könnte ich schon bei einem Turnier in Zypern für Serbien spielen.

Der DFB hat geprüft, ob es möglich wäre, aber es ging nicht. Es ist jetzt nicht so, dass ich deswegen geweint habe.

Ich wusste sofort, dass ich zum BVB gehe. Ich wollte zu einem großen Klub. Hoffenheim wäre eine Risikoentscheidung gewesen. Und ich nehme gerne im Leben die sichere Variante. Und Deutscher Meister wird auch Bayern. So lange Franck Ribéry fit bleibt.

In der Hinrunde hatten wir öfter Pech als Glück. Wenn sich das jetzt dreht, sieht es gut für uns aus. Ich weiß aber nicht, ob das für den UEFA-Cup reicht. Wir müssen auch gucken, was die andren Teams machen.

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