Sven Bender und Matthias Ginter freuen sich auf Rio

Vor den Olympischen Spielen

Sven Bender und Matthias Ginter sind die Meilenmeister von Borussia Dortmund: Das Duo fliegt kurz nach der Rückkehr von der Asienreise des BVB mit der Olympia-Auswahl des DFB weiter nach Brasilien. Das bedeutet viel Stress - für beide jedoch ist es eine Herzensangelegenheit.

SHANGHAI

, 25.07.2016 / Lesedauer: 3 min
Sven Bender und Matthias Ginter freuen sich auf Rio

Matthias Ginter (l.) und Sven Bender (r.) werden Deutschland in Rio vertreten.

Seit dem Wochenende ist er endlich da, der vielleicht größte Star von Borussia Dortmund in China. Nein, Marco Reus ist nicht nachgereist, er absolviert seine Reha weiterhin in Dortmund. Die Rede ist von Matthias Ginter. Der Abwehrspieler ist mit seiner großen Statur und den blonden Haaren ein echter Frauenschwarm im Reich der Mitte. Für den Weltmeister von 2014, der aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung länger als geplant zuhause bleiben musste, war die verspätete Anreise nach Shanghai der Auftakt einer intensiven Zeit. Nach der Rückkehr aus Asien bleibt ihm ein knapper Tag, um seinen Koffer umzupacken, dann geht es weiter nach Brasilien.

Gemeinsam mit seinem Dortmunder Teamkollegen Sven Bender – ein weiterer Frauenschwarm in Shanghai - steht Ginter in der Olympia-Auswahl des Deutschen Fußball-Bunds. Nach der verpassten Europameisterschaft, für die ihn Bundestrainer Joachim Löw nicht nominiert hatte, hatte er früh signalisiert, für das größte Sportevent der Welt zur Verfügung zu stehen. Auch Bender musste nicht lange überlegen, als U23-Auswahlcoach Horst Hrubesch ihn vor einigen Wochen fragte, ob er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Lars dem Team angehören wolle.

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"Die Lust war sofort da", sagt der Defensivspezialist – und hält dann ein flammendes Plädoyer für die Bedeutung der olympischen Spiele: "Mir ist es wichtig, das nicht kleinzureden. Wenn ich als Fußballer sagen würde, ich will da nicht hin, obwohl ich die Chance dazu hätte, dann wäre das meiner Meinung nach unfair gegenüber den anderen Sportlern, die ihr Leben lang hart für die Teilnahme kämpfen. Dann hätte ich ein schlechtes Gewissen."  Die olympischen Spiele seien eine "geniale Sache", vor allem, weil dort mal nicht der Fußball im Fokus stehen würde, sondern andere Sportarten. "Das finde ich super."

Regelmäßige Kontrollen

Bender und Ginter gehören zu jener Kategorie von Fußball-Profis, die auch mal über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Natürlich, sagt etwa Ginter, habe er sich auch mit dem Zika-Virus beschäftigt, letztlich aber das Risiko angesichts der sportlichen Chance für hinnehmbar erachtet. Auch er sagt: "Auf die olympischen Spiele möchte man schließlich nur ungern verzichten." Auch zur Doping-Debatte um Russland hat er einen klaren Standpunkt: "Ich bin für einen sauberen Sport und auch für harte Strafen", sagt der 22-Jährige, der regelmäßig von Dopingkontrolleuren zuhause kontrolliert wird, "ich bin aber auch kein Fan davon, alle Sportler eines Landes kollektiv zu bestrafen."

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Tai Chi und Kalligrafie mit den BVB-Profis

Bilder vom Tai Chi und der Kalligrafie-Nachhilfe mit den BVB-Profis.
25.07.2016
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Die BVB-Spieler Roman Weidenfeller, Sebastian Rode, Marc Bartra, Pierre-Emerick Aubameyang und Emre Mor bei Kalligrafie-Übungen auf Chinesisch.© Foto: BVB
Montag 25.07.2016, 1. Fussball - Bundesliga Saison 16/17, in Shanghai / Volksrepublik China, BVB-China-Tour-2016, BV Borussia Dortmund Im Yuyuan Garden auf der Terrasse Beaufort Terrace. Torwart Roman Weidenfeller (BVB) , Sebastian Rode (BVB), Marc Bartra (BVB) , Pierre-Emerick Aubameyang (BVB) , Emre Mor (BVB) bei Calligraphy Uebungen auf chinesisch Copyright:Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaARheinlanddamm 207-20944137 Dortmund© Alexandre Simoes (BVB)
Die BVB-Spieler Roman Weidenfeller, Sebastian Rode, Marc Bartra, Pierre-Emerick Aubameyang und Emre Mor bei Kalligrafie-Übungen auf Chinesisch.© Foto: BVB
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Die BVB-Spieler Roman Weidenfeller, Marc Bartra, Pierre-Emerick Aubameyang, Emre Mor und Sebastian Rode im Yuyuan Garden auf der Terrasse bei Thai-Chi-Übungen.© Foto: BVB
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Die BVB-Spieler Roman Weidenfeller, Marc Bartra, Pierre-Emerick Aubameyang, Emre Mor und Sebastian Rode im Yuyuan Garden auf der Terrasse bei Thai-Chi-Übungen.© Foto: BVB
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Schlagworte BVB , Borussia Dortmund

Man spürt im Gespräch mit den beiden, welchen Stellenwert die olympischen Spiele in ihrem Leben besitzen. Beide sind Sportfreaks im positiven Sinne und ziehen sich Inspiration und Motivation von anderen Spitzensportlern. Etwa von Tennisprofi Roger Federer. "Er ist bodenständig und einfach geblieben, dabei aber immer top", sagt Bender, "und solche Sportler gibt es auch in anderen Sportarten. Ich picke mir überall diejenigen raus, mit denen ich mich am besten identifizieren kann. Und es macht Olympia ja auch aus, dass da alle Sportler auf einem Fleck sind und man sich begegnet."

"100-Meter-Finale wäre nett"

Für die Fußballer allerdings gilt das nur eingeschränkt. Die ersten Spiele trägt die DFB-Auswahl in Belo Horizonte und Salvador aus – und damit weit weg vom olympischen Dorf. Erst ab der K.o.-Runde ginge es für Bender, Ginter und Co. in Rio weiter. Eine Medaille ist das Ziel, sagt Ginter. Der Vorteil: Dann bekäme das Borussen-Duo auch noch etwas von den anderen Entscheidungen mit. "Das 100-Meter-Finale wäre natürlich nett", sagt Bender und grinst dabei schelmisch, wohl wissend, dass dort jeder hinmöchte. Dann schiebt er nach einer kurzen Kunstpause nach: "Im Ernst: Egal was, egal wo. Ich möchte einfach gerne dabei sein." Da hat jemand das olympische Motto verinnerlicht.

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