Trotz langer Pause: Bei BVB-Kapitän Marco Reus ist Geduld gefragt

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Auch bei einer verspäteten Saisonfortsetzung im Mai droht Marco Reus noch die Zuschauerrolle. Voll belastbar ist der BVB-Kapitän nach seiner Adduktorenverletzung immer noch nicht.

Dortmund

, 30.03.2020, 19:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Spielern der Dortmunder Borussia hat die Zwangspause durch das Coronavirus eigentlich in die Karten gespielt. Thomas Delaney und Marco Reus waren die einzigen Profis, die Trainer Lucien Favre zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung vor gut zwei Wochen nicht zur Verfügung standen.

Rückkehr von Reus verzögert sich

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Delaney, der nach einem Bänderriss im Sprunggelenk bei einem Trainings-Versuch im Winter-Trainingslager in Marbella eine nicht näher bezeichnete Knieverletzung erlitt, stand zuletzt dicht vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining.

Reus‘ Zwangspause nach einer Muskelverletzung an den Adduktoren im Pokalspiel bei Werder Bremen Anfang Februar war eigentlich auf vier Wochen bis zum Wiedereinstieg ins Teamtraining angesetzt. Doch beim 30-Jährigen war auch Mitte März noch nicht wieder an Fußball auf dem Platz zu denken.

BVB-Kapitän Marco Reus könnte Borussia Dortmund noch länger fehlen

Und dort könnte er auch noch länger fehlen. Nach Informationen dieser Redaktion ist der Dortmunder auch weiterhin noch nicht voll belastbar und braucht Geduld. Der Formaufbau geht nur mit kleinen Schritten voran. Kein Risiko bei Reus, ist das Motto. Selbst wenn der BVB wie erhofft Anfang kommender Woche in wie auch immer gearteter Form als Gruppe auf den Rasen zurückkehren kann, dürfte Marco Reus dort noch nicht wieder auftauchen. Reus‘ Ausfallzeit verlängert sich – womöglich sogar bis in den Mai hinein, wo nach den Plänen der Deutschen Fußball-Liga der Spielbetrieb der Bundesliga wieder aufgenommen werden könnte.

Bislang hat Reus durch die in Bremen erlittene Verletzung sieben Pflichtspiele verpasst, darunter auch beide Achtelfinal-Partien in der Champions League gegen Paris St. Germain. Spiele, in denen der BVB seinen Kapitän hätte gut gebrauchen können. Das passt zur schwierigen Spielzeit, die der 30-Jährige in der Saison 19/20 erlebt. Dem steht die Tatsache gegenüber, dass die nackten Zahlen Reus‘ Wert für die Borussia auch in dieser Saison nachweisen. Der Kapitän war einer der Vielspieler, bis ihn ein Muskelfaserriss kurz vor Weihnachten erstmals – aber nur für die letzte Hinrundenpartie bei der TSG 1899 Hoffenheim ausbremste. Dort verlor der BVB ohne seinen Kapitän, der in den 25 Pflichtspielen, die er bestritt, zwölf Treffer und sieben direkte Torvorbereitungen beisteuerte.

Verletzung wirft BVB-Kapitän Reus zurück

Dennoch stand der Beginn der Rückrunde auch bei Marco Reus unter der Zielvorgabe, die eigene Form auf höherem Niveau konstant zu halten und wieder ein prägender Faktor des Dortmunder Offensivspiels zu werden. Mit zwei Toren und zwei Torvorlagen in den ersten drei Bundesliga-Partien nach der Winterpause verlief der Start verheißungsvoll. Dann kam Bremen, das Pokal-Aus. Und der erneute gesundheitliche Rückschlag.

Gepunktet hat Marco Reus allerdings während seiner Zwangspause auf einem anderen Feld. Seine Gründung der Initiative „Help your Hometown“, verbunden mit einer großzügigen Spende in Höhe von 500.000 Euro für lokal durch das Coronavirus in Bedrängnis geratene Unternehmen hat seinen Ruf in der Dortmunder Fan-Szene noch einmal weiter gefestigt – und einmal mehr seine Verbundenheit zu seiner Heimatstadt unter Beweis gestellt.

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