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Tuchel: "Es wird eine enge Geschichte werden"

Pressekonferenz vor Finale

Die Spannung steigt: Die Fußball-Saison 2016/17 findet am Samstag (20.00 Uhr) für Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt mit dem DFB-Pokalfinale in Berlin ihren Höhepunkt. Vor dem Duell sprachen Trainer Thomas Tuchel und Kapitän Marcel Schmelzer (beide BVB) sowie Eintracht-Coach Niko Kovac und Kapitän Alexander Meier über ihre Titelambitionen.

BERLIN

, 26.05.2017 / Lesedauer: 5 min
Tuchel: "Es wird eine enge Geschichte werden"

BVB-Coach Thomas Tuchel erwartet im DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt ein enges Duell.

BVB-Trainer Thomas Tuchel über …  

… das Finale: „Ich bekomme sofort Gänsehaut, wenn ich die Bilder von unserem Weg ins Finale sehe. Wir haben uns diese Bilder in der vergangenen Woche immer wieder angeschaut. Da sind unzählige Geschichten passiert. Jacob Bruun Larsen hat als A-Jugendlicher gegen Union Berlin gleich ein Tor gemacht. Ousmane Dembélé wurde gegen Hertha unter der Decke vom Platz getragen, dann 15 Minuten behandelt. Am Ende schießt er den ersten Elfmeter und trifft. Jetzt sind wir hier in Berlin und wollen unbedingt gewinnen.“  

… über den Vorteil, schon mal in Berlin dabei gewesen zu sein:  „Wir sind die Abläufe schon gewohnt, wissen, wie es mit dem Training läuft. Das gibt uns ein gewisses Maß an Ruhe, das vielleicht den Ausschlag geben kann. Aber wir spielen ein Finale gegen eine starke Mannschaft mit einem starken Trainer. Es steht außer Frage, dass es eine enge Geschichte werden wird.“

… über Eintracht Frankfurt: „Sie sind sehr zweikampfstark und spielen sehr körperlich. Das ist nicht verboten. Die Eintracht hat in der Hinrunde durchweg sehr besonders Fußball gespielt. Es war toll anzusehen. Sie haben eine mutige Art, zu spielen, mit viel Ballbesitz und taktisch sehr diszipliniert. Es ist unangenehm, gegen sie zu verteidigen. Sie haben wahnsinnig viel Selbstvertrauen. Durch unglückliche Ergebnisse und einige Verletzungen hatten sie in der Rückrunde etwas den Faden verloren. Aber sie strahlen weiterhin großes Selbstvertrauen aus. Das gilt auch für Niko Kovac. Und das überträgt sich auf seine Mannschaft. Sie sind top in der Liga, wenn es darum geht, Chancen des Gegners zu verhindern. Unsere Aufgabe wird sein, das Tempo zu bestimmen und dominant zu spielen. Wir werden Effizienz und Effektivität benötigen, um unser Ziel zu erreichen.“  

… über die Besonderheit des Pokalsiegs nach dieser Saison: „Es wäre nach dieser Saison ein besonderer Schlusspunkt. Und den wünschen wir uns. Ich empfinde es als großes Privileg, zum zweiten Mal in zwei Jahren hier zu sein. Wir haben uns im letzten Jahr zum Ziel gesetzt, in Berlin dabei zu sein. Diesmal sind wir von Beginn an eine Stufe weitergegangen. Wir wollten nach Berlin, um dort zu gewinnen. So fühlt es sich an.“

… die Unruhe der vergangenen drei Woche: „Meine persönliche Rolle spielt gerade keine Rolle. Ich verspüre gerade eine sehr große Ruhe. Alle Gedanken gelten nur dem Finale. Das Vertrauen zu meinen Spielern ist so groß, wie es immer war. Und auch nach dieser Saison mit diesen vielen besonderen Ereignissen ungebrochen. Im Gegenteil: Das hat für viel Klebstoff gesorgt. Anders wären solche Leistungen wie in den vergangenen Wochen auch nicht möglich.“  

… Lukasz Piszczek: „Er hat die ganze Woche über normal mittrainieren können. Er ist ein wichtiger Faktor für unsere Mannschaft. Es ist ein Genuss, ihn ihm Team zu haben. Er lacht viel, ist ein sehr ruhiger Mensch, sehr empfindsam. Ein toller Familienvater. Er spielt eine riesige Rolle für uns. Im Finale 2016 hat er gezeigt, zu welch‘ besonderen Leistungen er fähig ist. Es ist sehr wichtig, solche Spieler dabei zu haben.“

 

BVB-Kapitän Marcel Schmelzer über …  

… das Finale: „Es herrscht bei uns eine riesige Vorfreude. Es ist für jeden ein Highlight, hier in Berlin sein zu dürfen. Wir sind jetzt zum wiederholten Male hier. Oft mussten wir mit leeren Händen nach Hause fahren. Diesmal wollen wir den Pokal holen. Und dazu müssen wir die Erfahrungen aus den verlorenen Finals mit in die Partie nehmen. Das Ziel ist ganz klar: Wir wollen den Pokal gewinnen.“

 

... seinen Fitnesszustand: „Ich habe am Donnerstag eine Laufeinheit absolviert, das ging ohne Probleme. Ich werde beim Abschlusstraining normal mittrainieren. Danach werden wir schlauer sein.“

… seine Pokalerinnerungen: „Man kann, sollte und muss aus jedem Finale etwas mitnehmen. Mit der Erinnerung an 2012 schläft man besser ein. Aber ob ich davon in der Nacht auf Samstag träumen werde? Das weiß ich nicht. Jedes Finale hatte eine kleine Geschichte, über die man streiten konnte. Für uns war von Anfang an klar, dass wir nicht nur nach Berlin, sondern diesmal auch den Pokal gewinnen wollen.“

 

Frankfurts Trainer Niko Kovac über…

… über seine Rückkehr nach Berlin: „Es freut mich nicht nur als Trainer zurück in meine Heimatstadt zu kommen. Hier in Berlin habe ich viele Freunde. Dass wir es als Eintracht geschafft gehaben, hierhin zu kommen, ist einfach einmalig.“  

… das angeschlagene Duo Alexander Meier / Jesus Vallejo: „Alex Meier und Jesus Vallejo sind beide einsatzbereit. Ob sie von Anfang an spielen, kann ich jetzt nicht sagen. Sonst kann ich dem Thomas (Tuchel, Anm. d. Red.) ja jetzt gleich alles verraten (lacht).“

… Marco Russ: „Es ist für uns alle ein besonderer Moment, dass Marco Russ wieder dabei ist, dass er wieder ein Teil der Mannschaft ist. Auch, dass er mit seinem verwandelten Elfmeter im Halbfinale seinen Beitrag zum Finaleinzug geleistet hat. Ich bin froh, dass er vollständig gesund ist.“  

… die Suspendierung von Guillermo Varela: „Über diesen Fall wurde genug geredet und geschrieben. Ich muss nichts mehr dazu sagen. Er war eine Option für die Startelf, aber wir müssen uns jetzt auf uns konzentrieren. Die 18 Spieler, die morgen auf dem Spielberichtsbogen stehen, werden das Zeug haben, Dortmund schlagen zu können.“

… die Bedeutung des Titelgewinns: „Wir Fußballer und Trainer spielen natürlich für Siege und Titel. Es wäre gut, in seinem Lebenslauf stehen zu haben, dass man irgendwann auch mal was erreicht hat (lacht).“

 

Frankfurts Kapitän Alexander Meier über…  

… das Pokalfinale 2006: „Das ist dieses Mal etwas ganz anderes. Wir haben eine komplett andere Mannschaft. Wir sind hochmotiviert und wollen unbedingt gewinnen. Ich denke, es wird ein spannendes Spiel. Damals war die Situation ganz anders. Es war nicht das letzte Saisonspiel, wir hatten damals noch Abstiegskampf gegen Kaiserslautern. Deshalb war es nicht das gleiche Highlight wie in diesem Jahr.“  

… die Bedeutung des Titels: „Es wäre mein erster Titel. Deshalb hätte es eine Riesenbedeutung für mich. Es ist das wohl größte Spiel in meiner Karriere. Und ganz Frankfurt sehnt sich nach einem Titel.“

… den letzten Bundesligaspieltag: „Das war natürlich nochmal ein Erfolgserlebnis. Wir haben gezeigt, dass wir auch gegen starke Gegner in der Lage sind, nach einem Rückstand zurückzukommen (Anm. d. Red.: Das Spiel gegen RB Leipzig ging nach 0:2-Rückstand noch 2:2 aus). Und über die Fans brauchen wir gar nicht reden. Sie haben uns die ganze Rückrunde über, in der es nicht so gut lief, immer unterstützt.“

… seine Chancen auf einen Startelfeinsatz: „Die Hoffnung stirbt zuletzt (lacht). Natürlich will man bei so einem Spiel von Anfang an dabei sein. Aber ob ich am Ende 90, 60 oder zwei Minuten spiele, ist egal.“

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