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Tuchel hofft auf Lerneffekt - Götze fehlt weiterhin

BVB gastiert beim 1. FC Köln

Kaum 48 Stunden nach der Rückkehr aus Madrid wird Borussia Dortmund am Samstag in Köln (15.30 Uhr) erneut gefordert. Trainer Thomas Tuchel sprach auf der Pressekonferenz über die Personalsituation und speziell auch die Entwicklung von Marco Reus. Hier gibt es das Video.

DORTMUND

, 09.12.2016, 13:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

BVB-Trainer Thomas Tuchel über...

 

... das angebliche Transferabkommen mit Real Madrid: "Ich höre zum ersten Mal davon. Ich sehe auch den Mehrwert für uns nicht."

... die Personallage: "Mario Götze ist definitiv raus. Er hat Schmerzen an der Kniescheibe und wird erst nach dem Wochenende wieder ins Training einsteigen. Marcel Schmelzer und Papa Sokratis haben heftige Tritte abbekommen, aber das sind "nur" Prellungen. Stand jetzt rechne ich damit, dass beide einsatzfähig sind."

... die Schwierigkeit, nach Madrid auf Köln umzuschalten: "Wir sind sensibilisiert. Was man aber zum Beispiel gegen Gladbach gesehen hat, war ja keine Reaktion auf die Pressekonferenz nach Frankfurt, sondern die Reaktion auf eine gute Trainingswoche, in der wir ausgiebig regenerieren konnten. Viele Spieler bestreiten auf diesem Niveau ihre erste Saison, die sind immer unter Anspannung, auch mental. Es ist die Krux, dass unsere junge Mannschaft diese Zeit braucht, aber nicht immer hat. Das klingt nach einer vorauseilenden Entschuldigung für morgen, soll es aber nicht sein. Wir sind sehr konzentriert, wir wollen dreifach punkten, das ist doch klar."

... die Stärke des FC: "Dort ist Konstanz in der Sportlichen Leitung, sie haben schlaue Transfers gemacht, die Mannschaft ist homogen zusammengestellt und strahlt auch die Ruhe aus, die das Führungsduo ausstrahlt. Da sind sehr interessante Spieler, sie beherrschen Grundordnungen, und sie haben viel Vertrauen durch ihre guten Ergebnisse. Es ist immer unangenehm dort zu spielen, sehr atmosphärisch, wir müssen am Samstag auch gegen die Stimmung ankämpfen."

... das Real-Spiel: "In Madrid haben wir innerhalb des Spiels eine tolle Entwicklung genommen. Die erste halbe Stunde war geprägt von vielen Fehlern, wir haben uns dann aber nicht ergeben, wir haben nicht gesagt, dass ist jetzt nicht unser Tag und vielleicht sind sie auch eine Nummer zu groß. Nein, wir haben nie aufgehört an uns zu glauben. Es war sehr wichtig für uns, innerhalb dieses Spiels diese Entwicklung zu nehmen. Es war vorher klar, dass wir nach dem Spiel schlauer sind - und besser sind. Die Schwankungen sind verständlich und haben nichts damit zu tun, dass wir nicht bereit sind. Bei einer so jungen Mannschaft ist Geduld gefordert, aber gleichzeitig sind wir alle auch ungeduldig."

... die Form von Marco Reus: "Es ist sehr bemerkenswert, vielleicht auch ein wenig erstaunlich. Ich habe mir ehrlich gesagt schon Sorgen gemacht, als ich nach dem Aus für die  EM mit ihm gesprochen habe, als ich ihn dann persönlich traf und gemerkt habe, wie tief das Schmerzempfinden bei ihm saß. Da war mir klar, dass es ein weiter Weg zurück sein wird. Aber Marco hat sehr professionell, geduldig und zielstrebig an seinem Comeback gearbeitet, er hat auch während der ganzen Zeit ein großes Vertrauen in sich selbst ausgestrahlt. Das war sehr beeindruckend - auch in den sechs Wochen Training, bevor er wieder gespielt hat. Das waren dann schon die Vorboten für seine jetzige Leistung auf dem Platz."  

... Reus' Vorbildfunktion: "Er füllt ein Vakuum, das da vorher war, er hat eine überragende Bedeutung für die Mannschaft. Dafür gebührt ihm ein Riesenkompliment. Zu ihm gehören diese Rückschläge, aber ich habe schon das Gefühl, dass er mit seinem Selbstvertrauen, mit seiner Ausstrahlung und wie er trainieren möchte, ein neues Level erreicht hat. Diese ganzen Punkte sehen wir in Summe in der Konstanz. Er ist ein großer Bezugspunkt für die jungen neuen Spieler, ohne dafür große Worte verlieren zu müssen."

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