Tuchel: "Mehrzahl der Fans steht hinter Mario"

Das BVB-Interview

Auch Thomas Tuchel hatte beim 3:1 gegen Freiburg eine Partie mit Licht und Schatten gesehen. Warum es für ihn dennoch beinahe ein perfekter Abend war und wie er die vereinzelten Pfiffe gegen Mario Götze bewertet, verriet Borussia Dortmunds Trainer auf der Pressekonferenz. Hier gibt's das Video.

DORTMUND

, 23.09.2016, 23:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie bewerten Sie die 90 Minuten? Die ersten 15 Minuten gingen klar an Freiburg. Es hat eine Weile gedauert, bis wir im Spiel waren, dann haben wir eine sehr gute halbe Stunde mit vielen Chancen gespielt. Das galt auch nochmal für die zehn Minuten nach der Pause. Da hatte ich das Gefühl, wir können noch eine Schüppe drauflegen. Es gab keine Entlastung für Freiburg, und wir haben uns mit dem 2:0 verdient belohnt. Nach dem zweiten Tor haben wir aber zu viel rückwärts gespielt, Freiburg hat nicht aufgegeben, aber es ist gut gegangen mit einem herausragenden Tor zum Schluss. Ein enges Spiel zu überstehen, das hatten wir noch nicht. Nach den hohen und vermeintlich leichten Siegen war das heute ein perfekter Zeitpunkt.

Pierre-Emerick Aubameyang ist aus dem Stadion gehumpelt, Adrian Ramos stand gar nicht im Kader. Befürchten Sie einen Engpass? Auba hat zwei Mal einen Schlag abbekommen, aber er hat ja durchgespielt, von daher gehe ich davon aus, dass es nichts Schwerwiegendes ist. Adrian hat sich im Abschlusstraining die Hüfte verdreht, wir haben ihn aus Vorsichtsgründen nicht in den Kader genommen.  Auch in der Defensive ist es eng. Marc Bartra und Sven Bender sind verletzt, Mikel Merino ist nicht für die Champions League gemeldet… Wir hoffen, dass es bei Marc Bartra vielleicht bis Dienstag reicht, aber da müssen wir abwarten. Von daher darf nichts mehr passieren, das stimmt.

Bei Mario Götzes Auswechslung gab es viel Applaus, aus der Mitte der Südtribüne aber auch hörbar Pfiffe. Wie bewerten Sie das? Ich denke, dass das ein normaler Vorgang ist, die Pfiffe kamen ja nicht aus heiterem Himmel. Die absolute Mehrheit hat ihre Solidarität bekundet und damit gezeigt, dass die Mehrzahl hinter Mario steht und er ihre volle Unterstützung genießt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das ein Dauerthema wird, dazu war die Übermacht der Beifallsbekundungen viel zu deutlich.

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