Tuchel stützt Bartra: "Ein Prozess, der dauert!"

Trotz schwacher Hinrunde

Man kann fast schon sagen, dass Thomas Tuchel Erbarmen hatte. Natürlich sorgte er sich auch ums Ergebnis. In der Halbzeit der letzten BVB-Partie des Jahres jedenfalls erlöste er Marc Bartra. Seinen Innenverteidiger tauscht man eigentlich nicht so früh im Spiel. Außer, er ist verletzt. Bartra aber wurde mit jeder Minute mehr zum Unsicherheitsfaktor.

DORTMUND

, 23.12.2016, 06:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tuchel stützt Bartra: "Ein Prozess, der dauert!"

Marc Bartra (r.) will viel, findet in seinem Spiel aber kaum Konstanz und die richtige Balance.

Das war nicht zum ersten Mal der Fall in dieser Saison, die für den Spanier, der ewige Zeiten beim großen FC Barcelona spielte, dort seine Lehrjahre absolvierte und nun mit dem Wechsel zum BVB eine prägende Figur in einer europäischen Spitzenmannschaft werden wollte, nicht rund läuft.

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Natürlich sind nicht alle 19 Gegentore der Tatsache anzulasten, dass Bartra die große Lücke, die der Wechsel von Mats Hummels zu den Bayern gerissen hat, noch nicht schließen konnte. Auch er war zwischenzeitlich verletzt. Form und Stabilität litten aber vor allem an ständig wechselnden Nebenleuten.

Viele Änderungen

Den Dortmunder Abwehrverbund änderte Thomas Tuchel am Dienstag im 16. Ligaspiel zum 13. Mal – das ist rekordverdächtig und sicher ein Ansatzpunkt, wenn man darüber diskutiert, warum es der BVB-Defensive und auch den einzelnen Spielern an sich an Konstanz mangelte.

Bartra wolle immer sehr viel, meinte sein Trainer nach dem 1:1 gegen Augsburg, „er ist wissbegierig, er saugt alles auf.“ Bartra ist auch sehr selbstbewusst, er nimmt gern das Risiko. Gepaart mit der Tatsache, dass er momentan noch zu viele handwerkliche Fehler (Stellungsspiel, Zweikampfverhalten) macht, führt das aber leider zu sehr wechselhaften Spielen.

"Er ist es nicht gewohnt"

Tuchel hat den Glauben an seinen Schützling aber noch lange nicht verloren. „Es ist ein Anpassungsprozess, der dauert“, meinte er. „Er ist es nicht gewohnt, alle drei Tage zu spielen und auch die Verantwortung zu tragen.“ 

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