Tuchel und die unbegrenzten Möglichkeiten

Die neue BVB-Offensive

82 Tore in der Bundesliga - von Borussia Dortmunds Rekordoffensive hat nur Henrikh Mkhitaryan den Klub verlassen. Trainer Thomas Tuchel hat an seiner Stelle zwei deutsche Nationalspieler und zwei internationale Top-Talente in seinem Kader stehen. Sein BVB-Fußball, auf Ballbesitz und Attacke ausgelegt, zieht die Spieler an. Und Tuchel steht, was die Besetzung der Offensive angeht, vor nahezu unbegrenzten Möglichkeiten.

BAD RAGAZ

, 10.08.2016, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tuchel und die unbegrenzten Möglichkeiten

Thomas Tuchel (l.) setzt auf Rückkehrer Mario Götze.

Pierre-Emerick Aubameyang erreichte in der Rückrunde zwar nicht mehr sein allerhöchstes Niveau, er bleibt aber unverzichtbar und gesetzt in der Sturmspitze. „Auba“ zeigt sich gereifter, ohne an Lebensfreude eingebüßt zu haben. Je schneller die neu formierte Offensive ins Rollen kommt, desto mehr Tore und Vorlage wird er sammeln.

Mario Götze: Das Trainerteam widmet dem Superstar einen speziellen Fitnessplan. Weniger Muskeln, mehr Dynamik, dann dürfte der Rückkehrer bald wieder sein riesiges Potenzial abrufen. Ob als „Zehner“ oder sogar etwas zurückgezogener, liegt an der Taktik.

Andre Schürrle: Seinem Entdecker und Förderer Tuchel gefällt unter anderem seine mannschaftsdienliche Spielweise. „Schü“ haut sich rein, damit soll er auch die Fans in Dortmund überzeugen. Seine Statistiken sind besser als die öffentliche Wahrnehmung, er bringt Abschlussstärke mit.

Marco Reus: Er ist (seit Jahren) das Sorgenkind des BVB. Immer wieder diese Verletzungen, immer wieder die Adduktoren. Reus gilt auch als Kandidat für die Kapitänsbinde, muss aber a) erst einmal gesund werden und sich dann b) gegen die größere Konkurrenz behaupten.

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Testspiel: Athletic Bilbao - BVB 1:0 (1:0)

Bilder des Testspiels zwischen Athletic Bilbao und Borussia Dortmund.
09.08.2016
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Bilder des Testspiels zwischen Athletic Bilbao und Borussia Dortmund.© Foto: imago
Bilder des Testspiels zwischen Athletic Bilbao und Borussia Dortmund.© Foto: Guido Kirchner
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Ousmane Dembele: 19 Jahre jung, pfeilschnell, dribbelstark - und fußballtaktisch noch sehr grün hinter den Ohren. Der französische Junioren-Nationalspieler wird seine Spielanteile bekommen. Seine Hauptaufgabe: die unbändige Lust am Stürmen mit den notwendigen Defensivaufgaben vereinbaren.

Adrian Ramos: Man hört ihn nicht, man sieht ihn selten, aber wenn der BVB ihn benötigt, dann ist er zur Stelle. Es war sein Wunsch, in Dortmund zu bleiben. Als Mittelstürmer Nummer zwei, dessen Kopfball- und Joker-Qualitäten immer wieder gefragt sein werden.

Christian Pulisic: Der 17-jährige US-Amerikaner startete im April und Mai durch, er dürfte auch noch in der U 19 spielen. Nun bekommt er bei den Profis mehr Mitbewerber um Einsatzzeiten. Tuchel lobt ihn auffallend oft, er wird ihn weiter fördern.

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Shinji Kagawa: Vor zwei Jahren war seine Rückhol-Aktion eine mittlere Sensation, inzwischen ist es ruhiger geworden um den kleinen Japaner. Seine Leistungen schwanken, von ihm wünscht sich das Trainerteam mehr Konstanz. Er wird sich strecken müssen.

Emre Mor: Einen „Potenzialspieler“ nannte BVB-Sportdirektor Michael Zorc den 19-jährigen Türken. Tempo und Tricks bringt er mit, sein Trainer Thomas Tuchel arbeitet intensiv daran, ihm beizubringen, wann er was einsetzen soll und wann ein versuchter Beinschuss nicht das Mittel der Wahl ist. Es wird wohl noch ein wenig dauern, bis Mor dies verinnerlicht. Die Zeit drängt nicht, wenn er geduldig bleibt und lernt.

Sollte Bedarf bestehen, könnte Tuchel auch noch Gonzalo Castro (zentral oder rechts) und Raphael Guerreiro (links) in die offensive Mittelfeldreihe vorziehen. Sicher ist, dass sich kein spieler und kein Gegner sicher sein kann, wer beim BVB aufläuft. Die Möglichkeiten sind eben nahezu unbegrenzt.

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