UEFA leitet Verfahren gegen Legia Warschau ein

Rassistisches Verhalten

Die UEFA hat ein Disziplinarverfahren gegen Dortmunds Champions-League-Gegner Legia Warschau eingeleitet. Dem polnischen Verein werden zahlreiche Verstöße vorgeworfen - unter anderem rassistisches Verhalten. Auch der BVB wird um eine Strafe nicht herumkommen.

DORTMUND

, 16.09.2016, 12:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die folgenden sechs Vergehen werden Legia zur Last gelegt: Ausschreitungen, Zünden von Pyrotechnik, Werfen von Gegenständen, ungenügende Organisation, rassistisches Verhalten, versperrte Treppenaufgänge. 

Pressemitteilung veröffentlicht

Legia hatte bereits in der Nacht zu Donnerstag mit einer Pressemitteilung versucht, den Vorwurf des rassistischen Verhaltens zu entkräften. Darin heißt es: "Die Medienberichte, laut denen die Fans von Legia auf den Rängen "Jude Jude BVB" skandiert hätten, entsprechen nicht der Wahrheit. Stattdessen sangen die Zuschauer "Nutte Nutte BVB", ein für den BVB und für seine Fans ebenfalls beleidigender Gesang, den auch die Fans anderer Deutscher Mannschaften singen; dieser Gesang hat jedoch keinen rassistischen oder antisemitischen Hintergrund."

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Bei YouTube veröffentlichte Videos belegen allerdings das Gegenteil. Auf Legia Warschau dürfte demnach eine empfindliche Strafe zukommen. Die Sanktionen des europäischen Fußballverbands für antisemitische Gesänge fielen in der Vergangenheit drastisch aus und reichten von hohen Geldstrafen bis hin zu Geisterspielen.

Verhandlung am 28. September

Auch gegen den BVB hat die UEFA ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Der Vorwurf: Zünden von Pyrotechnik, Werfen von Gegenständen. Die Verhandlung ist für den 28. September angesetzt. 

 

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