Vereinsikone verrät: Darum hat Marco Reus den BVB wirklich verlassen

Borussia Dortmund

Marco Reus ist nicht nur Kapitän, er ist auch ein BVB-Urgestein. Sein Lebenslauf weist aber eine kleine Delle auf. Eine Vereinsikone verrät jetzt, warum Reus Dortmund verlassen hat.

Dortmund

, 28.09.2020, 19:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Kapitän Marco Reus.

BVB-Kapitän Marco Reus. © imago / Laci Perenyi

Marco Reus ist unbestritten ein echter Dortmunder Junge. Aber: Er spielte nicht immer für die Schwarzgelben. Sein Weg führte über Ahlen und Borussia Mönchengladbach erst später wieder zurück zu seinem BVB. „Wie konnte das passieren?“, fragt sich nicht nur Sportdirektor Michael Zorc in der neuen BVB-Dkumentation auf DAZN. Eine Vereinsikone erklärt, wie es dazu kommen konnte.

BVB-Kapitän Marco Reus zählt nicht als „Local Player“

Marco Reus spielte als kleiner Junge schon für Borussia Dortmund, seit 2018 ist er der Kapitän der Profimannschaft. Als Ur-Borusse wird er gerne bezeichnet. Nur offiziell als „Local Player“ zählt er nicht - wegen der Umwege über Ahlen (2006 bis 2009) und Mönchengladbach (2009 bis 2012). UEFA-Regularien lassen grüßen. „Da ist schon etwas schade, muss ich wirklich sagen“, sagt Michael Zorc. „Ich hätte es gerne gehabt, wenn er einen ähnlichen Weg gegangen wäre wie ich oder Lars Ricken. Das wäre noch schöner gewesen. Man muss aber auch sagen: So wie seine Karriere verlaufen ist, war es für ihn nicht die schlechteste Entscheidung“, meint der BVB-Sportdirektor, der schon seit mehreren Jahrzehnten den Schwarzgelben die Treue hält.

Vereinsikone Lars Ricken weiß, wie diese Umwege bei Marco Reus zustande gekommen sind. „So wie man mir das erzählt hat, hat man ihn nicht weggeschickt“, erzählt Ricken. Damals in der Jugend, U16/U17, zog es Reus zu RW Ahlen. Der jetzige BVB-Kapitän war unzufrieden mit seinen Spielanteilen, wollte den Durchbruch unbedingt schaffen. „Natürlich war es in der Situation hart. Aber ich wusste, dass ich ein guter Spieler bin und dass ich spielen will. Alles andere war für mich egal“, sagt der 31-Jährige heute.

Vereinsikone Ricken über Reus: „Er war wirklich richtig schmächtig“

Dass Reus nicht genügend Spielzeit beim BVB zugesprochen wurde, hatte mit seinem Körperbau zu tun. „Ich habe letztens noch mal ein Foto gesehen“, sagt Ricken und muss schmunzeln: „Er war nicht nur schmächtig. Er war wirklich richtig schmächtig. Da hast du gedacht, da steht ein 13-Jähriger.“

Jetzt lesen

Marco Reus jedenfalls bereut seine Entscheidung rückblickend nicht. Warum auch? Mittlerweile kommt er auf 269 Spiele für den BVB, erzielte dabei 130 Tore und bereitete 82 weitere Treffer vor. Er ist mehr als angekommen bei Borussia Dortmund. Und Lars Ricken kann den Umwegen auch noch etwas Positives abringen: „Man kann zumindest sagen, er war in seinem goldenen Lernalter beim BVB, sodass er später diese Karriere hinlegen konnte.“

Sie wollen keine News vom BVB verpassen? Dann laden Sie sich die Buzz09-App herunter! Jetzt im App Store (Apple) oder im Google Play Store (Android) vorbeischauen. Außerdem neu: Das schwarzgelbe BVB-Abo für 0,99 Euro im ersten Monat. Jetzt das Angebot sichern!

Der RN-BVB-Podcast

Der BVB-Podcast der Ruhr Nachrichten - einmal in der Woche Experten-Talk zum BVB. Jetzt hier, bei Spotify oder bei Apple Podcasts hören.

BVB-Newsletter

Täglich um 18 Uhr berichtet unser Team über die wichtigsten schwarzgelben Neuigkeiten des Tages.

Lesen Sie jetzt