Diese To-do-Liste muss BVB-Trainer Lucien Favre in der Vorbereitung abarbeiten

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Borussia Dortmund startet in die Vorbereitung auf die neue Saison. Die Ziele sind groß, die To-do-Liste ist lang. Auf das Trainerteam wartet in den kommenden Wochen viel Arbeit.

Dortmund

, 03.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Saisonvorbereitungen machen selten Spaß. Davon können sich die BVB-Profis von heute an mal wieder überzeugen. Ab jetzt wird geschuftet. Die Zielvorgabe für die neue Saison ist klar formuliert: Die Meisterschale soll im Mai 2020 ausnahmsweise mal nicht an den FC Bayern überreicht werden. In der Sommerpause ist daher viel passiert in Dortmund, doch es bleibt jede Menge zu tun für die BVB-Verantwortlichen und das Trainerteam um Lucien Favre. Ein Überblick.

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Kadergröße: Fünf Neuzugänge sind schon da, ab jetzt geht es vor allem darum, den BVB-Kader zu verkleinern. Ein Anfang ist gemacht. Christian Pulisic, Alexander Isak, Dzenis Burnic und Felix Passlack sind schon weg, weitere Abgänge sollen und werden folgen.

Die zuletzt verliehenen André Schürrle und Shinji Kagawa, die beide nicht zum Trainingsauftakt erwartet werden, weil sie für die Vereinssuche freigestellt sind, sowie Jeremy Toljan und Sebastian Rode haben keine Zukunft in Dortmund, auch Maximilian Philipp, Julian Weigl, Ömer Toprak, Raphael Guerreiro, Jacob Bruun Larsen, Sergio Gomez und Dan-Axel Zagadou zählen zu den Verkaufskandidaten.


Stürmersuche: Auf der Zugangsseite ist der Großteil der Arbeit gemacht. Im Sturmzentrum könnte sich allerdings noch etwas tun. BVB-Spordirektor Michael Zorc hält die Augen offen. Ein möglicher Kandidat: Patrik Schick von der AS Rom.


Hierarchie: Die Hierarchie im Team wird sich verändern. In Mats Hummels stößt ein Spieler zum BVB, der sowohl intern als auch öffentlich kein Blatt vor den Mund nehmen wird. Marco Reus bleibt der Kapitän, aber in den Mannschaftsrat des BVB könnte Bewegung kommen.

Diese To-do-Liste muss BVB-Trainer Lucien Favre in der Vorbereitung abarbeiten

Marco Reus soll auch in der kommenden Saison als Kapitän vorangehen. © imago

Der bisherige Vizekapitän Lukasz Piszczek geht in sein letztes Jahr in Dortmund, Ex-Kapitän Marcel Schmelzer hat zumindest sportlich an Wert verloren. Auch den übrigen Mannschaftsrat-Mitgliedern Julian Weigl und Thomas Delaney droht die Bank. Roman Bürki, Manuel Akanji und Axel Witsel sind neben Hummels naheliegende Kandidaten als Spielervertreter.


Harmonie: Es wird Härtefälle geben. Das gilt nicht nur für die erste Elf, sondern auch für die Vergabe der Spieltagskader-Plätze. Manch einer wird sich auf der Tribüne wiederfinden - und es nicht verstehen können. Favre wird mit seiner intern sehr geschätzten menschlichen Art gefordert sein, die Harmonie im Team aufrechtzuerhalten. Auch Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung, muss moderieren.

Diese To-do-Liste muss BVB-Trainer Lucien Favre in der Vorbereitung abarbeiten

Sebastian Kehl wird auch als Moderator gefragt sein. © imago

Defensivverhalten: 44 Gegentore kassierte der BVB in der zurückliegenden Saison. Die Meisterschaft wurde schlussendlich in der Defensive verloren. Vor allem nach Standards präsentierten sich die Schwarzgelben in der vergangenen Rückrunde zu anfällig, manchmal fehlte schlicht der unbedingte Wille, das eigene Tor zu verteidigen. Mats Hummels soll Abhilfe leisten, aber fest steht: Der BVB muss in der neuen Spielzeit als Gesamtkunstwerk wieder entschlossener gegen den Ball arbeiten.


Flexibilität: 4-1-4-1, 4-3-3, 4-2-3-1: Die Viererkette war in der zurückliegenden Saison wie in Stein gemeißelt beim BVB. Sie wird auch in der kommenden Spielzeit die von Favre favorisierte Lösung sein. Gut möglich aber, dass einer der Vorbereitungs-Schwerpunkte auch darin bestehen wird, dass BVB-Spiel flexibler werden zu lassen. Das Personal für eine Dreier- bzw. Fünferkette wäre durchaus vorhanden.

Es darf mit Spannung beobachtet werden, wie Favre das Angriffsspiel des BVB zukünftig noch unberechenbarer machen will.

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