Über keinen BVB-Mannschaftsteil wird so viel diskutiert wie über den Angriff. Die Fans lechzen nach einem Aubameyang-Nachfolger. Der letzte Teil unserer Kaderanalyse.

Dortmund

, 24.08.2018, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mister X: Noch bis zum 31. August besteht für den BVB die Möglichkeit, einen neuen Stürmer zu verpflichten. Sportdirektor Michael Zorc sieht‘s gelassen: „Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir die Nachfragen ab dem 1. September fehlen werden. Zum Glück ist die Ungewissheit in ein paar Tagen beendet.“

Derzeit deutet alles auf ein Leihgeschäft des Spaniers Paco Alcacer hin. Beide Klubs sollen sich grundlegend geeinigt haben. Der 1,75 Meter große Angreifer steht in Barcelona noch bis 2021 unter Vertrag, wechselte im Sommer 2016 für 30 Millionen Euro vom FC Valencia zu den Katalanen, konnte sich gegen die hochkarätige Konkurrenz aber nicht nachhaltig durchsetzen.



Marco Reus:
Der Kapitän fungiert aktuell als Aushilfsneuner. „Diese Position habe ich so noch nie gespielt“, sagt Reus, der in der Vorbereitung aber durchaus zeigen konnte, dass er auch ganz vorne wertvoll für das BVB-Spiel sein kann. In Fürth wurde er spät zum Matchwinner, auch wenn er vorher einige Chancen liegen ließ. Fakt ist: Ein richtiger Neuner würde sowohl Reus als auch dem BVB trotzdem guttun.

Viel BVB-Qualität in der Offensive - aber der Knipser fehlt

Fungiert aktuell als Aushilfsneuner: Marco Reus (l.). © dpa

Maximilian Philipp: Zorc traut Philipp „15 Tore oder mehr zu“. Philipp selbst traut sich das ebenfalls zu. Doch auch der 24-Jährige ist kein gelernter Mittelstürmer - und wäre, für den unwahrscheinlichen Fall, dass der BVB auf dem Stürmer-Basar nicht mehr fündig wird, dennoch zusammen mit Reus die wahrscheinlichste Lösung für das Dortmunder Sturmzentrum.


Jacob Bruun Larsen: Der Däne war der große Gewinner der Vorbereitung, bis ihn in der vergangenen Woche eine Fußverletzung ausbremste. Am Donnerstag drehte Bruun Larsen aber schon wieder fleißig Runden um den Trainingsplatz - und wird bald wieder angreifen können.


Jadon Sancho: Der 18 Jahre alte Engländer zeigte mit seiner Vorarbeit zum 2:1 in Fürth, wie wertvoll er für den BVB sein kann. Entscheidend wird sein, dass Sancho Konstanz in seine guten Leistungen bekommt. Denn sein Talent, das ist riesengroß.


Marius Wolf: Der Neuzugang von Eintracht Frankfurt stand in Fürth etwas überraschend in der BVB-Startelf - Maximilian Philipp saß für ihn nur auf der Bank. Wolf zeigte vor allem in der ersten Hälfte des Spiels, dass er die BVB-Offensive beleben kann, baute dann aber stark ab.

Viel BVB-Qualität in der Offensive - aber der Knipser fehlt

Christian Pulisic (l.) muss torgefährlicher werden. © dpa

Christian Pulisic: Der US-Amerikaner steht weit oben in der Gunst von Lucien Favre. Der BVB-Trainer schätzt Pulisics Tempo, seinen Mut, immer wieder ins Dribbling zu gehen. Für den Saisonstart ist Pulisic auf der rechten Offensivseite des BVB gesetzt. Was noch zu häufig fehlt im Spiel des 19-Jährigen, ist der letzte Pass. Auch im Abschluss hat Pulisic noch Luft nach oben.


Alexander Isak: Der junge Schwede ist aktuell der einzige Mittelstürmer im BVB-Kader - und spielt trotzdem keine Rolle. Dem 18-Jährigen mangelt es auf höchstem Niveau vor allem an Robustheit. Isaks Perspektiven beim BVB sind äußerst dürftig.

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